Ghostbusters – Kristen Wiig wurde von Resonanz der Fangemeinde überrascht

Kristen Wiig hätte sich ihren Empfang als Geisterjägerin sicherlich anders vorgestellt. Denn die Reaktionen auf ihr von Paul Feig (Brautalarm, Spy) inszeniertes Reboot der Ghostbusters-Kultreihe, besetzt mit rein weiblichen Comedians, fielen zunächst alles andere als positiv aus. Im Gespräch mit der LA Times meldete sie sich nun erstmals über die zum Teil harsche Kritik zu Wort, die ihr und Co-Stars wie Leslie Jones, Melissa McCarthy und Kate McKinnon entgegenschlug. „Es hat mich überrascht, weil sich viele Kontroversen allein darum drehten, dass wir Frauen sind. Einige Leute haben dabei sehr unschöne Dinge über uns gesagt. Es hat mich nicht verrückt gemacht, aber schon etwas deprimiert und entmutigt. Wir setzen diesen Filmen hier wirklich ein Denkmal, auf sehr würdige Weise.“ Ob der große Ärger zum Kinostart der Neuadaption verpufft? Mit Dan Aykroyd, Ernie Hudson, Sigourney Weaver und Bill Murray haben sich gleich mehrere bekannte Namen aus der Vorlage für eine mehr oder weniger umfangreiche Rückkehr angekündigt. Auch soll das Reboot viele Verweise zum Kultfilm aufweisen und einen neuen, deutlich unheimlicheren Anstrich mitbringen.

Ghostbusters

Von links nach rechts: Patty Tolan, Abby Yates, Erin Gilbert und Jillian Holtzmann

Geschrieben am 27.10.2015 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News




  • Thure

    „Es hat mich überrascht, weil sich viele Kontroversen allein darum
    drehten, dass wir Frauen sind. Einige Leute haben dabei sehr unschöne
    Dinge über uns gesagt.“

    Unschöne Dinge ist aber noch sehr nett ausgedrückt. Ich hatte neben Vergewaltigungsdrohungen, Mordphantasien (teils ziemlich derbe) und Krebswünschen so ziemlich alles gelesen.
    Weil ja jeder weiß das alles allein die Schuld der Frauen ist…oder anders gesagt…einige haben für mich einen ziemlich an der Klatsche und wären mit solchen Reaktionen vielleicht in einigen arabischen Ländern besser aufgehoben.

  • MasterPhW

    Da ich das nicht verfolgt habe, weiß ich nicht in wie weit, die Aussage von Thure richtig ist, aber negative Kritiken aufgrund einer neu ausrichtung eines bekannten Franchises ohne eben diesesn Franchise gesehen zu haben, sind doch nix neues.

    Gerade die Hardliner, sind dann immer unglaublich angegriffen und fühlen sich in ihrer Ehre verletzt. Dem entgegen setzen, kann man nur einen guten Film, der eben mit seinen Ausgangsmaterial ehrwürdig umgeht, aber die drastischen Änderung, die so in der Kritik stehen, auch sinnvoll nutzt, um mehr aus dem Franchise raus zu holen. Ansonsten hätte man nämlich eine weitere Änderung, der Änderungen wegen, was ja nun wirklich nicht Sinn an der Sache sein sollte.

    Bestes Beispiel, wo das alles nicht geklappt hat, ist Fantastic Four, wo man unbedingt die Ethnie von Johnny Storm ändern musste. Susan und Johnny sind allerdings Geschwister… okay, nun also von unterschiedlichen Vätern. Nur hat es überhaupt nichts geändert, an den Zusammenspiel, an ihren Charakteren, an ihre Geschichte. Somit war das eine unnötige Änderung, die wahrscheinlich nur durchgesetzt wurde, um ein Medienecho zu erzeugen. Nur blöd, dass somit auch den von vornherein Kritikern Recht gegeben wird, wenn der Film am Ende auch noch schlecht ist und die Änderung keinerlei Bedeutung hat.

    Es ist doch nun mal so, dass man sich eine Franchise oder eine Grundlage nimmt, um auf ihrer Basis eine Geschichte zu erzählen, die genauso oder ähnlich auch in der Basis passieren kann oder ist. Dafür muss man doch aber plötzlich nicht Dinge unnötig abändern.
    Bei Herr der Ringe ist doch Frodo nicht auch plötzlich ein Zwerg oder Katniss auf Hunger Games ein Mann. Eben weil es nur eine unnötige Änderung, der Änderungen wegen gewesen wäre.

    Bei Nebencharakteren finde ich das übrigens nicht ganz so eng. Idris Elba als Heimdall war jetzt weder besonders schlimm, noch hat es was zum Film beigetragen (und Elba bereut es heute sogar mit Marvel gedreht zu haben), aber da es „nur“ ein Nebenschauplatz der Thor Filme war, wurde der geänderten Ethnie auch niemals eine „Wichtigkeit“ zugesprochen, wie sie ein ethnisch gemischtes Geschwisterpaar haben könnte.

    Um zurück zum Thema zu kommen: zeigt ein Ghostbusters, was damit spielt, dass es ein komplett weibliches Team ist (lasst sie einen chauvinistischen Arsch – der sie einige Szenen vorher als unfähig betitelt hat, weil sie nicht die Geisterjäger Arbeit erledigen können, die ihre männlichen Kollegen tun – vor Geistern retten… oder ähnliches. Bringt ein männliches Abziehbild von Janine in den Cast… kein Plan, bin da einfallslos! Aber verdammt noch mal: Lasst euch einfach was einfallen und zeigt den Kritikern, warum die all new Ghostbusters plötzlich all female sein müssen!) und dabei die Fans, wie auch Kritiker weg bläst!

    • Thure

      @FF4
      Naja der Vergleich mit Frodo hinkt doch ziemlich. Zwerge und Hobbits sind komplett unterschiedliche Rassen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Arten. Wogegen die Änderung der Hautfarbe höchstens eine kleine Änderung in der Entstehungsgeschichte als Konsequenz hat. Er bleibt ein Mensch ob er nun schwarz, weiß oder meinetwegen türkis gestreift ist (auch wenn bestimmte Mitglieder des braunen Packs es gerne mal anders sehen).
      Und solche Änderungen kommen laufend vor. Fast jeder Held in den Comicverfilmungen wurde in gewissen Punkten abgeändert. Die neuen Spiderman Filme haben eine abgeänderte Entstehungsgeschichte. Antman ist verdammt nochmal ein komplett anderer Char. Blade hat andere Kräfte (die erst nachträglich im Comic denen des Films angeglichen wurden).
      Warum da einige so ein Fass aufmachen nur weil Michael B. Jordan halt Torch gespielt hat verstehe ich beim besten Willen nicht. Er war vor allem neben Kate Mara noch mit das Beste am Film.

      Auch bei Panem Vergleich würde ich mein Veto einlegen. Denn anteilig sind es immer noch die Männer die eine typische Heldenrolle verkörpern und Frauen höchstens Nebenfiguren oder Opfer darstellen. In Panem ist eine Frau die Heldin. Das abzuändern wäre eher kontraproduktiv.
      Aber die Ethnie eines weißen Helden ändern…ähm…wen juckts? Gibt gefühlt hundert andere die seine Stelle einehmen. Das ganze Avengers Team besteht nur aus weißen Männern und Black Widow. Aber die bekommt ja nichtmal eigene Spielfiguren und zählt demnach nicht. Aber selbst sie wäre eine Weiße.
      Ok Nick Fury ist nicht weiß…witzigerweise war er es in den Comics aber schon und nur die Ultimate Version ist die von Samuel L Jackson.


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