Horror, insbesondere im Independent-Bereich, erlebt derzeit ein komplett neues Hoch, das es zuletzt 1999 mit The Blair Witch Project und 2007 mit Paranormal Activity gab: Obsession – Du sollst mich lieben und Backrooms regieren im Moment die Welt.
Für Hollywood-Verhältnisse haben sie mit 750.000 respektive 10 Millionen US-Dollar kaum Geld gekostet. Nun haben es die beiden Produktionen auch nach Deutschland geschafft – Backrooms regulär, während Obsession – Du sollst mich lieben offiziell zwar erst ab dem 25. Juni 2026 läuft, aber seit einigen Tagen bereits in diversen Vorpremieren zu sehen ist.
Obwohl Kinofilme gerade mit Sommerhitze und Fußball zu kämpfen haben, was die hiesigen Kinocharts mit erschreckend niedrigen Besucherzahlen zum Ausdruck bringen, scheint zumindest Backrooms sehr immun gegen beides zu sein.
Trotz Widerstand gelang es dem Film des erst 20-jährigen Regisseurs Kane Parsons, zum Start ganze 180.000 Tickets zu verkaufen, womit sich der Streifen mühelos an die Spitze der Kinocharts setzen konnte.
Auf dem zweiten Platz findet sich das Revival von Scary Movie, das am dritten Wochenende noch einmal knapp 52.500 Kinogänger in die klimatisierten Säle lockte. Abgerundet werden die Top 3 von Steven Spielbergs Alien-Rückkehr in Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit, die an ihrem zweiten Wochenende noch einmal von 40.000 Filmbegeisterten gesehen wurde.
Die Handlung von Backrooms: Kahle, verschachtelte Büroflure, endlose beige-gelbe Wände, ein unaufhörliches, unerträglich lautes Surren von Leuchtstoffröhren: Die „Backrooms“ beschreiben eine neue Art von Albtraum, eine menschenleere Parallelwelt sich wiederholender, fensterloser Stockwerke, die unsere Realität auf den ersten Blick spiegelt und sich ihr doch mit jedem Schritt weiter entzieht. Verstörend verlassen wirken die labyrinthischen Räume, doch allein ist man dort nicht …

©Constantin Film