Halloween Ends – Green: «Ein Laurie vs. Michael-Film war nie geplant»

Halloween Ends! Mit anderen Worten: Das diesjährige Fest der Geister ist schon wieder vorbei, aber während das traditionelle Event 2023 natürlich wieder zurückkehren wird, war es das jetzt erst einmal mit neuen Slashern, in denen sich Final Girl Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) und Boogeyman Michael Myers (James Jude Courtney) gegenseitig an den Kragen gehen.

Seit die 30 Millionen US-Dollar schwere Schauermär aus dem Hause Universal Pictures & Blumhouse Productions weltweit im Kino läuft, haben sich schon einige Fans darüber beschwert, dass Halloween Ends nicht der Film geworden sei, der ihnen schon vor einem Jahr versprochen wurde – einer, der sich im Kern mit dem allerletzten Aufeinandertreffen zwischen zwei Genre-Ikonen befasst.

Stattdessen wurde jetzt die Psyche einer komplett neu eingeführten Figur beleuchtet, die in Halloween Kills und Halloween (2018) überhaupt kein Thema war, daher auch wie aus dem Nichts kam. Es stellt sich also die Frage, wieso Regisseur David Gordon Green (kommende Der Exorzist-Trilogie, Ananas Express) und sein Team nicht den Streifen aus dem Hut gezaubert haben, den nahezu alle Trailer zum Werk suggeriert haben:

David Gordon Green verteidigt seine Entscheidungen. ©Universal Pictures

Keine Showdown-Schlägerei in HALLOWEEN ENDS

«Wir mussten eine Entscheidung darüber treffen, wie wir uns von diesen Charakteren verabschieden wollen, haben dabei allerdings kein einziges Mal darüber nachgedacht, ein Finale über Laurie Strode und Michael Myers zu machen», erklärt Green lachend, als er in einem aktuellen Interview mit Movie Maker darauf angesprochen wird.

«Die Idee, dass Halloween Ends eine Art Showdown-Schlägerei zwischen den beiden sein muss, kam uns nie in den Sinn. Mir war zwar schon bewusst, dass einer von ihnen gewinnen, der andere verlieren würde, aber uns war nach weitaus mehr als das. Also haben wir uns überlegt, wie wir das letzte Kapitel beenden könnten. Anschließend haben wir das gemacht, was außer uns keiner jemals gewagt hätte – eine Liebesgeschichte.»

«Das war unser Weg, uns mit einem Knall vom Franchise zu trennen. Wir haben der Gemeinschaft und diesen ikonischen Figuren quasi unser Herz ausgeschüttet, uns zudem mit der Frage beschäftigt, wie ein echter Psychopath entsteht – und das ohne dabei Michaels eigene psychologische Vergangenheit zu beleuchten.»

Der Mythos Michael Myers soll unerklärt bleiben

«Andere Regisseure vor mir haben so etwas bereits versucht, doch mich selbst hat das nie so recht interessiert, weil es Michael als Wesen weniger unheimlich macht. Wir wollten die Entwicklung vom Bösen an sich thematisieren.» Dagegen spricht ja auch nichts – der 47-Jährige muss aber verstehen, dass Fans natürlich nicht umsonst verärgert sind. Denn letzten Endes ändern seine Aussagen nichts an der Tatsache, dass die Werbung genau den Film angeteasert hat, den er nicht machen wollte.

In Greens Halloween Ends sind schon vier Jahre seit den blutigen Ereignissen von Halloween Kills vergangen. Laurie lebt inzwischen mit ihrer Enkelin Allyson zusammen, schreibt ihre Memoiren. Der Psychopath und Serienmörder Michael Myers wurde seitdem nie wieder gesehen. Für Laurie Grund genug, sich endlich von dem Schrecken loszusagen, der ihre Realität jahrzehntelang bestimmt hat, Angst und Wut den Rücken zu kehren und ihr Leben zu genießen.

Doch als der junge Babysitter Corey Cunningham (Rohan Campbell) völlig unerwartet beschuldigt wird, einen kleinen Jungen ermordet zu haben, entfacht das eine neue Welle der Gewalt und des Terrors, die Laurie zwingt, sich noch einmal dem ultimativen Bösen zu stellen – und es endgültig auszulöschen!

©Universal Pictures

Geschrieben am 02.11.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Halloween Ends, News, Top News



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