Moviebase Cottage Country

Cottage Country
Cottage Country

Bewertung: 60%

Userbewertung: 50%
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Originaltitel: Cottage Country
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 29.11.2013
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: Unbekannt
Lauflänge: Unbekannt
Studio: Whizbang Films
Produktionsjahr: 2012
Regie: Peter Wellington
Drehbuch: Jeremy Boxen
Darsteller: Malin Åkerman, Lucy Punch, Tyler Labine, Benjamin Ayres, Sabrina Grdevich, Dan Petronijevic, Jim Annan

Wenn es in Genrefilmen in eine Hütte im Wald geht, ist das Resultat meist klar. Irgendetwas schleicht um das Haus herum und meuchelt nach und nach die Bewohner nieder. Mitunter gibt es ein paar Variationen, was den Handlungsverlauf angeht. Aber ansonsten sind diese Filme doch alle gleich – oder?

Nicht unbedingt. Zuletzt bewies das blutige Remake von „Evil Dead“, dass die Zeiten des Hüttenhorrors noch lange nicht vorbei sind und auf den ersten Blick einfältige Geschichten durchaus virtuos in Szene gesetzt werden können. Das zeigte auch der von „Avengers“-Regisseur Joss Whedon geschriebene „The Cabin in the Woods“, der mit eben jenem Klischee spielt und eine ganz eigene Variante präsentiert. Etwas spaßiger ging es dagegen in der Hütte der Splatterkomödie „Tucker & Dale vs. Evil“ zu, die hierzulande lediglich auf DVD erschien.

Einer der Hauptdarsteller aus letztgenanntem Film wagt sich nun einmal mehr in Gefilde fernab der Zivilisation. Tyler Labine, der den Dale verkörperte, zieht es in „Cottage Country“ als Todd zusammen mit der Schwedin Malin Akerman („Stolen“, „Rock of Ages“) als Cammie in die Holzhütte seiner Eltern. Dort möchte er seiner Angebeteten einen Heiratsantrag machen. Ganz romantisch bei einer Bootstour in den Sonnenuntergang – besser geht es nicht. Wäre da nicht sein Bruder Salinger (durchgeknallt: Dan Petronijevic), der mit seiner Freundin Masha (Lucy Punch aus „Bad Teacher“) vor hat, ebenfalls ein paar freie Tage in dem Familienhäuschen zu verbringen. Das gefällt den Turteltauben natürlich gar nicht.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Brüdern wird Salinger durch Todd schwer verletzt – und stirbt. Als der hilflose Todd Cammie von dem Missgeschick berichtet, beschließen sie, die Leiche verschwinden zu lassen und auch Masha umzulegen. Klingt nach einem einfachen Plan, da in der Pampa niemand anderes lebt. Was das Pärchen aber nicht weiß: Salinger hatte vor seinem Tod jede Menge Leute zu einer Party in der Hütte eingeladen.

„Cottage Country“ beginnt als schwarzhumoriges Splatterfest, das Parallelen zu „Tucker & Dale“ aufweist. Labine gibt wieder einmal den dicklichen Trottel, dem man einfach nicht böse sein kann. Selbst dann nicht, als er seinen eigenen Bruder tötet. Zynische Dialoge werden hier gepaart mit schmerzhaften Axthieben und anderen Brutalitäten. Daneben glänzt die wunderschöne Malin Akerman als überraschend schlagfertige und taffe Frau, die Labine fast schon den Rang in Sachen „Geht mir am Arsch vorbei“ abläuft. So verschieden die beiden auch sind, als ungleiches Paar funktionieren sie hervorragend.

Mit erfrischender Unterstützung in Form von Bier lässt sich die Regiearbeit von Peter Wellington, der in seiner 21-jährigen Karriere erst zwei Spielfilme realisierte, gut aushalten und dank derber Sprüche und blutig-lustigen Einlagen sorgt das Szenario für gelungene Unterhaltung – zumindest in der ersten Hälfte. Was dann geschieht ist ein kompletter Umbruch der Handlung und es wirkt nahezu so, als ob Serienautor Jeremy Boxen plötzlich keine Lust mehr auf einen spaßigen Hinterwaldsplatter hatte.
 
Der Ton ändert sich, und so wird aus Heiterkeit purer Ernst. Das Kaltgetränk kann abgestellt werden, denn zu lachen gibt es nun kaum noch etwas. Stattdessen wird viel diskutiert und die Situationen werden immer absurder. Wirklich schlecht ist das zwar nicht, zumal sich die Regie und das Spiel der beiden Protagonisten sehen lassen können. Allerdings entpuppt sich die zweite Hälfte als weitestgehend fade.

Auch im Falle von „Cottage Country“ zeigen die Trailer nur die halbe Wahrheit. Wer sich auf einen durch und durch böshumorigen Ausflug in die Hütte einstellt, wird nach etwa einer Stunde eines Besseren belehrt. Die nette Idee zumindest ist nach dieser Zeit schon verbraucht, so dass nur noch Platz für abgedroschene und langwierige Szenen bleibt.

Fazit: Starker Auftakt, schwache Entwicklung: Was als ironischer Spaß mit Metzeleinlagen beginnt, endet in einem lahmen, zu voll gepackten Drama. Schade!

>> verfasst von Janosch Leuffen

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