Moviebase Within

Within
Within

Bewertung: 50%

Userbewertung: 55%
bei 45 Stimmen

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Originaltitel: Crawlspace
Kinostart: 23.03.2017
DVD/Blu-Ray Verkauf: 12.10.2017
DVD/Blu-Ray Verleih: 12.10.2017
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 84 Minuten
Studio: The Safran Company
Produktionsjahr: 2016
Regie: Phil Claydon
Drehbuch: Gary Dauberman
Darsteller: Michael Vartan, Erin Moriarty, Nadine Velazquez, Ronnie Gene Blevins, JoBeth Williams, Dorian Kingi, Blake Jenner

Das eigene Heim als vermeintlich sicherer Rückzugsort, in dem wider Erwarten böse Kräfte walten. Unzählige Spannungsfilme spielen mit der beängstigenden Vorstellung einer Gefahr in den eigenen vier Wänden, die den anfangs ahnungslosen Bewohnern immer heftiger zusetzt. Gefallen an diesem Standardmuster fand auch der britische Regisseur Phil Claydon, der zuletzt mit der Horrorkomödie „Lesbian Vampire Killers“ von sich hören ließ. „Within“ – so der Titel seiner neuen Arbeit – basiert auf einem Drehbuch von Genre-Vielschreiber Gary Dauberman („It“, „Annabelle 2“) und vertraut die meiste Zeit auf Altbewährtes, weshalb man keine großen Offenbarungen erwarten sollte. Zufriedenstellende Schauspielleistungen und eine bis zur Hälfte ordentlich aufgebaute Ungewissheit heben den im März 2017 hierzulande mit einem kleinen Kinostart versehenen Suburbia-Thriller von allzu platter Stangenware ab. Für ein rundum überzeugendes Angsterlebnis reicht es jedoch nicht, da dem Film ab Mitte des zweiten Aktes spürbar die Puste ausgeht.

Während ihr verwitweter Vater John (Michael Vartan, „Bates Motel“) und seine zweite Frau Melanie (Nadine Velazquez, „Major Crimes“) voller Stolz ihr neues Haus in einer schmucken Vorstadtsiedlung betreten, passt Hannah (Erin Moriarty, „The Philosophers – Wer überlebt?“) der Umzug überhaupt nicht in den Kram, weil sie ihren Freund (Blake Jenner, „Everybody Wants Some!!“) nicht mehr regelmäßig sehen kann. Zu allem Überfluss hat sie außerdem schon nach kurzer Zeit das Gefühl, dass an diesem Ort seltsame Dinge vor sich gehen. Unheimlich verläuft auch ihre erste Begegnung mit dem schmierigen Nachbarn Ray Walsh (in einer undankbar klischeehaften Rolle: Ronnie Gene Blevins, „The Neighbor – Das Grauen wartet nebenan“), der sich an ihrer Videokamera zu schaffen macht. Und noch dazu erfährt Hannah von einem kleinen Jungen, dass ihr Heim aufgrund tragischer Ereignisse in der Vergangenheit vielen Menschen aus der Gegend nicht geheuer ist. Erstaunt muss die junge Frau feststellen, dass John über die düstere Vorgeschichte Bescheid weiß.

Um Hannah weitestgehend an das neue Anwesen zu binden, schreibt ihr das Drehbuch einen längeren Hausarrest auf den Leib, der auch einen Grund für das ramponierte Verhältnis zu ihrem Vater liefert. Immer wieder zicken sich die beiden an, wobei John seine Hände keineswegs in Unschuld waschen kann. Im Gegenteil, wiederholt tätigt er unbedachte, wenig einfühlsame Äußerungen, die den Zuschauer umso mehr auf Hannahs Seite ziehen. Parallel zur Etablierung der Familiensituation schmeißen Claydon und Dauberman den Gruselmotor an, indem sie diverse Auffälligkeiten in den Blick nehmen: Türen gehen langsam auf. Ein Bild fällt urplötzlich herunter. Ein Nagel kommt ein Stück weit aus der Wand heraus. Nachts wird Hannahs Decke weggezogen. Lichter gehen an und aus. Und ein Schränkchen verändert seine Stellung. Beunruhigt ist anfangs nur die Heranwachsende, die irgendwann – wie soll es anders sein – auch den finsteren Dachboden erkundet und sich anschließend sicher ist, dass die neuen Inhaber nicht alleine sind.

Kontinuierlich streut „Within“ weitere Hinweise aus und setzt auf routinemäßige Genremittel wie eine unheilvoll aufjaulende Tonspur, geisterhafte Videoaufnahmen und schattenhafte Umrisse, die ein grobes Bild der Gefahr vermitteln, ohne jedoch alles zu verraten. Zu kippen beginnt das merkwürdige Treiben, als der Film zum ersten Mal expliziter wird und dabei gleich in den Bereich des unfreiwillig Komischen abrutscht. Auch im Anschluss hat der eher unblutige Horrorthriller noch einige vernünftige Gänsehautmomente zu bieten, schafft es aber nicht, die immer häufiger auftauchenden Unglaubwürdigkeiten im Handlungsablauf zu verwischen. Da die plumpen Hintergründe der Bedrohung aus der Drehbuchmottenkiste stammen und das turbulent-düstere Finale einmal mehr allzu deutlich die Logik über Bord wirft, kann sich der angestrebte Nervenkitzel nicht richtig entfalten. Ein Schmunzeln ruft in jedem Fall der Versuch hervor, das hochgradig generische Szenario durch Bezüge zur Finanz- und Immobilienkrise von 2008 aufzuwerten. Zwischendurch fallen kleine Andeutungen. Und vor dem Abspann gibt es eine kurze Textinformation. Wirklich ernst nehmen kann man die thematische „Anreicherung“ jedoch nicht.

>> von Christopher Diekhaus

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