Nach Resident Evil-Hit: Austin Abrams legt mit Whalefall heftige Bruchlandung hin

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Manchmal liegen Triumph und Enttäuschung in der Traumfabrik verdammt nah beieinander. Das muss aktuell vor allem einer schmerzhaft miterleben: Austin Abrams. Erst vor wenigen Wochen feierte der Jauschauspieler mit dem von Constantin Film produzierten und von Zach Cregger inszenierten Mega-Hit Resident Evil einen absoluten Meilenstein.

Das gefeierte Reboot pulverisierte weltweite Franchise-Rekorde, steht aktuell bei weit über 360 Millionen US-Dollar Einspielergebnis und bescherte Abrams als unfreiwilligem Helden-Kurier Bryan ein gigantisches Karriere-Hoch. Doch der Sprung vom Zombie-Ausbruch direkt in den Magen eines Pottwals entpuppt sich an den Kinokassen leider als heftiger Dämpfer.

Mit Whalefall brachte 20th Century Studios am vergangenen Wochenende einen der ambitioniertesten Survival-Thriller des Jahres in die Kinos. Doch statt der erhofften Box Office-Welle gab es eine üble Bruchlandung.

Austin Abrams als Jay in Whalefall. ©20th Century Studios

Whalefall enttäuscht an den Kinokassen

Trotz überwiegend starker Kritiken (solide 71% auf Rotten Tomatoes) und begeisterter Publikumsstimmen für die beklemmende Atmosphäre, wollten die US-Zuschauer für den Überlebenskampf im Wal-Magen kaum Geld dalassen. An seinem nordamerikanischen Eröffnungswochenende spülte der Thriller von Regisseur Brian Duffield (No One Will Save You) katastrophale 7,8 Millionen US-Dollar in die Kassen.

Zusammen mit den mageren 9,6 Millionen US-Dollar aus dem Rest der Welt steht Whalefall derzeit bei gerade einmal 17,4 Millionen US-Dollar. Dem gegenüber steht ein stolzes Produktionsbudget von satten 60 Millionen US-Dollar. Damit steht fest: Das viszerale Tiefsee-Drama steuert geradewegs auf ein dickes finanzielles Minusgeschäft zu.

Wer gehofft hatte, dass das europäische Publikum den Film rettet, wird ebenfalls enttäuscht. In unseren Kinos legte Whalefall einen regelrechten Fehlstart hin und lockte am ersten Wochenende nur knapp 40.000 Zuschauer vor die Leinwände. Für einen packend inszenierten Thriller, der mit einem gigantischen, animatronischen Walkopf und extrem aufwendigen, praktischen Sets gedreht wurde, ist das ein erschreckend schwaches Interesse.

Psychodrama und Familiengeschichte

Dabei liegt die Schuld keineswegs an der schauspielerischen Leistung. Genau wie in Resident Evil beweist Austin Abrams auch in Whalefall, dass er eine irre Präsenz besitzt und einen klaustrophobischen Survival-Trip fast im Alleingang tragen kann.

Während er im Zombie-Schocker aber mit dem perfekten Mix aus Gore und Humor punktete, schlägt Whalefall als Mischung aus Psychodrama und Familiengeschichte deutlich schwerere, fast schon spirituelle Töne an – und das war dem breiten Mainstream-Publikum neben starker Konkurrenz möglicherweise zu viel.

Für Austin Abrams bleibt zumindest ein Trost: Sein Standing als neuer Liebling der Genre-Fans steht dank Resident Evil felsenfest. Bleibt zu hoffen, dass Whalefall zumindest im späteren Streaming-Heimkino die Aufmerksamkeit und Liebe bekommt, die der Film rein qualitativ eigentlich verdient hätte.

©20th Century Studios

Geschrieben am 19.10.2026 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Whalefall