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Moviebase Polaroid

Polaroid
Polaroid

Bewertung: 30%

Userbewertung: 62%
bei 28 Stimmen

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Originaltitel: Polaroid
Kinostart: 10.01.2019
DVD/Blu-Ray Verkauf: 17.05.2019
DVD/Blu-Ray Verleih: 17.05.2019
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: Unbekannt
Studio: Dimension Films
Produktionsjahr: 2017
Regie: Lars Klevberg
Drehbuch: Blair Butler
Darsteller: Javier Botet, Kathryn Prescott, Tyler Young, Madelaine Petsch

Mit einem Kurzfilm Aufmerksamkeit erregen und später eine Langversion von eben dieser Geschichte drehen. Vor allem im Horrorkino haben einen solchen Weg in den letzten Jahren – siehe „Mama“-Schöpfer Andy Muschietti und „Lights Out“-Macher David F. Sandberg – diverse Regisseure beschritten. Einreihen kann sich nun auch der Norweger Lars Klevberg, der seinen eigenen, 15-minütigen Gruselstreifen „Polaroid“ zu einem abendfüllenden Schauervergnügen ausarbeiten durfte. Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Missbrauchsvorwürfe gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein landete der ursprünglich für Sommer 2017 angekündigte Spukthriller allerdings im Giftschrank, aus dem er erst im Anschluss an die Insolvenz des Weinstein-Unternehmens durch eine Rechteübertragung befreit werden konnte. Warum sich der deutsche Verleih tatsächlich dazu entschlossen hat, einen Kinostart anzusetzen, bleibt nach Betrachten von Klevbergs Langfilmdebüt ein großes Rätsel. Viel mehr als blutleeren Horror aus der Mottenkiste bekommt das Publikum nicht geboten.

Die in einem Antiquitätenladen jobbende Außenseiterin Bird Fitcher (Kathryn Prescott, „The Hive“) staunt nicht schlecht, als ein Kollege ihr eines Tages eine uralte Polaroid-Kamera überreicht. Neugierig stürzt sich die Jugendlichen auf das Sammlerstück und knipst begeistert erste Bilder, ohne zu ahnen, dass ein gefährlicher Fluch auf dem Vintage-Apparat lastet. Nachdem Bird während einer Feier einige Mitschüler fotografiert und von einem ersten merkwürdigen Todesfall in ihrem Umfeld erfahren hat, beschleicht sie ein schrecklicher Verdacht: Allem Anschein nach findet jeder, den sie ablichtet, nur wenig später ein grausames Ende. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht sie, zusammen mit den anderen Betroffenen, das Geheimnis der Sofortbildkamera zu ergründen und so weiteres Unheil abzuwenden.

In welche Richtung der Hase laufen wird, unterstreicht schon der Prolog, der das mörderische Potenzial des Fotoapparates erstmals illustriert. Brav und artig spult Klevberg hier das kleine Einmaleins des Bangemachens ab, ohne jedoch eine sonderlich intensive, unheimliche Atmosphäre zu erzeugen. Die Idee einer todbringenden Kamera mag an sich nicht gähnend langweilig sein, entwickelt – zumindest in diesem Fall – aber keine Tragfähigkeit für einen rund 90-minütigen Spielfilm. Bereits sehr früh plätschern die angestrengten Nachforschungen vor sich hin, was das Interesse an der Auflösung des Spuks in den Keller sausen lässt. Inhaltliche Substanz gaukelt das dünne, von Blair Butler („Hell Fest“) verfasste Drehbuch lediglich vor und degradiert die durchaus ambitionierten Themen Mobbing und Missbrauch zu schmückendem Beiwerk in einer selten aufregenden Geisterbahnfahrt.

Dass sich die Anteilnahme in engen Grenzen hält, liegt freilich auch am klischeehaften Figurenpersonal. Selbst die im Zentrum stehende Blair bleibt ernüchternd farblos, obwohl gerade ihr Dilemma – immerhin bringt sie ihre Mitmenschen unwillentlich in Gefahr – Potenzial für einen emotional ergreifenden Charakterbogen birgt. Klevberg und Butler schenken der jungen Frau zwar eine tragische Hintergrundgeschichte, bauen diese allerdings arg halbherzig in die Gruselhandlung ein, sodass der erzählerische Kniff – sieht man von einer bewegenden Offenbarung ab – wirkungslos verpufft.

Schockmomente laufen meistens nach dem gleichen Schema ab. Allzu oft versinkt die Leinwand in umfassender Dunkelheit, die allein natürlich noch lange keine dichte Gänsehautstimmung schafft. Und noch dazu fallen die Spezialeffekte höchst bescheiden aus. Dass es nicht viel braucht, um den Zuschauer zu verunsichern, beweist der Auftritt Grace Zabriskies („Twin Peaks“) als Lena Sable, deren böse Blicke für ein Frösteln sorgen. Retten kann sie den leidenschaftslos und überraschungsarm heruntergekurbelten Horrorbeitrag aber schon deshalb nicht, weil sie nur wenig Leinwandzeit bekommt.

>> von Christopher Diekhaus

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