Moviebase Resident Evil: Retribution

Resident Evil: Retribution
Resident Evil: Retribution

Bewertung: 30%

Userbewertung: 45%
bei 191 Stimmen

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Originaltitel: Resident Evil: Retribution
Kinostart: 20.09.2012
DVD/Blu-Ray Verkauf: 17.03.2013
DVD/Blu-Ray Verleih: 17.03.2013
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 92 Minuten
Studio: Impact Pictures / Constantin Film
Produktionsjahr: 2012
Regie: Paul W.S. Anderson
Drehbuch: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Johann Urb, Li Bingbing, Michelle Rodriguez, Colin Salmon

Zombies sind aktuell wieder groß in Mode. Dabei sind die Untoten so vielseitig wie noch nie. Die einen kommen bei ihrer Jagd auf Omas und Opas im Altenheim kaum vom Fleck, die anderen rennen so schnell, dass eine Flucht nahezu zwecklos erscheint. Die Infizierten aus der „Resident Evil“-Franchise dagegen haben ihre Fähigkeiten von Film zu Film ausgebaut. Kontinuierlich entwickelten sich die fiesen Kreaturen zu einer für Titelheldin Alice kaum noch einzudämmenden Gefahr. Der neueste Teil geht nun erneut einen Schritt weiter und verpasst den sabbernden Killern einen Intelligenz- und Kraftschub. Im Science-Fiction-Horrorgenre ist halt quasi alles möglich. Und der Erfolg mag der Filmreihe auch Recht geben. Allerdings ist „Resident Evil: Retribution“ ein qualitativ sehr bescheidenes Stück geworden.

Wer das Franchise bislang verfolgt hat, wird auch um den neuen Teil nur schwer herumkommen. Das liegt natürlich vor allem daran, dass „Afterlife“ mit einem typischen Cliffhanger endete und so viel Spielraum für die nächste Fortsetzung bot. Dennoch werden auch Neueinsteiger nicht auf der Strecke bleiben. Dafür sorgt der Prolog von Alice, der einen guten Überblick über das bisherige Geschehen vermittelt. Warum gibt es so viele Zombies? Wo kommt der Virus her? Warum ist Alice immun? Und wer ist eigentlich die Red Queen? Die Basisinformationen werden vermittelt – und dann kann es auch schon losgehen. In einer rückwärts und in Zeitlupe laufenden Einstiegssequenz setzt Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Paul W.S. Anderson da an, wo „Afterlife“ aufhörte: auf dem Schiff Arcadia, das von einer Kriegsflotte der Umbrella Corperation beschossen wird.

Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice (Milla Jovovich). Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab…

Weltweit startete der neueste „Resident Evil“-Ableger überaus erfolgreich in den Kinos und setzte sich auf den ersten Platz der Charts. Die Reihe hat eine treue Fangemeinde, die den Filmemachern scheinbar vieles verzeiht. Sicherlich wird Alices „letzter Kampf“ (laut Poster) auch hierzulande sein Publikum finden – trotz des unglaublich lahmen Drehbuchs und Dialogen, die hölzerner und dämlicher kaum sein können. Hier reiht sich One-Liner an One-Liner, die allesamt zwanghaft cool klingen wollen, letztlich aber einfach peinlich sind. Da fährt ein Waffenarsenal aus dem Untergrund hervor und Alice freut sich darüber mit einem emotionslosen „Geil“. Nur die Spitze eines tief nach unten ragenden Eisbergs an Absurditäten.

Bleiben wir zunächst bei den auditiven Eindrücken. Die unfreiwillig komischen Gespräche der Protagonisten gehen ganz klar auf die Kappe von Drehbuchautor Anderson. Für die deutsche Synchronisation dagegen trifft den Amerikaner keinerlei Schuld. Dass für einen Actionblockbuster dieses Ausmaßes offensichtlich aus deutscher Sicht kein Wert auf ordentliche Sprecher gelegt wurde, ist kaum nachvollziehbar. Jovovichs Synchronstimme ist sicherlich seit jeher Geschmackssache, jedoch hat man sich mit der Zeit an sie gewöhnt. Was die anderen Charaktere angeht, wurde großzügig danebengegriffen. Diese Tatsache verpasst dem Ganzen einen ordentlichen Dämpfer, da das Gesprochene aller Beteiligten kaum noch erträglich ist.

Das optische Spiel hingegen fällt wiederum zurück auf die Darstellerriege. Aber mehr kann und darf man von einem Horroractioner wie diesem auch nicht erwarten. Böse dreinschauende Fieslinge, die lieber Waffen statt Mimik sprechen lassen. Jovovich erhält zwar eine emotionalere Ebene, die dem Auftreten ihrer tauben Tochter zu verdanken ist, einen wirklichen Mehrwert liefert diese jedoch auch nicht. Einen besonderen Kniff glaubte man sich mit der Rückkehr bereits verstorbener Figuren einfallen haben zu lassen. „Klonen“ heißt das Zauberwort und so gibt es ein Wiedersehen mit Michelle Rodriguez als Rain, Colin Salomon als One und Oded Fehr als Carlos. Die simple Erklärung für die Wiedereinführung gibt Darsteller Fehr selbst: „Wenn man einhundert Alices haben kann, warum nicht auch mehrere Carlosse, Ones oder Rains?“. Stimmt. Wieso eigentlich nicht? So kämpft und schießt sich die gefundene Clique schließlich durch verschiedene Kulissen, die mitunter einige gelungene Schauwerte bieten, durch die hauchdünne Geschichte mit riesigen Monstern und den obligatorischen Untoten aber total blass bleiben.

Apropos Kulissen: Anderson lässt die Helden durch Tokio, Moskau oder auch Alaska rennen, obwohl sich alles in der riesigen unterirdischen Umbrella-Zentrale abspielt. Dort gibt es nämlich verschiedene Hallen, die mit diversen Trainingsszenarien bestückt werden können. Das erinnert stark den revolutionären „Matrix“, bietet aber nicht ansatzweise dessen Raffinesse. Schade, dass ausgerechnet die deutsche Hauptstadt Berlin, die bei Umbrella ebenfalls eine eigene Halle spendiert bekam, visuell vernachlässigt wurde. Stattdessen motzt die rote Königin immer mal wieder „Szenario laden“ in die Kamera und erfüllt somit ihr dürftiges Soll, die Zombies jagen nun auf Motorrädern und mit Maschinengewehren hinter Alice her. Unterhaltsam oder kurzweilig wird das Unterfangen dadurch leider nicht.

„Resident Evil: Retribution“ besticht durch viel Ballerei und leidet an einer zu sehr vernachlässigten Handlung. Selbst für eingefleischte Freunde der Horroreihe dürfte die vierte Fortsetzung zu einer Geduldsprobe werden. Das liegt nicht zuletzt an der komplett missratenen deutschen Synchronisation. Dennoch: Regisseur Anderson scheint fest von einem weiteren Kinoerfolg ausgegangen zu sein. Den mittlerweile unumgänglichen Cliffhanger präsentiert auch „Retribution“ und macht den Slogan des Posters somit so belanglos wie den gesamten Film.

>> verfasst von Janosch Leuffen

40%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 11.05.2013 um 15:02 Uhr
Eindeutig der schwächste Teil der Serie. Die Idee die Protagonisten durch ein System hetzen zu lassen indem Städte der Welt nachgebaut sind trägt nicht lange. Die Ballereien sind teilweise lächerlich und erinnern an die sinnlose Knallerei in Matrix 3. Beide Filme gehört das Prädikat: Ballern, wenig Handlung null Spannung. Achja da fällt mir das Lied ein: "Sag mir wo die Zombies sind...wo sind sie geblieben" :)
90%
lowskillcowboy
geschrieben am 24.10.2012 um 17:45 Uhr
Ach warum weint ihr alle?? Klar hat das kaum was mit den Spielen zu tun, weil capcom sich krumstellt!(Die haben ihre eigenen Filme: DEGENERATION und DAMNATION) da Warren sehen ja blöde auch noch die Rechte an der Weiterführung der Story zu verkaufen! Klingt logisch oder? Deswegen gibt es eine Geschichte um den umbrella Konzern! Da kommen die Leute bestimmt jetzt mir aber wesker und jill und Carlos waren auch dabei sry hab claire vergessen! Ja weil die Namen nicht geschützt sind deswegen! Es wird nur noch Storys bei denen es hält weitergesponnen wird! Ja oder habt ihr bei Net Resi gamerscore mal las vergaß in staub gesehen oder eine degenerierte Welt? Nein!! So wird Spiel Spiel bleiben und Film Film! Aber dennoch versprühen die Filme einen gewissen Charme und machen dennoch spass zu schauen! Bis dahin und haunse!
90%
RaDaR
geschrieben am 01.10.2012 um 21:56 Uhr
Also ich finde dass RE5 genau das geboten hat was man von einem RE Film, nach den ersten vier Teilen, erwarten würde. Der einzige Kritikpunkt für mich war dass die Geschichte nur wenig vorangeschritten ist. Und 30% für RE% und 80% für Piranha 3DD sagt eigentlich schon alles aus *kopfschüttel*Zu guter Letzt ist nur noch zu sagen dass RE nie versucht hat einen Oscar für das beste Drehbuch zu bekommen....die one-liner sind natürlich seicht....nur zieht sich die seichtheit bei zB Piranha durch den ganzen Film und wird dafür gelobt?!Wie auch immer.....ich fand den Film wirklich gut auch wenn ich ihn nicht für den stärksten der Reihe sehe.
90%
dvdimheft.de
geschrieben am 29.09.2012 um 17:28 Uhr
Wir haben uns einen Redaktionskinoabend gegönnt und sind ehrlicherweise überrascht gewesen - positiv überrascht! RE5 ließ sich wesentlich einfacher verfolgen (man hatte immer einen Durchblick - anders als in Teil 4), die Kämpfe waren exelent durchchoriografiert (wie Bin32 schon schrieb) und der rasante und originelle Einstieg in den 5ten Teil hinterließ einen positiven Eindruck. Im Großen und Ganzen würden wir diesen Film mit dem ersten teil gleichstellen. Gelungenes Teil-Deutsches Kino!!
80%
buxbaum
geschrieben am 29.09.2012 um 13:52 Uhr
habe den film in amerika gesehen. es ist vielleicht nicht der beste, dennoch ist er gut gefilmt und die 3d szenen sind der hammer. fand es auch toll dass die alten darsteller wieder mit dabei waren...leider ist die kritik nicht ganz sachlich geschrieben. bei reisdent evil sieht es so aus: entweder man liebt die filme oder man hasst sie. ich freue mich auf den letzen teil ,der die reihe abschließen wird. danke anderson für einen tollen kinoabend :)
50%
El Pistolero
geschrieben am 24.09.2012 um 19:34 Uhr
Also ich bin dafür dass Anderson die Reihe noch mit nem letzten Film abschließt. Ich bin großer Fan seiner Filme, aber Retribution hat er echt in den Sand gesetzt. Ich war zutiefst enttäuscht. Der Film bot eigentlich nur einen Übergang zum nächsten Teil. Der Cliffhanger war aber ziemlich gut wie ich fand. Dieses alternative apocalyptische Resident Evil gefällt mir ziemlich gut. Ich denke die Reihe verdient einen würdigen Schluss und Anderson hat ja schon angekündigt, dass Teil 6 sein Letzter sein wird. Dass es irgendwann einen Remake geben wird, bezweifle ich nicht. RE ist einfach ein vielseitiges Produkt und ich denke mal wenn irgendwann Romero nicht mehr auf dieser Welt weilt, wird irgendein cooler Produzent sein Drehbuch herauskramen =)
Volker
geschrieben am 21.09.2012 um 20:16 Uhr
Schlechteste Filmereihe, der 5 Teil hats bewiesen. Hier haben wir dasselbe Prinzip wie bei jedem ResiFilm...Shoot Em Up funktioniert wunderbar...hier habe ich mich tierisch gelangweilt und gehofft das der Film bald zuende ist.... schlechtester Teil der Reihe...... Nachdem 6 wird hoffentlich die Reihe mal nach den Spielen empfunden dann hätte man einen Atmosphärischen, Horror-Aktionfilm.
70%
Bin32
geschrieben am 20.09.2012 um 10:40 Uhr
Als Fan der Reihe (Spiele und Filme) war ich einer der ersten die den Film in der Preview sehen konnten, und was soll ich sagen ? Der Film ist genau wie die letzten Resi Filme: Action Pur! Gnadenloses Rumgeballer, fantastische Effekte, gut durchchoriografierte Kämpfe und auch sonst ist der Film ein Augenschmaus. Story und Dialoge sind wieder bodenlos Schlecht und ein massiver Cliffhänger am Ende ist eigentlich eine Frechheit, gibt aber schonmal einen Ausblick auf den letzten Teil der Reihe...
Ann
geschrieben am 18.09.2012 um 20:49 Uhr
Anderson und Resident Evil... Lediglich das Intro zum vierten Bleger (Regen in Tokyo) ist da wirklich hängen geblieben, weil der böse unterton (haha - umgeben von "umbrellas"), die ganze szenerie und das zusmmenspiel mit musik hier gekonnt waren - zuminest meine meinung. hier dann wieder nur die möglichst gute inszenierung seiner frau - immer perfekt gestyled, egal wie kaputt sie ist. okay, sei den liebenden vergönnt, aber man sollte echt wissen, wann man aufhören sollte. die ganze technische musik nervt mich auch. der zweite film war zwar auch nicht mein highlight, aber wenigstens näher an dem, was die spiele vorgeben. zumindest von der art... schade, aber es wird seine fans finden.
mike
geschrieben am 18.09.2012 um 18:53 Uhr
Die ersten 10 min interessant....danach nur sinnloses geballer und Action im übermaß....und das ende ist so lächerlich....hoffe die Filmreihe endet hier...und vielleicht kommt ja irgendwann eine Neuverfilmung mit dem Drehbuch von George a. Romero so wie es eigentlich geplant war....
50%
Tino
geschrieben am 18.09.2012 um 17:02 Uhr
Sehr gute, sachliche Kritik. Gut und lesenswert geschrieben. Habe den Film bisher noch nicht gesehen. Kenne bisher aber die gesamte Reihe (meines Kumpels wegen) und würde denken, dass sich der Eindruck dieser Kritik bei mir beim Ansehen auch genauso bestätigen wird. Resident Evil ist mal ganz unterhaltsam wenn man ihn on Demand ausleiht, ins Kino gehe ich dafür jedoch nicht.
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