Moviebase 100 Feet

100 Feet
100 Feet

Bewertung: 20%

Userbewertung: 60%
bei 54 Stimmen

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Originaltitel: 100 Feet
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 13.03.2009
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 105 Minuten
Studio: Grand Illusions / Universum Film
Produktionsjahr: 2008
Regie: Eric Red
Drehbuch: Eric Red
Darsteller: Famke Janssen, Bobby Cannavale, Ed Westwick, Michael Paré, John Fallon, Patricia Charbonneau, Kevin Geer, Evelyne Kandech, Kembe Sorel, Tibor Pálffy, Ken Kelsch

Geistergeschichten sorgen bereits seit geraumer Zeit für mehr oder weniger Furcht einflößenden Grusel. Wie viele Filme haben sich nicht schon mit den Seelen Verstorbener beschäftigt, sei es eine Fantasy-Komödie wie „Casper“ oder Horror-Grusler in der Machart eines „Boogeyman“ oder „Shutter“. Gespenster faszinieren - und aller Ansicht nach auch Eric Red (Drehbuchautor von "Blue Steel"), der sich mit 100 FEET ebenfalls an eine etwas andere Gruselmär wagte. Nur kann seine Vision des Schreckens überhaupt nicht überzeugen.

Vergiss „bis dass der Tod euch scheidet“! Diese bittere Erkenntnis hat Marnie Watson, und dazu eine Reihe weiterer guter Gründe, vom Glauben abzufallen. Vor Jahren hatte sie ihren Mann, einen gewalttätigen Cop, aus Notwehr getötet, kam trotzdem ins Gefängnis und wird jetzt mit einer rigiden Auflage entlassen: Dauer-Hausarrest per elektronischem Knöchelband mit gerade mal 30 Metern Bewegungsradius. Weil Nachbarn und Freunde sich während der Haft von ihr abgewandt haben, sitzt sie nun allein in der hübschen New Yorker Villa. Beziehungsweise… leider doch nicht ganz allein. Der Geist ihres miesen Ex hat sich irgendwo im Gemäuer festgefressen und prügelt sie nunmehr aus dem Jenseits. Rasend vor Hass, unvermutet und aus jeder erdenklichen Richtung kommen die Attacken des Untoten. Doch auch wenn Marnie vordergründig in der Falle feststeckt, aufgeben ist keine Option!

Um einen Geist auftreten zu lassen, benötigt es natürlich zunächst einmal eine tote Person. Diese findet sich prompt im Ex-Mann Marnies. Zu sehen allerdings gibt es jene Ursache, die letztlich zum Mord führte, ebenso wenig wie die vorangegangene Ehe mit Streitigkeiten oder Ausschnitten aus dem Leben des Cops. Dass eben diese zu einem späteren Zeitpunkt des Film gar nicht verkehrt gewesen wären, schien Regisseur und Drehbuchautor Red nicht sonderlich zu interessieren. Einen besonderen Wert auf Logik und Zusammenhang legte der Filmemacher ebenfalls nicht. Marnies Hausarrest dient tatsächlich nur dem Mittel zum Zweck. Ob der Geist nicht aufgetaucht wäre, hätte Marnie das Haus verlassen können? So führt der Sensor an ihrem Bein lediglich dazu, dass der Alarm immer wieder ausgelöst wird und schon bald die Polizei vor der Haustüre steht. Da fragt sich zurecht, warum die Witwe überhaupt mit einer solchen Fußfessel versehen wurde, steht der Freund und Partner des Verstorbenen doch die ganze Zeit über vor der Wohnung Schmiere und kann somit jederzeit eingreifen. Nur eine Schwäche in einem unausgereiften Skript.

Im Mittelpunkt der gesamte Spieldauer steht selbstverständlich Famke Janssen als Marnie Watson. Sie muss dem Zuschauer das Gefühl, trotz eines begangenen Mordes völlig am Ende zu sein, so vermitteln, dass wir beim Auftauchen ihres Ehemanns mitfühlen und Beschützerinstinkte erwecken. Deshalb ist Janssen auch stetig bemüht, kann sich aufgrund der mit Klischees behafteten müden Vorlage aber nicht nach vorne spielen. Eine Affäre mit dem deutlich jüngeren Einkäufebringer von nebenan ist einer dieser Punkte, die ziemlich merkwürdig anmuten. Cop Shanks wird von Bobby Cannavale verkörpert, der einen rauen Ton angibt. Sein Spiel kommt übertrieben daher, auch wenn es sich bei ihm um den Partner des Getöteten handelt. Wäre dieser seinem Dienst in früheren Jahren nämlich einmal mehr nachgegangen, wäre es nie zu einem titelgebenden 100 FEET gekommen.

In Sachen Gruselgeist langte das Team gänzlich daneben. Reds Gespenst weist einige Ungereimtheiten auf, die verstärkt ins Auge fallen. Sein seltsames Auftreten: Mal gibt er sich zu erkennen, mal nicht - wann er sichtbar wird weiß anscheinend nur Watson allein; oder aber auch das Budget und die Fähigkeiten der CGI-Effectler, die bei einigen Szenen wohl einsehen mussten, dass es einfach zu schwierig wird, ein in sich zerlaufendes Geisterwesen zu animieren. Aber auch in den restlichen Szenen mit computergenerierter Unterstützung der Untoten ist die unzureichende Umsetzung erkennbar. Welche Menge die CGI-Macher aber auf Idee und Zeit verwendet haben, um den Geist Watsons zum Leben zu erwecken, möchte man am liebsten nicht wissen. Die Güteklasse Z der Effekte wird aufgefahren - da zeigt sich selbst der liebevolle „Casper“ als ein Meisterwerk der digitalen Möglichkeiten und obendrein sogar noch schauriger.

Die um Hintergrund bemühte Geschichte dieser angestaubten Geisterstunde schießt sich dann ebenfalls eigenständig ins Bein. Nicht nur, dass der geliebte Ehemann verstorben ist, nein, Marnie entdeckt auch noch, dass seine Taten angeblich korrupter Natur waren. Inwiefern dies der Fall ist, wird an dieser Stelle jedoch nicht ermittelt. Dass Marnie am Ende tatsächlich auf den Geist eingeht und mit spirituellen Anwendungen die Entfernung des Wesens aus ihren Gemäuern versucht, fügt sich nahtlos in das geistlose Gesamtbild ein. Das Finale von 100 FEET entpuppt sich dann als Aneinanderreihung von peinlichen Momenten, bei denen man sich am liebsten unsichtbar machen würde.

Reds misslungene Geisterstunde wird niemanden erschrecken und schon gar nicht unterhalten. Leider wird das Werk dem Zuschauer nach einiger Zeit ziemlich auf den Geist gehen. Dann doch lieber ein altes verstaubtes Buch herausholen und sich unter der Bettdecke richtig gruseln.

>> verfasst von Janosch Leuffen 

30%
lilalalumpum
geschrieben am 22.05.2013 um 09:31 Uhr
Kann meinen ganzen Vorrednern nicht zustimmen!Dieser Film ist wahrlich eine Schlaftablette!!!!Und eine Splatterszene macht einen Geisterfilm auch nicht gut, wenn die vorangegangenen 70(?) Minuten leider nur mega langweilig waren!Kurz gesagt: nicht gruselig, nicht spannend, nicht gut in Szene gesetzt und schlechte Geisteraninmation!Wer sich hier gruselt ist ein Weichei :D
80%
Lachgummi
geschrieben am 08.05.2011 um 05:38 Uhr
Fand den Film sehr solide. Er war spannend erzählt und überzeugend gespielt.
80%
Micha
geschrieben am 15.01.2010 um 09:00 Uhr
Guter Geisterfilm mit einer Brutalo-Szene! Empfehlenswert! Spannend und interessant! Daumen hoch!
70%
Reserl
geschrieben am 04.11.2009 um 16:00 Uhr
Ich muss den beiden vorherigen Kommentaren zustimmen. Der Film ist gut und auch wenn der Geist etwas billig daher kommen mag, hat es mich dennoch gegruselt. Es mag hier und da einige unlogische Momente und Schwächen geben, insgesamt können diese allerdings die Atmosphäre nicht zerstören. Auch finde ich, das Famke Janssen durchaus überzeugt. Ein gelungener Film.
70%
Sharazad
geschrieben am 20.08.2009 um 15:00 Uhr
Der Film ist gut. Eine gruselige spannende Geschichte die solide durchgebracht wird und mit einer echt harten Splatterszene dahin kommt. Der Geist sieht nur etwas billig aus. LeiderAnsonsten ein super Gruselfilm
80%
Chris
geschrieben am 04.03.2009 um 17:00 Uhr
Eine Frau die von ihrem Mann vor seinem Tod misshandelt wurde, sucht seine Frau heim, um sie erneut zu quälen nur um einiges böser. Eric Red, Autor des Klassikers "Hitcher - Der Highwaykiller" legt ein souveränes Spukspektakel vor, das mit einer wirklich fiesen Splatterszene aufwarten kann und Terrormäßig in der letzten 1/4 Stunde abdreht. Definitiv einer der besseren Geisterfilme.
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