Marionette – Trailer: Ein zehnjähriger Junge, der die Zukunft kontrolliert

Es gibt Kurzfilme, die das bleiben, was sie sind – kleine Geschichten, die uns für ein paar Minuten in eine andere Welt entführen. Andere jedoch sind zu Höherem bestimmt und schaffen im Bestfall sogar den Sprung von der Video-Plattform YouTube auf die Kinoleinwand.

Beispiele wie Mama von ES-Regisseur Andy Muschietti oder Lights Out von Berufskollege David F. Sandberg (Annabelle 2, Shazam!) beweisen, dass es absolut möglich ist, von jetzt auf gleich vom einstigen Hobbyfilmer zum zukünftigen Hollywood-Giganten aufzusteigen.

Oft vergehen zwischen der Umsetzung eines Kurzfilmes und der darauf basierenden Langversion lediglich ein paar Jahre. Doch es gibt Erzählungen, die ihr wahres Potenzial erst mit der Zeit so richtig entfalten.

In diese Kategorie fällt auch eine Kreation des niederländischen Filmemachers Elbert van Strien, der fast drei volle Jahrzehnte verstreichen ließ, bevor er sich noch einmal genauer mit dem Universum aus seinem 1993 erschienenen Projekt De marionettenwereld beschäftigte, um dieses für ein modernes Publikum zu expandieren.

Matt Damon wurde von einer Schauspielerin ersetzt

Und auch wenn sich vermutlich die wenigsten von uns an den übersinnlichen Thriller erinnern können, so blieb er vor allem einem ganz Großen im Filmbusiness im Gedächtnis hängen – Matt Damon.

Als der Star aus Die Bourne Identität und Der Marsianer – Rettet Mark Watney davon Wind bekam, dass Elbert van Strien seine eigene Schöpfung erweitern möchte, soll der Schauspieler umgehend zum Telefon gegriffen und ihn angerufen haben.

Nur die beiden Herrschaften wissen, wieso die Hauptrolle im Spielfilm nun aber doch nicht von Damon sondern von Thekla Reuten (Warrior Nun) gespielt wird, obwohl der Charakter in der Vorlage noch männlich war.

Der plötzliche Geschlechtertausch, den Reuten höchstwahrscheinlich mit ihrer überzeugenden Performance beim Vorsprechen gleich selbst ausgelöst hat, soll sich in Marionette allerdings weder positiv noch negativ auf das Wesen auswirken:

«Elbert van Striens Geschichte ist stark, zeitlos und selbst in unserer Gegenwart immer noch relevant», bestätigt Reuten gegenüber NU.nl. «An der Figur wurde rein gar nichts geändert, nur das Geschlecht ist ein anderes. Marianne ist kein Charakter, der sich an Stereotypen orientiert. Das habe ich schon gespürt, als ich das Drehbuch gelesen habe. Sie ist sachlich und verzichtet auf ein Theater.»

Wurde auch Mariannes Zukunft gemalt? ©S&R Films

Wenn der Verstand auf eine harte Probe gestellt wird

Die Rede ist von Kinderpsychologin Marianne Winters, die im Streifen ihren Mann an einen zufälligen, aber schweren, verheerende Verletzungen verursachenden Unfall verliert. Trotzdem möchte sie schon kurz nach ihrer schwierigen Trauerphase wieder ins Berufsleben zurückkehren und ihre Tätigkeit, die sie vor der Tragödie immer hervorragend ausgeführt hat, fortsetzen.

Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass sich ihr neuer Patient, ein zehnjähriger Junge, der offensichtlich gerne unheimliche Bilder malt, als potenzielle Gefahr für die gesamte Menschheit herausstellt. Denn während der Therapie teilt der harmlos wirkende Junge der Witwe immer wieder mit, dass er angeblich die Zukunft kontrolliert und diese auf düsteren Bildern festhält.

Natürlich lacht Marianne diese Behauptungen zunächst alle weg und versucht stattdessen herauszufinden, weswegen ein Kind jemals etwas in diese Richtung von sich geben sollte – bis sie auf erinmal doch noch Grund zu der Annahme hat, dass etwas Wahres an diesen sich unwirklich anhörenden Worten dran sein könnte.

Denn als Marianne mit eigenen Augen zu sehen bekommt, wie die Visionen des Jungen zur Realität werden, fängt sie im Schock, aber auch in der Faszination langsam damit an, eine gefährliche Obsession zu entwickeln, die ihr ganzes Leben und ihre eigene Wahrnehmung zum Entgleisen bringen könnte.

S&R Films veröffentlicht Marionette in den USA am 3. November als Stream auf Portalen wie Spectrum, Comcast, Cox, DirecTV, Dish, Fios, Amazon oder Vimeo, bevor das Werk ab dem 3. Dezember auch auf iTunes, Vudu/Fandango oder Google Play aufgerufen werden kann.

©S&R Films

Geschrieben am 01.10.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Marionette, News



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