Matrix Resurrections – Box Office: Neo fällt auch in China auf die Schnauze

Vor fast 20 Jahren hätte wahrscheinlich niemand erahnen können, dass irgendwann in der Zukunft ein Matrix-Ableger einen Verlust in Millionenhöhe für Warner Bros. verursachen würde – schließlich gehörte die Marke zu den gewinnbringendsten Hollywood’s. Aber genau so ist es gekommen.

Resurrections, das vierte Kapitel von Regisseurin Lana Wachowski, das 18 Jahre lang auf sich warten ließ, wurde in den USA und einigen anderen Ländern, darunter auch Deutschland, kurz vor Weihnachten ins Kino gebracht – mit verheerenden Resultaten.

In den Vereinigten Staaten konnten Neo und Trinity, die einmal mehr von Keanu Reeves und Carrie-Anne Moss dargestellt werden, lediglich etwas mehr als 35 Millionen US-Dollar einspielen.

MATRIX RESURRECTIONS verliert am Box Office

Das stellt weniger als das dar, was Reloaded 2003 an einem Tag (!) erzielt hat (37.5 Millionen US-Dollar – inflationsbereinigt reden wir sogar von über 60 Millionen US-Dollar). Die Rückkehr in die Matrix dürfte sich also als der Film herausstellen, der als großer Verlierer des Jahres 2021 in die Box Office-Geschichte eingehen wird – denn wie wir jetzt wissen, fiel der Streifen auch in jenem Land auf die Schnauze, wo man sich andere Ergebnisse erhoffte. Doch auch die Chinesen ließen Neo links liegen.

Am Startwochenende konnte Resurrections gerade einmal 7.5 Millionen US-Dollar in die Kassen schwemmen – und das, obwohl in China mittlerweile wieder erschreckend hohe Einspielergebnisse möglich wären. Noch vor wenigen Wochen war die chinesische Produktion The Battle at Lake Changjin dazu imstande, über 900 Millionen US-Dollar einzunehmen – der Beweis dafür, dass man auch mitten in der Pandemie die Kinos gefüllt kriegen kann.

Weltweit steht das Werk derzeit bei 140 Millionen US-Dollar. Da das Budget auf über 150 Millionen US-Dollar vermutet wird, müsste der Streifen noch so einige Dollarscheinchen einkassieren, um den Schaden auf ein Minimum zu beschränken – schließlich wandert im Normalfall lediglich die Hälfte der Einnahmen im Geldbeutel jenes Studios, das den jeweiligen Film auf die Beine gestellt hat.

Ein kostspieliges Comeback

Außerdem muss man bedenken, dass die reinen Produktionskosten keine Werbeausgaben beinhalten – diese werden separat gelistet. Es dürfte jedenfalls das letzte Mal gewesen sein, dass Lana Wachowski von Warner Bros. darum gebeten wird, einen neuen Matrix zu stemmen. Jahrelang verweigerte die Filmemacherin, dieses Kapitel, das einst als abgeschlossen galt, noch einmal aufzuschlagen – hätte sie es dabei belassen sollen?

Keanu Reeves konnte sich seit 2014 immerhin noch ein zweites Standbein aufbauen, da das John Wick-Franchise ziemlich schnell an Beliebtheit zulegte. Kam der Originalfilm vor acht Jahren noch auf ein zufriedenstellendes Einspielergebnis von 43 Millionen US-Dollar, erlangte der dritte Teil Parabellum sogar Blockbuster-Status – das Threequel nahm in den USA ganze 171 Millionen US-Dollar ein, sogar mehr als Matrix Revolutions, der 2003 auf etwas über 140 Millionen US-Dollar kam.

Selbstverständlich war abzusehen, dass Resurrections mit einigen Hindernissen konfrontiert wird – neben der Corona-Mutation Omikron, die jedoch alle Filme betrifft, erwiesen sich auch die parallele Home Entertainment-Premiere auf dem Streaming-Portal HBO Max und das frühzeitige Auftauchen einer hochauflösenden Raubkopie als zusätzliche Hürde, die es zu überwinden galt – dennoch dürften diese Nachteile unmöglich zu einem derartigen Kollaps geführt haben. Woran liegt es also wirklich?

©Warner Bros.

Geschrieben am 19.01.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Matrix Resurrections, News



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