Dracula – „Kein romantisch verklärter Held“: Reboot soll Dracula in den Fokus rücken

Nach dem Unsichtbaren lässt Universal Pictures nun auch noch den legendären Vampirfürsten Dracula von der Leine. Er ist nur eine von zahlreichen Monster-Ikonen, die aktuell für eine neue Generation von Kinogänger generalüberholt und aufgefrischt werden. Denn allzu viel soll vom altbekannten, aber auch schon reichlich in die Jahre gekommenen Bild, das durch Bram Stokers Novel und spätere Verfilmungen etabliert und vermittelt wurde, nicht übrig bleiben. Das will die zuständige Regisseurin Karyn Kusama (Jennifer’s Body, Destroyer, The Invitation) durch ein verschobenes, vielschichtiges Blickfeld erreichen: „Es handelt sich um eine ziemlich originalgetreue Neuerzählung von Bram Stokers Novel“, verrät sie im The Kingcast. „Im Gegensatz zu früheren Adaptionen werde ich aber mit den verschiedenen Perspektiven spielen, die im Buch auch schon vorhanden sind, bislang aber weitestgehend ignoriert wurden. Dabei geht es mir vor allem um den Zugang zu Dracula selbst. Mein Film zeigt keine romantisch verklärte Sicht der Dinge, wie es bei anderen Verfilmungen oftmals der Fall war, sondern Dracula, wie er wirklich ist.“ Das lässt auf eine geerdete, erwachsenere Herangehensweise hoffen, in der das Böse eine eigene Stimme bekommt – etwas, das zuletzt auch schon im Netflix-Dreiteiler Dracula versucht wurde.

„Der Unsichtbare“ ebnet den Weg für weitere Universal-Monster. ©Universal

Und es gibt sogar schon einen möglichen Kandidaten für die Rolle. Erst kürzlich bekundete der aus The Return of the First Avenger bekannte Sebastian Stan Interesse, seine Avengers-Superkräfte an den Nagel zu hängen und gegen Fangzähne und Flügel einzutauschen. Stan und Kusama kennen sich bereits von der Arbeit an ihrem letzten Film. Grund genug, schon einmal vorsichtig bei ihr anzuklopfen: „Ich habe ihr eine E-Mail geschickt und gefragt, ob sie weiß, dass ich ursprünglich aus Rumänien komme. Sie sagte, dass sie das wisse, es aber noch viel zu früh sei, da wir ja gerade in einer Pandemie leben. Sie hofft, dass wir in vier Jahren noch einmal darüber sprechen können“, scherzte Stan. Ganz so lange wird Stan vermutlich nicht auf eine Antwort warten müssen. Dracula gilt von den aktuell in Arbeit befindlichen Universal Monsters-Projekten als mit am weitesten fortgeschritten, könnte mit etwas Glück (sofern es die Coronakrise zulässt) sogar noch gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres in Produktion gehen.

Kult: Christopher Lee als Dracula.

Geschrieben am 09.06.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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