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Ali, der Anfang hat mich sofort an "Final Destination" erinnert. Diese Ventilatoren verheißen einfach nichts Gutes.

(lacht) Da hast du völlig recht.

Wir sollten unsere Exemplare schleunigst loswerden.

Ja, nicht wahr? Ich hätte meine gleich mitnehmen sollen. (lacht)

In „The Diabolical“ verkörperst du nach „Resident Evil: Afterlife“ oder „Heroes“ ohnehin wieder eine taffe Frau, die in diesem Fall alles für ihre Kinder tut.

Genau. Für mich war der Ansatz von Regisseur Alistair Legrand ziemlich spannend. Er erschuf eine Frau, die es zum Schutz ihrer Kinder mit eigenartigen Umständen aufnimmt. Ihr Leben ist ein einziger Kampf. Zur selben Zeit ist es aber auch eine Reise, während der sie auf die Probe gestellt wird und zu ihrer inneren Stärke findet.

Interessant ist, dass der Film eigentlich dort beginnt, wo die meisten Haunted House-Abenteuer ihren Höhepunkt finden.

Ja, es geht vom ersten Moment an gleich zur Sache.

Für deine Figur und ihre Kinder gehört das Übersinnliche sogar schon zum Alltag. Glaubst du, dass man sich selbst an solche Erscheinungen gewöhnen könnte?

Möglicherweise. Aber auch nur dann, wenn es sich um einen gutmütigen Geist handelt, der einem erscheint. (lacht)

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Alistair Legrand ist der Ansicht, dass man in einem Genrefilm nicht zu lange vom Publikum erwartete Szenen aufsparen sollte und er deswegen auf eine langsame Einführung verzichtete. Teilst du diese Meinung?

Absolut. Alistair vergöttert das Horror-Genre und wollte es huldigen. Deshalb setzte er auf jene Elemente, auf die er als Zuschauer selbst großen Wert legt. Aber er mag andere Genres genauso gerne, in denen beispielsweise Familiendynamiken eine bedeutsame Rolle spielen. In „The Diabolical“ führt er beides zusammen, was ihm wirklich erstaunlich gut gelungen ist.

Viele Regisseure empfinden eine ausführliche Charaktereinführung als unumgänglich.

In unserem Fall ging es vor allem darum, auf Alistair und seine Vision zu vertrauen. Er war nicht daran interessiert, das zu machen, was viele andere Regisseure vor ihm taten. Ihm war es wichtig, neue Wege zu gehen und seine eigenen Ideen zu entwickeln.

Du hattest aber keine Bedenken, dass man sich als Zuschauer zu schnell sattsehen könnte, weil man die Wesen gleich von Beginn an zu Gesicht bekommt?

Darüber habe ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken gemacht. Das Drehbuch ist sehr originell. Da hat Alistair wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Insbesondere deswegen, weil er keinen reinrassigen Horrorfilm auf die Beine gestellt hat, was den Film von der Masse abhebt und mich letztlich dazu brachte, mitzumachen.

Ab der zweiten Filmhälfte wird sogar eine völlig neue Richtung eingeschlagen. Fandest du das nicht riskant? Immerhin wird auf einen Schlag das Genre gewechselt.

Weißt du, es ist witzig. Oft nehme ich eine Rolle an, weil ich logischerweise daran glaube, dass es am Ende ein guter Film werden könnte. Manchmal sage ich aber auch gerne zu, wenn sich die versprochene Erfahrung vielversprechend anhört. Als ich das Drehbuch zu „The Diabolical“ auf dem Tisch hatte, las es sich alles andere wie ein 0815-Horrorfilm. Es werden so viele Dinge miteinander verknüpft und trotzdem funktioniert der Film als ein Ganzes.

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Ohne zu viel vorweg zu nehmen, aber Wissenschaft und grenzenlose Möglichkeiten werden ebenfalls thematisiert. Ist es nicht unheimlich, dass auch in der Realität immer mehr möglich ist, was eigentlich nicht möglich sein sollte?

Doch. Gerade so Sachen wie das Klonen finde ich beängstigend. Außerdem können Informationen in den falschen Händen gehörigen Schaden anrichten und etwas scheinbar Gutes entpuppt sich schließlich als bösartig.

Du hast mit einigen erfahrenen Regisseuren wie David R. Ellis oder Paul W.S. Anderson zusammengearbeitet. Wie kann man dich als Spielfilmdebütant, so wie Alistair Legrand es war, zum Unterschreiben eines Vertrages überzeugen?

Ich habe seine Kurzfilme gesehen, die mich mit ihrer Schönheit überwältigt haben. Für „The Diabolical“ setzte er sich richtig ins Zeug und entwarf jede Menge Layouts und Pläne, wie er all seine Ideen ausführen wollte. Das war ein Film, den er unbedingt realisiert haben wollte, weswegen er mit viel Leidenschaft zu Werke ging. Seine Art und Weise, wie er Regie führt und mit den Schauspielern harmoniert, bewog mich dazu, das Risiko auf mich zu nehmen und es einfach zu versuchen.

Du agierst mittlerweile schon seit über 15 Jahren in Horrorfilmen. Hat sich das Genre für dich seit „Final Destination“ verbessert oder verschlechtert?

Da habe ich keine Ahnung. Ich glaube, das kannst du sehr viel besser beantworten als ich. Für mich war es jeweils die Figur, in die ich mich vernarrt hatte und wegen der ich mich auf Reisen begab. Was denkst du denn?

Meine Beobachtung war, dass heute mehr Regisseure ihre eigenen Visionen umsetzen können, da Genrefilme für über 20 Millionen Dollar rar geworden sind und sich Low Budget-Produktionen sowie gewagte Konzepte immer mehr durchsetzen.

Ja. Und es scheinen jetzt vor allem Zombies und übernatürliche Elemente zu sein, die stark gefragt sind.

Apropos Zombies: 2017 sehen wir dich abermals als Claire Redfield im großen Finale „Resident Evil: The Final Chapter“.

Gerade weil es der letzte wird, war es enorm aufregend. Ich konnte es kaum abwarten, wieder Zeit mit Milla Jovovich und Paul W.S. Anderson zu verbringen. Es war einfach toll, die ganze Crew wieder zusammengebracht und erneut Claire Redfield verkörpert zu haben. Ich liebe diese Rolle einfach. Sie ist eine furchtlose Anführerin, die dir im Kampf schnell mal das Genick brechen kann. (lacht)

Abschließend brauchen wir noch einen kleinen Koch-Tipp, da du mit „Kitchen Revelry“ ein eigenes Buch mit einigen Rezepten auf den Markt gebracht hast. Welches Menu würdest du uns vor, während oder nach der Sichtung von „The Diabolical“ empfehlen?

(lacht) Lasst mich mal überlegen... Wie wäre es mit saftigen Fleischbällchen an einer blutig roten Tomatensauce?

Hört sich lecker an. Die werden wir gleich mal ausprobieren.

Na dann viel Glück dabei. (lacht)

  • von Carmine Carpenito




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