Moviebase Loved Ones - Pretty in Blood, The

Loved Ones - Pretty in Blood, The
Loved Ones - Pretty in Blood, The

Bewertung: 70%

Userbewertung: 81%
bei 34 Stimmen

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Originaltitel: The Loved Ones
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 25.02.2011
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 18
Lauflänge: 87 Minuten
Studio: Ambience Entertainment / Koch Media
Produktionsjahr: 2009
Regie: Sean Byrne
Drehbuch: Sean Byrne
Darsteller: Xavier Samuel, Victoria Thaine, Robin McLeavy, Jessica McNamee, Richard Wilson, John Brumpton, Fred Whitlock

Australier haben einen besonderen, nur bedingt Mainstream-kompatiblen Humor. Wer je noch einen Beweis für diese These gesucht hat, der dürfte hier fündig werden. „The Loved Ones“ verquickt Horror mit sehr schwarzen Pointen und einer Überdosis „Pretty in Pink“-Feeling. Das Übel beginnt dort, wo nicht wenige über Jahre einen ganz realen Albtraum durchleben: In der High-School. Die zurückhaltende Lola (Robin McLeavy) ist nicht unbedingt eine der Mädchen, die in der Gunst der Jungs sehr weit oben stehen. Auch Brent (Xavier Samuel), ihr Auserwählter für den High-School-Abschlussball, lässt sie eiskalt abblitzen. Er will lieber mit seiner Freundin Holly (Victoria Thane) zu der Feier gehen, an die sich jeder noch in Jahren erinnern wird.

Doch soweit kommt es nicht. Denn Lola ist schneller und schnappt Holly ihren schnuckeligen Brent vor der Nase weg. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von ihrem Dad (John Brumpton), der für seinen kleinen Liebling wortwörtlich über Leichen geht. Als Brent nach einem kurzzeitigen Knockout wieder zu sich kommt, findet er sich gefesselt in einer mehr als ungewöhnlichen Partyrunde wieder. Lola, aufgehübscht in einem Traum aus Pink, ihr nicht minder seltsamer Dad und ihre offenbar geistig abwesende Mutter sitzen mit dem verdutzten Gast am liebevoll dekorierten Partytisch – Papiertröten inklusive.

Das ist die Ausgangslage, aus der „The Loved Ones“ sein böses, schwarzhumoriges Waffenarsenal abfeuert. Filmemacher Sean Byrne überzeichnet die Szene mit sichtlichem Genuss bis ins Groteske. Erst werden die Pappkrönchen rausgeholt, dann regnet es Konfetti und schließlich kommen Hammer, Nägel und Bohrmaschine zu ihrem verdienten Einsatz. In diesem absurden Passionsspiel im australischen Outback ergeben Wahnsinn und verschmähte Liebe einen tödlichen, äußerst blutigen Cocktail. Der bemitleidenswerte Brent, der nach dem Unfalltod seines Vaters ein nicht verarbeitetes Trauma mit sich herumträgt, zeigt jedoch echte Nehmerqualitäten. Für das Überleben im Horrorfilm ist das eine nicht unerhebliche Voraussetzung. Ohne den Ausgang der eigentlich tieftraurigen Geschichte zu verraten, lässt sich sagen, dass auf den Jungen – und uns Zuschauer – noch einige Überraschungen warten.

Immer wieder wechselt Byrne hierbei den Schauplatz. Um Brents besten Kumpel und dessen scheinbar gelangweilte Abendbegleitung etabliert er eine vornehmlich an pubertäre High-School-Komödien angelehnte Parallelhandlung, die zunächst wie überflüssiges Füllmaterial erscheint. Später wird die Verbindung zu Brents misslicher Lage jedoch zunehmend deutlich, was auch auf der Farm die blutige Dynamik der Ereignisse nochmals erhöht. Byrnes quietschbunte „Misery“-Variante spart zudem nicht an subtil eingestreuter Kritik am bereits unter Jugendlichen weit verbreiteten Schönheitswahn. Nicht zufällig kleidet sich die resolute Lola in ein grelles Barbie-Outfit, das den Irrsinn uniformer Schönheitsideale in einem einzigen Bild sichtbar macht.

Das Interessante an dieser kleinen, fiesen Genreproduktion ist nicht zuletzt, wie Byrne die Gefühlslage seiner Protagonisten mittels Musik einfängt und hörbar macht. Gerade während der ersten halben Stunde kommuniziert „The Loved Ones“ größtenteils über die Auswahl seiner Songs. So unterschiedlich Brent und Lola sind, so unterschiedlich ist auch ihr jeweiliges Thema. Brents Seelenqualen zeichnen sich neben den selbstzugefügten Narben an seinem Arm auch in der aggressiven Heavy Metal-Musik ab, die er auf seinem Mp3-Player hört. Lola wiederum träumt sich in eine typische 80er-Jahre-Pop-Nummer hinein, deren Harmlosigkeit in einem ironischen, da größtmöglichen Gegensatz zu ihren wahren und alles andere als harmlosen Absichten steht.

Lola-Darstellerin Robin McLeavy gelingt das Kunststück, eine rücksichtslos mordende Psychopathin mit Ödipus-Komplex nicht zu einem bloßen Hassobjekt werden zu lassen. Natürlich fiebert man mit Brent mit, was allerdings nicht bedeutet, dass die Gegenseite automatisch zu einem profillosen Monster mutiert. In der schaurig-schrägen Lametta-Stimmung scheint vielmehr immer wieder auch eine tief empfundene Einsamkeit durch. Man ahnt, welche Zurückweisung und Demütigung Lola während ihrer High-School-Zeit erfahren haben muss. McLeavy ist sogar noch als blutverschmierte Prom-Queen auf eine gewisse, wenn auch verquere Art niedlich. Ihre Lola bringt uns schließlich auf eine besonders plastische Weise den Text des Nazareth-Klassiker „Love Hurts“ zurück ins Gedächtnis. „Take a lot of pain“ heißt es da in einer Zeile. Brent wird dem nicht widersprechen wollen.

>> verfasst von Marcus Wessel

90%
Micha
geschrieben am 25.02.2013 um 17:28 Uhr
Ein first class 1 A - Horrorfilm!!! Absolute Kaufempfehlung!
70%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 05.08.2012 um 13:48 Uhr
Netter aber etwas kurz geratener Film. Dass jemand sich eine eigene Party mit Geiseln zuhause organisiert und am Tisch mit ihnen feiert ist ein alter Hut . "Ab in die Ewigkeit" bzw. "Happy Birthday to me" heißt ein Film aus 1981 indem ebenfalls ein Collegegirl ihre Schulkameraden zuhause an den Tisch zur Party bittet. Xavier Samuel im Film mit Mähne als eine Art König der Löwen hat als Schauspieler wenig Talent und zieht von seiner Gefangennahme bis zum Ende die selbe langweilige Mine vor sich hin (wenn nicht gerade das üppige Haar ohnehin schon alles nervtötent verdeckt (Ein Wischmopp mit Augen) Ansonsten lässt sich der Film prima anschauen und Victoria Thaine macht ihre Sache als Killierlolita wirklich gut. Alles andere ist leider wie schon beschrieben nur gut abgekupfert.
100%
CaptainSpaulding
geschrieben am 23.03.2011 um 11:00 Uhr
Der Film ist der Wahnsinn! Ich schaue mir seid Jahren jeden neuen Psycho/Splatter-Streifen an aber dieser hat mich wirklich umgehaun. 100% Unterhaltungswert! Wird wirklich nie langweilig! Man leidet richtig mit den jungen mit und man nimmt den Màdchen und man kauft ihn seine Rolle jede Sekunde ab! Die Splatterszenen finde ich persònlich mit der Metalmusik extrem cool!
40%
Kakaomaus
geschrieben am 01.03.2011 um 12:00 Uhr
Ich verstehe die Bewertung bei diesem Film nicht.Die Horrorszenen erinnern mich stark an Hostel, bei dem viel gemeckert wurde.Allein die durchgeknallte Lola war nett anzusehen.
100%
Fritz
geschrieben am 25.02.2011 um 19:00 Uhr
Einfach nur einsame spitze. Lange nicht mehr so ein geniales Independent-Werk gesehen. Steht ganz weit oben auf meiner Rangliste!!
90%
Filfan
geschrieben am 19.02.2011 um 13:00 Uhr
Toller genialer Film der RICHTIG WEHTUT! Man leidet mit. Hofft das es nicht schlimmer kommt, wäre in dem Horrorfilm das Wort ABER nicht drin.Serh spannend inszeniert. Empfehlenswert? Absolut!
50%
Chris
geschrieben am 12.02.2011 um 16:00 Uhr
Hab mir den Film gestern aus der Videothek geholt. Der Trailer sah so vielversprechend aus, das ich angst hatte das es mal wieder so ein Film ist wo der Trailer überzeugend ist und der eigentliche Film dann totaler schrott. aber ganz im gegenteil ist es bei the loved ones. ich liebe kleine psycho-mädchen und der film hat es wirklich total toll rübergebracht. nur empfehlenwert !!!
100%
Marc
geschrieben am 02.09.2010 um 12:00 Uhr
Hammergeiler Streifen. Publikum hat gegröhlt. Mehr solche Filme!
100%
Robin
geschrieben am 01.09.2010 um 18:00 Uhr
Hab ihn gestern auf dem Fantasy Film Fest gesehen und alle fanden ihn super! War aber auch nochmal ein richtig guter Splatterfilm mit einer grandiosen Psychopathin! Prädikat: Jetzt schon Kult!
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