Die letzte Fahrt der Demeter – Box Office: Dracula floppt an den Kinokassen

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Die letzte Fahrt der Demeter geht baden. Auch Universals jüngster Versuch, den Obervampir und Bösewicht Dracula der Masse irgendwie schmackhaft zu machen, ist an den Kinokassen gescheitert.

2014 wurde die Kult-Gestalt mit Dracula Untold aus der Versenkung geholt. Weltweit wurden damals zwar mehr als 200 Millionen US-Dollar eingespielt, doch das US-Ergebnis blieb so weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, dass es nie zu einer Fortsetzung kam, für die Hauptdarsteller Luke Evans (Fast & Furious-Reihe, Der Hobbit-Saga) einmal mehr mit Fangzähnen ausgestattet worden wäre.

Einen weniger düsteren, dafür aber umso humorvolleren Ansatz wurde bei Renfield angewandt – eine Horror-Komödie mit Schauspieler und Hollywood-Star Nicolas Cage (Ghost Rider, Das Vermächtnis der Tempelritter) als Dracula. Interesse war jedoch kaum welches da, denn global konnten keine 30 Millionen US-Dollar in die Kassen geschwemmt werden.

Die letzte Fahrt der Demeter enttäuscht am Box Office

Nun wurde mit Die letzte Fahrt der Demeter gleich der nächste Kandidat von der Leine gelassen – und wahrscheinlich war es in der Tat die letzte Fahrt des titelgebenden Handelsschiffs. Die kleine Schauermär wurde am vergangenen Wochenende in die US-Kinos gebracht, wurde von potenziellen Filmbegeisterten aber links liegen gelassen.

Was das in Zahlen bedeutet? Die letzte Fahrt der Demeter wurde in mehr als 2.700 Lichtspielhäusern im Programm aufgenommen, die Säle blieben aber nahezu leer, wie der magere Kopienschnitt von ca. 2.300 US-Dollar zeigt.

Insgesamt wurden rund 6.5 Millionen US-Dollar eingespielt, was für den sechsten Platz der Kinocharts reichte. Da die Produktion 45 Millionen US-Dollar gekostet und die Werbung noch einmal zusätzliche Milliönchen verschlungen hat, ist dies kein Ergebnis, das Freude auslöst.

Dracula in Die letzte Fahrt der Demeter. ©Universal Pictures

Ist die Zeit der Blutsauger vorbei?

Somit ist Die letzte Fahrt der Demeter ähnlich schwach gestartet wie Sonys Vampir-Kollege The Invitation – Bis dass der Tod uns scheidet, der es 2022 mangels Konkurrenz bis an die Spitze der Kinocharts schaffte, jedoch mit gerade einmal 6.8 Millionen US-Dollar zum Start, die kaum der Rede wert waren.

Es stellt sich die Frage, ob es wirklich schlau war, Dracula nicht im Titel zu erwähnen, der im Grunde als Spoiler interpretiert werden kann. So oder so; das Interesse an Vampiren scheint sich gegenwärtig stark in Grenzen zu halten – oder sind es einfach nur die falschen Herangehensweisen, für die man sich entschieden hat?

Hierzulande läuft Die letzte Fahrt der Demeter diese Woche an, genauer gesagt am 17. August 2023 – ob es in Deutschland besser läuft als in den Vereinigten Staaten?

©Universal Pictures

Geschrieben am 14.08.2023 von Carmine Carpenito