Der deutsche Genrefilm wagt sich auf neues Terrain: Mit OFFLINE: Some Pranks Are Serious befindet sich aktuell eine unabhängige Produktion in Arbeit, die Filmfans das Fürchten lehren möchte – und zwar direkt über den Computerbildschirm! Autor und Regisseur Niclas Schmidt feiert mit dem Independent-Projekt sein Spielfilmdebüt und setzt dabei auf ein Konzept, das es in dieser Form im deutschen Horror-Kino bislang noch nicht gegeben hat: einen waschechten, reinrassigen „Screenlife“-Spielfilm.
Die Handlung entfaltet sich komplett über Videoanrufe, Smartphone-Displays und Social-Media-Kanäle. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Leute, die sich zu einem scheinbar gewöhnlichen, gemeinsamen Videoabend verabredet. Was als harmloser digitaler Zeitvertreib beginnt, gerät jedoch im Laufe des Abends immer brutaler außer Kontrolle.
Nach aktuellen Branchen-Recherchen betritt OFFLINE im deutschen Independent-Kino eine echte Pionierrolle. Während Found-Footage-Filme im Stil von The Blair Witch Project auch hierzulande schon umgesetzt wurden, gab es ein komplett im Desktop- und Screenlife-Format erzähltes Horror-Spielfilmprojekt aus Deutschland bisher nicht. Ein erster offizieller First Look gewährt schon einmal einen kleinen Einblick in die laufende Produktion.

Emily Zirn als Gina und Ann-Kathrin Huber als Emily. © 2026 Niclas Schmidt / OFFLINE
Dass dieses Subgenre beim weltweiten Publikum extrem nervenaufreibend funktioniert, haben US-amerikanische Vorbilder in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen. Unvergessen ist hierbei der Überraschungshit Unknown User: Der vollständig auf einem Mac-Desktop spielende Horrorfilm wurde mit einem minimalen Budget von gerade einmal einer Million US-Dollar produziert. An den weltweiten Kinokassen mutierte er zum Mega-Erfolg und spielte über 64 Millionen US-Dollar ein.
Ein weiteres, jüngeres Paradebeispiel für den Erfolg des Formats ist der Schocker Host, der mitten im ersten globalen COVID-19-Lockdown entstand. Regisseur Rob Savage drehte den Film komplett via Zoom, während die Schauspieler sich in ihren eigenen Wohnungen selbst filmen und Spezialeffekte eigenständig inszenieren mussten. Das Ergebnis war ein nur 57 Minuten langer, aber so intensiver Albtraum, dass er von Kritikern als einer der besten Horrorfilme des Jahres gefeiert wurde.
Die Chancen stehen gut, dass OFFLINE: Some Pranks Are Serious dieses Erfolgsrezept nun perfekt auf den deutschen Markt überträgt und Genrefans einen ähnlich packenden Albtraum beschert. Die Dreharbeiten laufen derzeit auf Hochtouren – man darf also gespannt sein, wie Niclas Schmidt und sein Team den deutschen Bildschirmen das kalte Grausen lehren werden.

©Universal Pictures