Moviebase Ouija

Ouija
Ouija

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Originaltitel: Ouija
Kinostart: 22.01.2015
DVD/Blu-Ray Verkauf: 04.06.2015
DVD/Blu-Ray Verleih: 04.06.2015
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 86 Minuten
Studio: Universal Pictures
Produktionsjahr: 2012
Regie: Stiles White
Drehbuch: Edward Kitsis und Adam Horowitz
Darsteller: Olivia Cooke, Ana Coto, Daren Kagasoff, Bianca A. Santos, Douglas Smith

Mehr als 90 Millionen Dollar hat der vergleichsweise günstig produzierte Gruselstreifen des emsigen Produzentengespanns Michael Bay und Jason Blum („Insidious“-Reihe) bislang weltweit in die Kinokassen gespült. Ein warmer Regen, der umgehend die üblichen Geschäftsmechanismen in Gang setzte und eine Sequel-Ankündigung nach sich zog. Wie so oft stehen finanzieller Erfolg und künstlerische Qualität allerdings im Missverhältnis. Selbst wenn „Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel“ keine filmische Vollkatastrophe ist, wie manch ein Kritiker behauptet, fällt die Adaption des gleichnamigen Hasbro-Gesellschaftsspiels insgesamt zu formelhaft und handzahm aus, um nachhaltigen Schrecken zu verbreiten.

Als die Highschool-Schülerin Debbie auf dem Dachboden ihres Elternhauses ein Ouija-Brett findet, lässt sie sich von ihrer Neugierde treiben und versucht, entgegen allen Spielregeln, ganz alleine Kontakt zur Welt der Toten herzustellen. Ein fataler Fehler, wie sich sehr schnell zeigt. Denn plötzlich steht sie im Bann einer bösen Macht, die sie schließlich in den Selbstmord treibt. Ihre beste Freundin Laine (Olivia Cooke) ist tief bestürzt, entdeckt kurze Zeit später aber selbst das Hexenbrett und will fortan unbedingt eine Verbindung zum Jenseits aufbauen, um von Debbie Abschied nehmen zu können. Gemeinsam mit ihrer rebellischen Schwester Sarah (Ana Coto), ihrem Lover Trevor (Daren Kagasoff), ihrer Freundin Isabelle (Bianca A. Santos) und Debbies Freund Pete (Douglas Smith) hält Laine eines Abends eine Ouija-Séance ab, die tatsächlich ein jenseitiges Wesen hervorlockt. Allerdings nicht den Geist der Verstorbenen, sondern eine Erscheinung, die auf Rache sinnt.

Die Faszination am Unbekannten und Übersinnlichen ist ungebrochen und wird nicht zuletzt vom Spielzeuggiganten Hasbro genährt, der seit 1991 das Ouija-Brettspiel unters Volk bringt. Einmal mit den Toten sprechen können – dieser beunruhigende, aber auch verlockende Gedanke liegt dem Regiedebüt des „Possession“ und „Poltergeist“-Autors Stiles White zu Grunde, der sich zunächst ausgiebig Zeit nimmt, um die unheimliche Ausgangssituation auch ausreichend zu etablieren. Laines Trauer – ein entscheidender Antrieb für ihre hartnäckigen Recherchen und das Übertreten der Schwelle – kommt dabei keineswegs zu kurz. Zwischen ihr und Debbie bestand ein enges Band, das wird mehr als deutlich.

Was ruhig und bedächtig beginnt, läuft während der Séance erwartungsgemäß auf einen ersten Höhepunkt hinaus. Typische Vorzeichen – Botschaften, die aus dem Nichts erscheinen – erweisen sich nun als handfeste Bedrohung, die den Beteiligten nicht mehr von der Seite weicht. Brav und artig hangeln sich White und Koautorin Juliet Snowden (gleichzeitig seine Ehefrau) fortan von einem Genremuster zum nächsten, kreieren hier und da einen halbwegs wirkungsvollen Schockmoment, schaffen es auf diese Weise allerdings nicht, den abgebrühten Zuschauer ernsthaft zu verstören. Vieles bleibt pure Konvention. So auch eine ältere Frau, die sich mit einem Mal als spiritistische Expertin entpuppt und derart offensichtlich das Etikett „Funktionsfigur“ trägt, dass es fast schon wieder lustig ist.

Während die Erzählung bis zum Ende raffinierte Abwandlungen vermissen lässt, präsentieren sich Spezialeffekte und Szenenbild in mehr als ordentlichem Zustand. Das alleine hebt den leidlich spannenden, vorwiegend an ein Teenager-Publikum gerichteten Okkult-Thriller jedoch nicht über andere 08/15-Horror-Werke hinaus.

>> von Christopher Diekhaus

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