Moviebase Unsichtbar - Zwischen zwei Welten

Unsichtbar - Zwischen zwei Welten
Unsichtbar - Zwischen zwei Welten

Bewertung: 35%

Userbewertung: 41%
bei 17 Stimmen

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Originaltitel: Invisible, The
Kinostart: 10.05.2007
DVD/Blu-Ray Verkauf: 13.09.2007
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 12
Lauflänge: 102 Minuten
Studio: Limbo Productions/ Buena Vista
Produktionsjahr: 2007
Regie: David S. Goyer
Drehbuch: Mick Davis, Christine Roum
Darsteller: Justin Chatwin, Margarita Levieva, Marcia Gay Harden, Chris Marquette, Alex O'Loughlin, Callum Keith Rennie, Michelle Harrison, Ryan Kennedy, P. Lynn Johnson, Serge Houde, Desiree Zurowski, Alex Ferris, Tania Saulnier, Kevin McNulty, Laara Sadiq, Cory Monteith, Maggie Ma, Ron Selmour, Jason Diablo

Nick Powell (Justin Chatwin) scheint ein Leben zu leben, um das ihn viele beneiden. Aufgewachsen in einem reichen Elternhaus, kann sich der hochbegabte Schüler seine Zukunft eigentlich selbst aussuchen. Jedenfalls glauben das seine Freunde und Klassenkameraden von ihm. Dass er mit dem frühen Tod seines Vaters und den Kontrollneurosen seiner Mutter (Marcia Gay Harden) tagtäglich fertig werden muss, interessiert niemanden. Eines Abends hält das Schicksal für Nick eine folgenschwere Verwechslung bereit. Annie (Margarita Levieva) – die Anführerin einer gewalttätigen und kriminellen Schüler-Gang – glaubt, dass Nick sie bei der Polizei nach einem Einbruch in ein Juweliergeschäft verraten hat. Er wird von der Bande brutal zusammengeschlagen und im nahe gelegenen Wald zurückgelassen.

Am anderen Tag betritt Nick wie gewohnt die Schule, doch recht schnell stellt er fest, dass etwas anders ist. Er ist anders. Niemand nimmt von ihm mehr Notiz, ganz so, als sei er plötzlich für alle unsichtbar. Anfänglich entsetzt und verstört versucht Nick die Hintergründe für seine Verwandlung zu erforschen. Dabei entdeckt er, dass er sich auf der Schwelle zwischen Leben und Tod befindet. Und mit jeder Minute droht die Waage, sich in Richtung eines endgültigen Abschieds von dieser Welt zu neigen.

Hollywood hat es wieder einmal getan. Die Amerikanisierung erfolgreicher, ausländischer Genre-Produktionen hat eine lange Tradition, doch – wie zahllose Beispiele belegen – unter filmischen Aspekten nur eine sehr bescheidene Erfolgsquote vorzuweisen. Zuletzt erwischte den asiatischen Geister-Schocker die volle Breitseite der gefürchteten Weichspülmaschinerie. Der im Fantasy- und Action-Fach erprobte Regisseur David S. Goyer (Blade: Trinity) nahm sich des schwedischen Überraschungshits gleichen Namens an, um ihn mit Jungstars wie Justin Chatwin (Krieg der Welten) und Chris Marquette (The Girl next Door) zielgruppengerecht neu zu verfilmen. Unsichtbar will augenscheinlich dem derzeit von blassen, langhaarigen Mädchen bevölkerten Genre des Geisterfilms etwas weniger Verstörendes entgegensetzen.

Dabei präsentiert sich Goyers Remake als reichlich süßer Mix aus Teenager-Love Story und übersinnlichem Mystery-Thriller. Etwas Schmalz wie in Ghost – Nachricht von SamButterfly Effect und The Sixth Sense. Das ist schon sein ganzes Rezept. Abseits der durchaus überzeugenden Jung-Darsteller passt hier nicht viel zusammen. Horror-Fans dürften um Unsichtbar ohnehin einen großen Bogen machen, nachdem sie gelesen haben, dass dessen Thrillerpotential erschreckend ungenutzt und auf einige obligatorische angeblich „Scary Moments“ beschränkt bleibt. Dafür wechselt das Skript nach Nicks Eintritt in die Twilight Zone in einen verkitscht-platten Duktus, den der Film bis in die allerletzte Szene hinein nicht mehr ablegen wird. erprobt, eine Prise

Der Plot kulminiert in einer religiös eingefärbten Beschwörung der einzigen echten Liebe, einer vermeintlichen Seelenverwandtschaft zwischen Nick und Annie, für die Goyer nur eine dröge Bebilderung bereit hält. In der an eine typische Fast Food-Produktion erinnernden Kulisse will keine Atmosphäre aufkommen, geschweige dass man sich als Zuschauer wirklich mit den Protagonisten identifizieren könnte. Zu schlampig hakt die Einführung wie an einer Checkliste die Standards eines unverstandenen Teenager-Lebens ab. Nick ist ein Junge aus reichem Haus, doch seine Mutter überhört, was er sich für seine Zukunft wünscht. Annie gerät auf die schiefe Bahn, weil sich sonst niemand für sie interessiert. Das reicht vielleicht noch für das Nachmittagsprogramm von RTL & Co., als die tragende Säule eines sich ungemein ernst nehmenden Teenager-Dramas hält es keiner Belastung stand. Das Gefühl bleibt synthetisch, falsch.

Es liegt der Verdacht nahe, dass Goyer mit allen Mitteln einen Kontrapunkt zu seine früheren Projekten wie dem action-vernarrten Blade: Trinity setzen wollte. „Seht her! Ich kann auch anders!“ scheint er mit jeder Einstellung auszudrücken. Doch eine Abkehr von blutgetränkten Vampir-Schlachfesten bedeutet für sich genommen noch keine kreative Weiterentwicklung – im Gegenteil. Unsichtbar liefert den Beweis.

>> verfasst von Marcus Wessel

80%
Kowalski
geschrieben am 19.10.2008 um 20:00 Uhr
Da kann man wieder sehen, wie unterschiedlich Geschmäcker sind. Mir hat der Streifen wirklich sehr gut gefallen, weil für mich hier die Charaktere klar und intensiv dargestellt wurden, die Musik die Szenen toll untermalt und zeigt, dass es in diesem Genre auch Filme gibt, die ohne große Splattereffekte auskommen (obgleich das auch lustug sein kann). Für mich sogar 85%-Punkte.
70%
Kakaomaus
geschrieben am 18.05.2007 um 12:00 Uhr
Nette wenn manchmal langweilige Story, gut ausgebaute Charaktere und schlecht abgestimmte Musik.Spannend war der Film aber das ist wohl Ansichtssache.
60%
Ruben [K_K_S]
geschrieben am 13.05.2007 um 22:00 Uhr
Also hab ihn die Woche gesehen und muss leider auch sagen. SO TOLL ist er NICHT. schade eigentlich weil die Schauspieler haben was drauf. nunja man kann ihn sich mal ausleihen oder auf Premiere dann mal gucken.. KINO und DVD bezahlen.. is jedem selbst überlassen.Story ist eigentlich auch ganz ok.deswegen NUR [60´%]
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