Moviebase Game of Werewolves

Game of Werewolves
Game of Werewolves

Bewertung: 80%

Userbewertung: 75%
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Originaltitel: Lobos de Arga
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 14.12.2012
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 98 Minuten
Studio: Telespan 2000, Senator Home Entertainment
Produktionsjahr: 2011
Regie: Juan Martínez Moreno
Drehbuch: Juan Martínez Moreno
Darsteller: Mabel Rivera, Manuel Manquina, Carlos Areces, Luis Zahera, Secun de la Rosa, Gorka Otxoa

Genrekino aus Spanien ist längst kein Geheimtipp mehr. Jaume Balagueró kann mit seinen Werken „REC“, „Sleep Tight“ oder „Fragile – A Ghost Story“ als Paradebeispiel genannt werden. Er und seine spanischen Kollegen etablierten die südländische Horrorkost in Europa, einige ihrer Werke wie etwa der Zombieschocker „REC“ schafften es gar über den großen Teich und wurden entsprechend neu aufgelegt. Regisseur Juan Martínez Moreno wütet nun mit seinem „Game of Werewolves“ – wie es der Titel bereits richtig vermuten lässt – auf dem Gebiet der Werwölfe. Dabei zelebriert der Filmemacher ausgerechnet in einem friedlichen abgelegenen spanischen Örtchen seine im wahrsten Sinne äußerst haarige Schreckenstortur.
 
Tomás (Gorka Otxoa), ein wenig erfolgreicher Schriftsteller, ist nun auch noch von einer hartnäckigen Schreibblockade geplagt. Da kommt es ihm gerade recht, dass er in seinem galizischen Heimatdorf einen Preis verliehen bekommen soll. Zusammen mit seinem Hund Vito folgt er der Einladung und die beiden machen sich auf den Weg in die spanische Provinz. Doch – von seinem alten Kumpel Calisto (Carlos Areces)  abgesehen – begegnen ihm die Dorfbewohner nicht ganz so herzlich wie erwartet. Schließlich taucht auch noch ausgerechnet die Person auf, die Tomás am wenigsten gebrauchen kann: Mario (Secun de la Rosa), sein Verleger, der mal wieder auf der Flucht vor der Polizei ist.
 
Und als wäre das nicht schon genug, wird der vom Unglück Verfolgte selbst auch noch von einem Werwolf heimgesucht  und von Unbekannten zusammengeschlagen. Kurze Zeit später wacht er an ein Kreuz geknebelt wieder auf. Nun dämmert Tomás so allmählich, dass er unter völlig falschen Tatsachen hierher gelockt wurde. Denn ein hunderte Jahre alter Fluch lastet auf dem Dorf, der alle Bewohner zu Werwölfen mutieren lässt. Und ausgerechnet er ist der Auserwählte, der geopfert werden soll, um den Fluch zu beenden…
 
Unser Protagonist hat im Leben eh schon nicht viel zu lachen und wagt sich zur kreativen Ideenfindung in sein Heimatdorf, in dem keiner so wirklich scharf auf seinen Besuch ist. Gleich zu Beginn macht sich eine wohlig gruselige Atmosphäre mit südländischem Flair breit, denn die Bewohner des kleinen Ortes wirken vom Fleck weg äußerst zwielichtig. Tomás juckt das herzlich wenig. Er lebt in den Tag hinein und merkt nicht, dass um ihn herum etwas Furchtbares seinen Lauf nimmt.
 
Bevor es mit der großen Jagd auf die haarigen mutierten Menschenbestien tatsächlich los geht, kann das „Spiel der Werwölfe“ mit seinen skurrilen Figuren und dem grotesken Humor alle Sympathien für sich verbuchen. Neben unserem fröhlich-freundlichen Autor mit Schreibblockade sticht vor allem sein bester Freund als Sprüche klopfende Dumpfbacke und trampeliger Fettnäpfchentreter positiv hervor. Doch immer dann, wenn es drauf ankommt, hält er einen (schmerzhaften) Rat bereit. Da muss dann auch schon mal ein Finger dran glauben. Solange es dem Schutze vor den angreifenden Werwölfen dient, sind solche Maßnahmen natürlich gestattet.
 
Apropos Werwölfe: Bei der Kreierung dieser eigentlichen Hauptdarsteller wurde nahezu gänzlich auf CGI-Effekte verzichtet. Und das ist gut so, denn die Kostüme und das Make Up können sich wirklich sehen lassen. So laufen alsbald unzählige Wolfmans durch das ansonsten selige Dorf und richten allerlei Verwüstung an. Meterhohe Sprünge und waghalsige Flüge sind dabei noch das kleinste Übel. Die eh schon recht wenigen Anwohner werden gnadenlos ausgeweidet und verspeist – zur Freude von Splatter- und Gorefans.
 
Das Rad erfindet zwar auch Moreno nicht neu, allerdings versprüht seine Werwolf-Variante einen ungeheuren Charme. Darüber hinaus gelingt es dem spanischen Regisseur, das Spektakel mit einer unheimlichen und düsteren Aura zu versehen, sodass der Witz nie überhand gewinnt und in Klamauk abdriftet. Die Auflösung dient zwar lediglich als Mittel zum Zweck und zwischenzeitlich verbucht die Horrorkomödie einige Hänger. Die werden durch den toll aufspielenden Cast und darauffolgende temporeiche Hetzjagden aber schnell wieder weggebügelt.
 
„Game of Werewolves“ ist eine kleine Horrorperle aus Spanien. Jederzeit merkt man den Beteiligten ihre Motivation und Freude an diesem Genrewerk an. Der klasse Humor sorgt gepaart mit derben Splatterszenen und schrulligen wie grundsympathischen Charakteren für einen kurzen, dafür aber rundum gelungenen Filmabend. Mögen die Spiele beginnen!

>> verfasst von Janosch Leuffen

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