Moviebase Akte X - Jenseits der Wahrheit

Akte X - Jenseits der Wahrheit
Akte X - Jenseits der Wahrheit

Bewertung: 45%

Userbewertung: 31%
bei 90 Stimmen

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Originaltitel: X-Files, The - I Want to Believe
Kinostart: 24.07.2008
DVD/Blu-Ray Verkauf: 21.11.2008
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: Unbekannt
Lauflänge: 16 Minuten
Studio: 20th Century Fox
Produktionsjahr: 2008
Regie: Chris Carter
Drehbuch: Frank Spotnitz, Chris Carter,
Darsteller: David Duchovny, Gillian Anderson, Amanda Peet, Billy Connolly, Xzibit, Mitch Pileggi, Callum Keith Rennie, Adam Godley, Nicki Aycox, Carrie Ruscheinsky, Xantha Radley, Lorena Gale, Donavon Stinson, Dion Johnstone, Sarah-Jane Redmond

Das wohl berühmteste Ermittlerduo des FBI ist zurück. Dana Scully (Gillian Anderson) und Fox Mulder (David Duchovny) begeben sich sechs Jahre nach dem Ende der neunten Staffel und zehn Jahre nach dem ersten Kinofilm wieder auf die Spur einer mysteriösen Verbrechensserie. Anfang der Neunziger Jahre löste die Serie einen regelrechten Mystery-Hype aus, der zahlreiche Klone und Ableger in Film und Fernsehen inspirierte. So wäre die moderne Popkultur ohne die Vorarbeit des von Chris Carter erdachten und insgesamt 202 Mal aufgeführten Genre-Mixes aus SciFi-, Mystery-, und Horrorelementen zweifellos um ein Phänomen ärmer. Scully und Mulder, die unnahbare, kühle Analytikerin und der von Verschwörungstheorien geradezu besessene Heißsporn, zählen ebenso wie iPod, MySpace und Die Simpsons zum Lifestyle-Inventar unserer Zeit.

Als die Handlung in Akte X – Jenseits der Wahrheit einsetzt, sind analog zum Ende der Serie sechs Jahre vergangen. Scully arbeitet als Ärztin in einem christlichen Krankenhaus, während Mulder im stillen Kämmerlein seinen Verschwörungstheorien um Außerirdische, die Regierung und dem Verschwinden seiner Schwester Samantha nachhängt. Die Arbeit im Dienst der Bundespolizei scheint der Vergangenheit anzuhören. Erst als zwei Beamte spurlos verschwinden und in der verschneiten Berglandschaft West Virginia menschliche Körperteile entdeckt werden, sollen Mulder und Scully aus dem Altenteil zurückgeholt werden.

Die mit dem Fall beauftragen FBI-Agents Drummy (US-Rapper Xzibit) und Whitney (Amanda Peet) vertrauen aber nicht nur der Erfahrung der beiden ehemaligen Vorzeigeermittler, auch ein katholischer Priester (Billy Connolly), der Visionen der verschleppten Frauen empfängt, erweist sich als Schlüssel zur Lösung des Falls. Dass er sich wegen zahlreicher sexueller Übergriffe auf minderjährige Jungen verantworten musste, nährt vor allem Scullys Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen. Doch um das Leben der Entführten zu retten, müssen die Beamten jedem Hinweis Beachtung schenken – sei er auch noch so abwegig.

Mehr sei an dieser Stelle über den Fortgang des Falls nicht verraten. Schließlich soll das Entschlüsseln der zuvor wie ein Staatsgeheimnis gehüteten Geschichte jedem Zuschauer selbst überlassen blieben. Wobei viel zu entschlüsseln gibt es eigentlich nicht. Und das ist vielleicht das größte, offensichtlichste Manko am zweiten Kinoabenteuer von Mulder und Scully. Akte X-Erfinder und Co-Autor Chris Carter legt die Karten sehr zeitig auf den Tisch. Wer dann noch hofft, der Fall würde vielleicht zum Ende hin eine trickreiche Wendung nehmen oder mit einer Umkehrung der Perspektive überraschen, der sieht sich getäuscht. So gesehen wirkt der Film zuweilen wie das amerikanische Remake des wiederum von Mystery-Serien wie Akte X beeinflussten Jean Reno-Schockers Die purpurnen Flüsse.

Ganz so düster und blutig ist das, was Carter hier auftischt, aber nicht geraten. Von einzelnen Schockmomenten einmal abgesehen, regiert eher der dezente, wohlige Schauer. Im direkten Vergleich zu manchen Vertretern des modernen Terrorkinos wie Saw oder Haute Tension versprüht Jenseits der Wahrheit (im Original: I Want to Believe) den Nervenkitzel fast schon mit angezogener Handbremse und in homöopathischen Dosen. Als Genre-Zwitter zwischen Thriller, Mystery und Horror hat der Film ohnehin ein Problem, wenn er sich in seiner Ansprache nicht nur an die eingefleischten Fans der Serie richtet. Denn im Grunde erzählt Carter eine aus allzu bekannten Motiven und Schauplätzen gestrickte Story, für die man sich paradoxerweise immer dann interessiert, wenn sie von den beiden starken Hauptcharakteren beseite gedrängt wird.

So ist es vor allem Gillian Anderson und David Duchovny zu verdanken, dass der Film letztlich nicht sang- und klanglos untergeht. Die Interaktion zwischen Mulder und Scully, ihre sehr spezielle Beziehung, die von einer altmodischen Keuschheit lebt und die dabei scheinbar unüberwindbare Gegensätze verbindet, bildet gewissermaßen das emotionale Fundament für einen ansonsten viel zu glatt inszenierten Mystery-Thriller. Akte X-Fans werden beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass sich Mulder und Scully in all den Jahren nicht wirklich verändert haben. Noch immer zeigt er sich empfänglich für das scheinbar Unerklärbare (daher auch der Original-Titel I Want To Believe), wohingegen sie in ihrem Job vornehmlich dem Glauben an die Wissenschaft verpflichtet ist. Mulder und Scully, das sind zwei starke Egos, die sich fortlaufend anziehen und wieder abstoßen.

Auf der Zielgeraden wird aus dem Duo ein Trio, wenn FBI-Direktor Walter Skinner (Mitch Pileggi) zur Freude aller Akte X-Veteranen für ein kurzes Gastspiel reaktiviert wird. Für Nostalgie bleibt aber nur wenig Zeit. Denn bei aller Wiedersehensfreude fordert der berechenbare und lahme Plot seinen Tribut.

>> verfasst von Marcus Wessel

20%
Lila
geschrieben am 27.12.2009 um 16:00 Uhr
Ich liebe Akte X :-), aber der Kinofilm ist dieser erfolgreichen Serie nie und nimmer gerecht geworden. Kann man sich einmalig zum Feierabendbierchen ansehen, hat aber keine Chance ein Juwel in der eigenen Sammlung zu werden. Mulders Synchro war zum Zittern, die Story relativ platt und gruselarm. Schade, schade man hätte sicher mehr draus machen können. Hoffentlich machen sie keinen dritten Teil. Lieber in Würde sterben lassen.
40%
Tom SAWyer
geschrieben am 15.06.2009 um 15:00 Uhr
Hätten sie sein lassen sollen...
50%
BlackMetatron
geschrieben am 11.05.2009 um 15:00 Uhr
Der zweite Kinoausflug von Mulder und Scully ist leider nichts anderes, als eine aufgeblasene Doppelfolge. Sowohl die Machart als auch der Ablauf erinnern weniger an einen Kinofilm als vielmehr an ein TV-Produkt.Das man zudem die Verschwörungstheorie hier komplett ausser Acht lässt ist eine mutige Entscheidung. Allerdings fehlt so auch ein bisschen die Verbindung zur Serie.Mulder und Scully sind trotz allem noch immer ein cooles Team, die Story ist relativ spannend, aber vom Stuhl haut einen dieser Einsatz der beiden Ermittler mit Sicherheit nicht. Da waren manche Folgen der Serie weitaus spannender.
30%
Ben
geschrieben am 23.12.2008 um 03:00 Uhr
Mit zwei anderen Hauptdarstellern ein Klasse Thriller!Als Akte X Kinofilm ein Reinfall ...
70%
Shuya Nanahara
geschrieben am 23.09.2008 um 20:00 Uhr
Also ich finde den Film auch sehr gut.. ich sag nur Back to the Roots.. denn es geht ma nicht nur um Ausserirdische und geheimnissvole raucher.. sondern ein fall wie in den ersten beiden staffeln für sich selbst.. ein manko.. Warum hat FOX nicht der Original SynchroStimme von David das gewünschte geld gegeben.. denn die neue Deutsche Synchro ist dumm.. und passt einfach nicht..
10%
Tom
geschrieben am 31.07.2008 um 00:00 Uhr
Der schlimmste AKTE-X Film aller Zeiten. Ich wurde durch und durch enttäuscht. selbst 10 Punkte sind noch zu viel von mir gibts 0 Punkte
60%
Sven
geschrieben am 27.07.2008 um 04:00 Uhr
Ich bin kein großer Fan von "Akte X". Ich kenne weder den ersten Kinofilm, noch die komplette Serie. Hier und da habe ich vereinzelt ein paar Folgen gesehen, war aber nicht sonderlich begeistert.Nun muss ich aber doch gestehen das der Film wirklich auch für "nicht-Fans" geeignet ist. Ich finde ihn recht gelungen, man kann ihn auf jeden Fall anschauen und ich werde ihn mir auch als DVD kaufen.Allerdings hatte ich mir etwas mehr Übernatürliches oder "Außerirdisches" vorgestellt, denn das kommt hier leider zu kurz, ich muss sagen das ich den Film sehr realistisch und sachlich gehalten finde. Was ihm allerdings in keinster Weise schadet.Auf jeden Fall ein netter Mystery Thriller der vielleicht manchmal sein Potential so gut wie gar nicht ausgeschöpft hat, aber von Duchovny und Anderson getragen und auch vor dem Fall gerettet wird !
90%
Pabs
geschrieben am 25.07.2008 um 23:00 Uhr
Der Film ist klasse geworden. Sehr liebevoll gemacht, finde ich.
10%
Christian
geschrieben am 25.07.2008 um 16:00 Uhr
Allen Ernstes, ich fand den Film zum Weinen. Die Story an sich ist aus den verschiedensten Filmen zusammengeklaut und unheimlich, ja unheimlich platt! Außerdem ist die neue deutsche Synchronstimme von David Duchovny schrecklich! Sie passt weder zur Figur Mulder, noch zu Duchovny selbst. An diesem Akte X Film fehlt nicht nur das "X", sondern eigentlich die ganze Akte. Oftmals wird die Handlung an den Haaren herbeigeschleift und mit dem Prügel gezüchtigt um sich dem Rest hinzugeben. Die Serie war, ohne Frage, von der ersten bis zur letzten Folge grandios, aber dieser Film ist eine schande! :-(
50%
Sascha
geschrieben am 24.07.2008 um 23:00 Uhr
Irgendwie war das nicht so ganz das, was viele wohl erwartet haben. "Jenseits der Wahrheit" ist ein durchaus spannender, wenn auch eher ruhiger und langsamer, netter kleiner Thriller, aber das was AKTE X früher ausgemacht hat, das Übernatürliche, Paranormale, etwas andere... na das "X" halt... fehlt hier leider (von den "Visionen" mal abgesehen). Der Film hätte genauso gut mit 2 anderen Hauptcharakteren funktionieren können. Nur wäre er dann wahrscheinlich in den Weiten der Videobuden verloren gegangen. Es macht durchaus Spaß, mal wieder neues von Mulder und Scully zu sehen, aber davon ab ist es doch ein eher gewöhnlicher, wenig übernatürlich und selten überraschender Thriller... und von den X-Akten doch eher eine der schlechteren.
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