Moviebase Nightmare - Schlaf nicht ein!

Nightmare - Schlaf nicht ein!
Nightmare - Schlaf nicht ein!

Bewertung: 30%

Userbewertung: 25%
bei 44 Stimmen

Jetzt voten:
Originaltitel: Slumber
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 05.04.2018
DVD/Blu-Ray Verleih: 05.04.2018
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 85 Minuten
Studio: Tea Shop & Film Company, Goldcrest Films International
Produktionsjahr: 2017
Regie: Jonathan Hopkins
Drehbuch: Richard Hobley, Jonathan Hopkins
Darsteller: Maggie Q, Honor Kneafsey, Will Kemp, Sylvester McCoy, Kristen Bush

Das Phänomen der Schlafparalyse, eine kurzzeitige Lähmungsphase während der Nachtruhe, mit der Wahrnehmungsstörungen und Halluzinationen einhergehen können, scheint es Filmemachern angetan zu haben. Erst 2017 erreichte der von eben dieser unheimlichen Störung handelnde Horrorthriller „Dead Awake – Wenn du einschläfst, bist du tot“ den hiesigen Heimkinomarkt, entpuppte sich trotz einer interessanten Ausgangslage aber als erschreckend dilettantischer Pseudoschocker. Nur unwesentlich besser macht es nun das abendfüllende Debütwerk von Jungregisseur Jonathan Hopkins, das der deutsche Verleih auf dem DVD-Cover vollkommen irreführend als Mischung aus „Lights Out“ und „Don’t Breathe“ anpreist. Statt echten Nervenkitzel zu produzieren, führt „Nightmare – Schlaf nicht ein!“ eher dazu, dass man den englischen Originaltitel „Slumber“ wörtlich nimmt und einfach wegschlummert.

Seit dem mysteriösen Tod ihres kleinen Bruders leidet Alice Arnolds (Maggie Q, „Die Bestimmung – Allegiant“) unter grauenhaften Albträumen. Passenderweise arbeitet die junge Frau in einem Schlaflabor, wo sie anderen Menschen hilft, ihre Beklemmungen loszuwerden. Eines Tages stellt sich bei ihr die verzweifelte Familie Morgan vor, die im Kollektiv beängstigende Nächte durchlebt und zur Beobachtung in der medizinischen Einrichtung bleiben soll. Während der Untersuchung attackiert der Vater (Sam Troughton, „The Ritual“) im Dämmerzustand die überrumpelte Alice und wird nach dem Angriff von der Polizei verhaftet. Die Ärztin stellt daraufhin weitere Nachforschungen an und findet heraus, dass eine dämonische Kreatur, die offenbar auch ihren toten Bruder bedrängt hat, ihre neuen Patienten heimsucht.

Wahre Begebenheiten dienten Hopkins und Koautor Richard Hobley als Inspiration für ihren Angsttrip, der nach einem kurzen Prolog mit einigen Berichten über die Wirkung der Schlaflähmung beginnt. Unterlegt sind die bedrückenden Schilderungen mit unheilvollen Klängen und düsteren Abbildungen – unter anderem dem berühmten Gemälde „Der Nachtmahr“ von Johann Heinrich Füssli. Ein effektiver Einstieg, der die Hoffnungen auf einen soliden Horrorfilm nährt. Gruselig wird es auch dann, wenn „Nightmare“ in das Leben der Morgans eintaucht und zeigt, wie alle Familienmitglieder bis auf Sohn Daniel (Lucas Bond, „Of Kings and Prophets“) schlafwandeln und dabei verstörende Dinge tun. Obwohl der Regisseur an dieser Stelle beweist, dass er den Zuschauer packen und überraschen kann, verliert er schon bald den Zugriff auf seine Geschichte.

Ähnlich wie in „Dead Awake“ wiederholen sich bestimmte Szenen – besonders Daniels Wahrnehmung der nächtlichen Übergriffe – und verlieren dadurch rasch an Schrecken. Noch dazu wird Alices Trauma recht unbeholfen in den Haupthandlungsstrang rund um die geplagten Morgans eingewoben, was den Film um eine stärkere emotionale Ausdruckskraft bringt. Auch wenn Hopkins hier und da kleine Schockeffekte einstreut, plätschert das Geschehen ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin und wird zu allem Überfluss um einen Knallchargen-Charakter „bereichert“, den das Drehbuch unmotiviert einführt, um die Hintergründe des Spuks ein wenig zu erläutern. Paradiesvogel Amado (Sylvester McCoy, „Sense8“) – so der Name des skurril-überzeichneten Erklärbären – wirft ständig mit halbgaren Stichworten herum und mutiert in Windeseile zu einer klischeegetränkten Witzfigur.

Spätestens im auch handwerklich verunglückten Finale, das eine läppische Auseinandersetzung mit dem Albtraum-Dämon bebildert, überschreitet „Nightmare“ unwiderruflich die Grenze zur Lächerlichkeit und disqualifiziert sich damit endgültig als spannender, unter die Haut gehender Genrebeitrag. Deutlich wird im Umkehrschluss, dass der auf dem Cover prangende Vergleich mit den weitaus fesselnderen Spannungsarbeiten „Lights Out“ und „Don’t Breathe“ eine billige, komplett aus der Luft gegriffene Marketingentscheidung ist. Augenwischerei, wie sie bei viel zu vielen unterdurchschnittlichen Heimkinoveröffentlichungen betrieben wird.

>> von Christopher Diekhaus

Bewertung abgeben:




Iron Sky 2: The Coming Race
Kinostart: 21.03.201920 Jahre nachdem die Nazis vom Mond aus einen Nuklearkrieg begannen, ist die Erde unbewohnbar geworden. Seitdem formieren sich die Überlebenden zu einer großen Kolonie ... mehr erfahren
Wir
Kinostart: 21.03.2019In Us thematisiert Jordan Peele einen Familienausflug, der vollkommen außer Kontrolle gerät. Duke und and N’yong’o spielen verheiratete Eheleute, die mit ihren Kind... mehr erfahren
Friedhof der Kuscheltiere [2019]
Kinostart: 04.04.2019Friedhof der Kuscheltiere wird eine moderne Neuauflage von Stephen Kings Horror-Klassiker um Louis Creed, der mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern in ein Hau... mehr erfahren
Hellboy: Call of Darkness
Kinostart: 11.04.2019Im neuen Film trifft Hellboy auf die mysteriöse Blood Queen. Verkörpert wird letztere von Resident Evil-Amazone Milla Jovovich in ihrem ersten großen Auftritt als Lein... mehr erfahren
Lloronas Fluch
Kinostart: 18.04.2019La Llorona erzählt von der urbanen Legende der weinenden Frau, die ihre Kinder in einem Fluss ertränkt haben soll und anschließend Selbstmord beging. Seitdem schwebt s... mehr erfahren
Operation: Overlord
DVD-Start: 21.03.2019Im übersinnlichen Sci/Fi-Kriegsfilm Overlord wird eine Mannschaft Paratooper während der D-Day Invasion über einem kleinen Dorf in der Normandie abgeworfen. Ihr Ziel: ... mehr erfahren
Death House
DVD-Start: 28.03.2019Mitten im militärischen Sperrgebiet in der Wüste Nevadas liegt das geheime Hochsicherheitsgefängnis „DeathHouse“. Hier sitzen die brutalsten Verbrecher der USA ein... mehr erfahren
Suspiria [2018]
DVD-Start: 29.03.2019Guadagninos Suspiria ist im Berlin des Jahres 1977 angesiedelt, wo sich prominente Namen wie Arthouse-Liebling Tilda Swinton (Only Lovers Left Alive), Dakota Johnson oder... mehr erfahren
Assassination Nation
DVD-Start: 29.03.2019Highschool-Schülerin Lily (Odessa Young) und ihre Gruppe von Freunden leben in dem Städtchen Salem in einem Wirbel von Textnachrichten, Postings, Selfies und Chats, gen... mehr erfahren
Talon Falls
DVD-Start: 29.03.2019Eigentlich sollte es ein toller, gruseliger Ausflug werden, doch dann kommt alles ganz anders: Lance und seine Freunde besuchen das Horrorhaus TALON FALLS, das für seine... mehr erfahren