Moviebase Piranha 3D (Remake)

Piranha 3D (Remake)
Piranha 3D (Remake)

Bewertung: 75%

Userbewertung: 75%
bei 212 Stimmen

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Originaltitel: Piranha
Kinostart: 14.10.2010
DVD/Blu-Ray Verkauf: 17.03.2011
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 85 Minuten
Studio: Chako Film Company / Kinowelt Filmverleih
Produktionsjahr: 2009
Regie: Alexandre Aja
Drehbuch: Pete Goldfinger, Josh Stolberg
Darsteller: Elisabeth Shue, Christopher Lloyd, Eli Roth, Adam Scott, Richard Dreyfuss, Jerry O'Connell, Dina Meyer, Ving Rhames, Kelly Brook, Steven R. McQueen, Jessica Szohr, Riley Steele, Brooklynn Proulx, Ricardo Chavira, Bonnie Morgan, Gianna Michaels, Cody Longo, Adel Marie Ruiz

Als Alexandre Aja im Jahre 2003 seinen kleinen, bösartigen und verstörenden Film ″High Tension″  veröffentlichte, wurde vielen bereits klar, dass dieser junge Regisseur das Genre entscheidend prägen würde. Sein individueller Stil, sein Verständnis für das Horror-Genre und die kompromisslose Brutalität seines Erstlings ließen auf Großes hoffen. Mit ″The Hills Have Eyes″ folgte der Sprung nach Hollywood und außerdem eines der wenigen aktuellen Horror-Remakes, das als eigenständiger Film bestens funktionierte. Die Mystery-Mär ″Mirrors″ enttäuschte dann mit einer wenig ambitionierten Umsetzung der Vorlage und verschwand schnell wieder aus dem Gedächtnis (bis auf die unerreicht widerliche Badewannen-Szene). Als erste Gerüchte an die Öffentlichkeit drangen, die behaupteten, dass sich Aja nun der Neuverfilmung des Tierhorror-Knallers ″Piranha″ widmen würde und die ersten Setfotos vor allem viel Gekröse und nackte Frauen zeigten, wunderten sich nicht wenige über den Weg des einstigen Horror-Wunderkindes. Und tatsächlich fragt man sich während Ajas neuestem Werk immer wieder, wie der bierernste, zynische ″High Tension″ aus dem gleichen Hirn entspringen konnte wie diese geschmacklose Splatter-Comedy aus Bier, Blut und Brüsten.

Eine wahre Achterbahnfahrt wollte Aja mit ″Piranha″ erschaffen und das ist ihm mehr als gelungen: Langweilig wird sein neues Werk zu keiner Sekunde, ständig fliegt dem Zuschauer etwas entgegen -  allerdings keine edelmütigen blauen Außerirdischen auf prachtvollen Drachen à la James Cameron. Aja nutzt die 3D-Technik lieber, um dem Zuschauer wortwörtlich ins Gesicht reiern zu lassen oder um überdimensionale Silikonbrüste in den Kinosaal ragen zu lassen. In einer anderen Szene spuckt einer der titelgebenden Raubfische einen halbzerkauten Penis ins Publikum. Was in anderen Filmen sicherlich hochnotpeinlich wäre, passt in den Kontext dieser Bad-Taste-Orgie allerdings wie Salz und Zitrone zum Tequila. Aja ist hier ganz offensichtlich mit einer Menge Spaß bei der Sache gewesen und hat trotz allen Albernheiten auf die liebevolle Ausstaffierung seines Trash-Spektakels wert gelegt.

Das zeigt sich besonders in der gelungenen Besetzung der durchgängig klischeehaften Figuren: Die toughe Polizistin, der ungeschickte Loser (der später zum Held wird), der genial-verrückte Forscher, der skrupellose Pornoregisseur... ja genau, Pornoregisseur. Um Pornodarstellerinnen und Pornos im Allgemeinen geht es häufig in ″Piranha″, mit Kelly Brook und Riley Steele sind auch zwei Damen vom Fach mit an Bord, die sich auch außerhalb ihrer minutenlangen Nackt-Szene unter Wasser erstaunlich gut präsentieren. Besonders aber erfreuen die zahlreichen Gastauftritte und Querverweise das Herz des Filmfans. So darf Cristopher Lloyd als Meeresforscher quasi eine 1:1-Kopie seiner Rolle als Doc Brown in ″Zurück in die Zukunft″ verkörpern, Richard Dreyfuss wiederum fällt den Piranhas in einer gelungenen Hommage an ″Jaws″ als erster zum Opfer.    

Herzstück des Films ist eine knapp viertelstündige Szene, in der die garstigen Fische die bierseligen Besucher einer Springbreak-Party attackieren und dabei allerlei Blut, Gedärme und abgetrennte Gliedmaßen hinterlassen. Ving Rhames als Kleinstadtcop tritt den aggressiven Tierchen daraufhin in bester ″Braindead″-Manier mit einem rotierenden Außenbord-Motor entgegen. Nebenbei wird noch Eli Roth in seiner Gastrolle als Wet-T-Shirt-Contest-Veranstalter der Schädel eingeschlagen. Man merkt: ″Piranha″ ist der Film, den jeder pubertierende Junge gerne drehen würde, mit jeder Menge comichafter Gewalt und unzähligen nackten Frauen. Besonders die Fixierung auf letztere nervt streckenweise allerdings gehörig, nehmen die von Techno-Musik begleiteten Szenen, in denen namenlose College-Girls ihre sekundären Geschlechtsmerkmale in die Kamera halten dem Film doch einiges an Tempo und Drive und wirken auf Dauer einfach nur stumpf.  

Nichtsdestotrotz ist ″Piranha″  ein sehenswerter Film für alle, die auch gerne mal unter ihrem Niveau  lachen und die sich an sorgfältig choreographiertem Trash erfreuen können. Dass Aja sein Werk zwar zu keiner Sekunde ernst nimmt, aber dennoch auf sympathische Kleinigkeiten wert gelegt und dem Film einen stimmigen Look verpasst hat, macht ″Piranha″ zu einem großen augenzwinkernden Kinovergnügen, das man mit einem fassungslosen Grinsen an sich vorüberziehen lässt. Man darf gespannt sein, wohin seine unvorhersehbare Reise durch die Subgenres des Horrors diesen Regisseur als nächstes führen wird.

>> verfasst von Tim Lindemann

80%
octapolis
geschrieben am 21.06.2011 um 14:33 Uhr
Der Film punktet mit seiner Videoclip-Ästhetik, ner Menge Blut, gut platziertem Splatter, einem ordentlchen Tempo und dem nötigen Humor. Gutes Popcorn-Kino!
40%
sir_säpp
geschrieben am 30.03.2011 um 23:00 Uhr
Also ich weiß auch net Recht wie ich den einschätzen sollte...Irgendwie recht gut...aber andernfalls auch unsinnige Blutflussaktionen...Also kein Gruselkrams sondern eher Splatter-Lustigkeitshorror...!Aber trotzdem...man sollte den Film mal gesehen haben...
80%
Micha
geschrieben am 14.02.2011 um 06:00 Uhr
Sehr guter Horrorfilm! Die Piranhas sind exzellent gemacht, das Blut fließt in Strömen, Humor und Spannung gibt es auch! Was will man mehr? Ich kann diesen Film allen Horrorfans bedenkenlos weiter empfehlen! Ein Kauf dieser DVD / BD ist sein Geld wert! Daumen hoch!
30%
Esko
geschrieben am 10.01.2011 um 11:00 Uhr
Der Film hatte Potential, das Splatter-Ende gefiel mir gut, doch was den ganzen Film über EXTREM nervt sind diese perversen Andeutungen und Witze, die einfach nur billig sind. Ich hab nichts gegen ein paar sexistische Witze, doch der Film glich doch eher einem Soft-Porno und zwar einem Schlechten. Mal davon abgesehen war Spannung jetzt auch nicht groß. Was mir gefallen hat, war die riesige unterirdische Höhle und die Splatterszenen. Der Rest... naja...
80%
Freier Filmkritiker
geschrieben am 21.10.2010 um 15:00 Uhr
Ein Film der nie Angst macht aber dafür jede Menge Spaß mit sich bringt. Die Deutsche Kinoversion kommt mit reichlich Blut daher weshalb eine ungeschnittene DVD Version wohl eher unwahrscheinlich wird. Die 3-D Effekte sind gelungen. Vor allem die Unterwasseraufnahmen in der Piranha-Höhle sind atemberaubend schön geworden. Die Kinder und den pupertierenden Hauptdarsteller hätte man weglassen sollen, da beide auf Dauer mit ihrem Gejammer eher nerven, anstatt die Story voranzutreiben. Außerdem fehlt es an schauspielerischen Fähigkeiten. Die Mutter kommt hingegen recht glaubwürdig herüber. Der Film nimmt die Piranhas und sich selbst nicht ernst, weshalb auch die blutigsten Massen-Fress-Szenen überhaupt niemanden mehr erschrecken können. Egal...3-D Brille auf...alles nicht so ernst nehmen...und ab geht die Post!
50%
Jabbathehuels
geschrieben am 21.10.2010 um 15:00 Uhr
Leicht schales Sushi-Menu mit kräftig abgeschmeckter Titteneinlage.Die zahlreichen und schön matschigen Splattereffekte werden durch die leider etwas uninspirierte Inszenierung ihrer möglichen Wirkung beraubt, potentielle Suspensemomente sind so wirr zusammengeschustert, dass sie dramaturgisch im wahrsten Sinne des Wortes untergehen.Zudem gibts ein paar Metzelszenen, die sich hart an der Grenze von schwarzem Humor und sadistischem Selbstzweck bewegen.Für alle Jungs mit Bier- und Hormonüberschuss gewiss ein grosser Spass, Genrefans freuen sich noch über diverse Filmzitate, nicken das Ganze allerdings lediglich als netten Versuch ab.
100%
Volker
geschrieben am 20.10.2010 um 23:00 Uhr
Danke Herr Aja. Was hier gezaubert wurde ist das beste was ich seit langem im Kino gesehen habe. Spannend, witzig, brutal und Titten. Ein echter Männerfilm, soviel Gewalt und Titten wurden schon lange nicht mehr im Kino gesichtet. Danke, danke, danke, immer wieder gerne, die DVD ist schon gekauft ;-)
90%
Marinka
geschrieben am 19.10.2010 um 02:00 Uhr
Das war mal wieder ein richtig guter Splatter. Ein MUSS für jeden Fan des Genre!!!
90%
Horrorpunk
geschrieben am 15.10.2010 um 21:00 Uhr
Guter und völlig überdrehter Fun-Splatter-Party-Horror!! :D Hat Alex Aja wirklich super hingekriegt.. Story natürlich nix neues oder so aber dafür ist der Film die ganze Zeit über herrlich selbstironisch, die Figuren sympathisch und die Splatter-Effekte haun auch ordentlich rein! Nur die Piranhas selber sehn manchmal recht schlecht getrickst aus.. Trotzdem: Der beste Party-Splatter seit Braindead!!!^^
20%
Piranha
geschrieben am 15.10.2010 um 18:00 Uhr
Unter dem Niveau lachen triffts. Einfach extrem blutig. Aber dennoch kein Film zum Gruseln..
50%
Figaro
geschrieben am 14.10.2010 um 23:00 Uhr
Film super!!! Blutig lustig Partyfilm .... Note: 1+
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