Dracula – Bild: Chloé Zhao teasert ihren Vampirfilm an!

Dass Universals Monsterfilme keine 100 Millionen US Dollar teuren Blockbuster mehr werden müssen, bringt den Vorteil mit sich, dass man auch mal etwas wagen und über die Stränge schlagen kann. Denn genau so ein Projekt entwickelt Filmemacherin Chloé Zhao (Nomadland) jetzt für Universal.

Ihre lose, derzeit noch unbetitelte Dracula-Neuinterpretation soll «ein origineller, futuristischer Sci/Fi-Western» werden und wichtige Themen wie soziale Ausgrenzung aufgreifen, die sich auch in früheren Arbeiten Zhaos wiederfinden. Sie sei schon immer von Vampiren und dem Konzept dahinter fasziniert gewesen, sagt sie. «Darum freue ich mich auf die Arbeit mit dem Team von Universal und die Möglichkeit, diese geliebte Figur neu zu erschaffen», verriet die Oscar-Gewinnerin, die nun auf ihrem Instagram-Account den baldigen Startschuss ihres Ausfluges ins Genrekino anteasert, im Frühjahr.

 

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Zhaos Film soll ganz anders werden

So richtig «neu» ist die Idee eines weit in der Zukunft angesiedelten Dracula-Films natürlich nicht. Schon der umstrittene Dracula 3000 spielte mit der Idee eines Vampirfürsten, der ewig überdauert und es in einer weit entfernten Zukunft auf die nichtsahnende Besatzung eines Raumschiffes abgesehen hat. Anders als der trashige Horror-Schocker von Darrell Roodt aus dem Jahr 2004 dürfte Zhao um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema bemüht sein.

Einen Eindruck davon, was Zhaos Art des Filmemachens so besonders macht, bekommen wir gerade im Kino bei Marvels Eternals, der grundlegende Abweichungen vom bisherigen Superhelden-Konzept früherer Marvel-Produktionen mitbringt, mit Angelina Jolie, Gemma Chan und Salma Hayek.

Universal plant gleich zwei Dracula-Filme. ©Universal

Dracula wird gleich zweimal reanimiert

Chloé Zhaos Film ist übrigens nur eines von gleich zwei Dracula-Projekten, die Universal in der Pipeline hat. Parallel dazu versucht auch Regisseurin Karyn Kusama (Jennifer’s Body, Destroyer, The Invitation) dem altbekannten, aber schon reichlich in die Jahre gekommenen Bild von Dracula, das durch Bram Stokers Novel und spätere Verfilmungen etabliert wurde, ihren eigenen Stempel aufzudrücken.

Das will sie durch ein verschobenes Blickfeld erreichen: «Im Gegensatz zu früheren Adaptionen werde ich mit den verschiedenen Perspektiven spielen, die im Buch auch schon vorhanden sind, bislang aber weitestgehend ignoriert wurden. Dabei geht es mir vor allem um den Zugang zu Dracula selbst. Mein Film zeigt keine romantisch verklärte Sicht der Dinge, wie es bei anderen Verfilmungen oftmals der Fall war, sondern Dracula, wie er wirklich ist.»

Jetzt im Kino: Eternals. ©Disney/Marvel

Geschrieben am 26.11.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Dracula, News



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