Moviebase Suicide Squad

Suicide Squad
Suicide Squad

Bewertung: 40%

Userbewertung: 45%
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Originaltitel: Suicide Squad
Kinostart: 18.08.2016
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: - Minuten
Studio: Warner Bros.
Produktionsjahr: 2016
Regie: David Ayer
Drehbuch: David Ayer, John Ostrander
Darsteller: Margot Robbie, Cara Delevingne, Jared Leto, Will Smith, Scott Eastwood, Ben Affleck, Jai Courtney, Viola Davis, Joel Kinnaman Amanda Brugel, Ike Barinholtz, Common, David Harbour, Jay Hernandez, Chato Santana

Der Angriff von Warner Brothers auf die seit vielen Jahren erfolgreich laufende Marvel-Kinoreihe kommt gerade erst ins Rollen. Und schon zeichnet sich ab, dass das „DC Extended Universe“ der Disney-Konkurrenz fürs Erste nicht das Wasser reichen kann. Auf den monotonen Krawall-Blockbuster „Man of Steel“ folgte im März 2016 der Giganten-Clash „Batman v Superman: Dawn of Justice“, der allenfalls sporadisch überzeugen konnte. Besserung ist auch mit „Suicide Squad“, dem dritten Beitrag im DC-Verfilmungsmarathon, nicht in Sicht. Stattdessen fällt das heiß erwartete Antihelden-Treffen noch ein Stück weit schwächer aus als seine beiden Vorgänger. Ein Umstand, der auf die ansehnlichen Einspielergebnisse bis jetzt allerdings keinen Einfluss hatte.

Die Handlung schließt direkt an „Batman v Superman: Dawn of Justice“ an, der mit dem – vermeintlichen – Tod des Man of Steel endete. Auf der Suche nach neuen Weltrettern entwickelt die taffe Regierungsbeamtin Amanda Waller (Viola Davis) den Plan, eine Gruppe berüchtigter Krimineller zu seiner Spezialeinheit zusammenzuziehen. Bei ihren Vorgesetzten stößt die Idee zunächst auf ungläubiges Staunen. Doch kurz darauf bekommt Amanda grünes Licht und muss sich sputen, ihre Einsatztruppe in Stellung zu bringen, da sich die bislang im Körper der Archäologin June Moone (Cara Delevingne) gefangene Urzeit-Hexe Enchantress befreien kann und einen Vernichtungsfeldzug gegen die Menschheit startet. Angeführt vom Elitesoldaten Rick Flag (Joel Kinnaman), einem engen Vertrauten Wallers, ziehen der Auftragsmörder Deadshot (Will Smith), die verrückte Ex-Psychiaterin Harley Quinn (Margot Robbie), der pyrokinetisch veranlagte El Diablo (Jay Hernandez), der gerissene Captain Boomerang (Jai Courtney), der mutierte Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) und der Söldner Slipknot (Adam Beach) in den Kampf gegen Enchantress, die in Midway City für Tod und Zerstörung sorgt.

Der Einstieg macht durchaus Lust auf mehr. Regisseur und Drehbuchautor David Ayer („Herz aus Stahl“, „Sabotage“, „End of Watch“) stellt uns mit rasant geschnittenen Szenen, prägnanten Inserts und einer lässig-ironischen Musikuntermalung die schräge Antihelden-Truppe vor und konzentriert sich dabei besonders auf den ultrapräzisen Killer Deadshot, den Will Smith mit cooler Attitüde zum Besten gibt, und die von Margot Robbie lustvoll überdreht gespielte Harley Quinn, die mit dem Joker (interessant, aber nur selten richtig unheimlich: Jared Leto) verbandelt ist. Ihre Liebesbeziehung zum clownesken Superschurken besitzt beträchtliches Verstörungspotenzial, wird hier allerdings nur schlaglichtartig beleuchtet. Für eine der ästhetisch schönsten Einstellungen im ganzen Film – Stichwort: Farbenspiel – ist dennoch das Anarcho-Pärchen verantwortlich, dem die Macher in zukünftigen DC-Arbeiten etwas mehr Aufmerksamkeit schenken dürfen.

Obwohl Margot Robbie und Will Smith ihren Figuren – nicht zuletzt dank launiger Sprüche – eine prägnante Ausstrahlung verleihen, ist schon im ersten Drittel erkennbar, dass es der von Amanda Waller zusammengetrommelten Verbrechertruppe insgesamt an Ecken und Kanten fehlt. Abgesehen von Quinn und Deadshot belässt es Ayers Drehbuch bei allzu flüchtigen Hintergrundgeschichten, sodass die übrigen Mitglieder des titelgebenden Selbstmordkommandos lediglich eindimensionale Handlanger und Stichwortgeber bleiben. Gerade weil „Suicide Squad“ in vielen Fällen keinen großen Wert auf eine originelle und einprägsame Charakterzeichnung legt, wirken die sporadisch eingestreuten emotionalen Momente wie alibimäßige Versuche, Tiefe vorzugaukeln. Mitreißen kann man den Zuschauer auf diese Weise sicher nicht.

Als großes Ärgernis erweist sich Gegenspielerin Enchantress, deren Auslöschungsplan bereits recht willkürlich daherkommt. Dummerweise erscheint die allmächtige, von digitalem Budenzauber umgebene Antagonistin in Cara Delevingnes uncharismatischer Darstellung darüber hinaus zu keinem Zeitpunkt furchteinflößend, sondern schlichtweg lächerlich. Ein trauriges Bild, da der Film doch eigentlich den drohenden Untergang der Menschheit beschwören möchte. Nicht weniger ernüchternd ist der Plot, den David Ayer rund um seine Protagonisten gesponnen hat. Geboten bekommen wir nicht viel mehr als eine beliebige, wendungsfreie Rettungsmission, die von einer Kampfsequenz zur nächsten eilt. Krachend-spektakuläre Effekte sind dabei im Überfluss vorhanden. Auf Dauer ruft das erzählerisch anspruchslose Getöse allerdings Ermüdungserscheinungen hervor, was „Suicide Squad“ als durchweg packendes Actionabenteuer endgültig disqualifiziert. Bleibt nur zu hoffen, dass die kreativen Köpfe hinter dem „DC Extended Universe“ aus ihren Fehlern lernen und dem Publikum 2017 mit „Wonder Woman“ und „Justice League“ zwei echte Superhelden-Kracher präsentieren.

>> von Christopher Diekhaus

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