The Last Video Store – Filmclip: Inspiriert von Jason Voorhees & Michael Myers

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Es gab mal eine Zeit, da haben wir uns Filme und Serien noch in einer Videothek ausgeliehen und am nächsten Tag wieder zurückgebracht, doch das war einmal. Inzwischen wurde das physische Abholen von Videokassetten, DVDs oder Blu-rays fast überall eingestellt & durch VoD-Plattformen oder etliche Streamingdienste wie Netflix, Prime Video und Disney+ ersetzt.

Wir schreiben absichtlich fast, da sich hier und da auf der Welt sicher noch immer die ein oder andere Videothek finden lässt, in die sich allerdings nur noch Nostalgiker verirren und die lediglich nebenbei betrieben wird, um an eine Vergangenheit zu erinnern, die nicht mehr ist. Auch im britischen Slasher The Last Video Store von Produktionshaus Blue Finch Films nähert sich diese Ära langsam, aber sicher unweigerlich dem Ende zu.

The Last Video Store ist ein Liebesbrief an die Videothek

Das Low Budget-Projekt der kanadischen Regisseure Cody Kennedy & Tim Rutherford wurde bereits erfolgreich abgedreht und fertiggestellt, damit der sehr vielversprechende Slasher, der als Liebesbrief an die Videothek verstanden werden will, am heutigen Abend im Rahmen vom alljährlichen Fantastic Fest zum ersten Mal vor Publikum gezeigt werden kann, wo man sich natürlich einige internationale Abnehmer für die Produktion erhofft. Doch wovon genau handelt diese überhaupt?

Von einer jungen Frau, die einer der weltweit wohl letzten Videotheken im Land einen kleinen Besuch abstattet, um dort dem Inhaber ihre ganz persönliche Videokassetten-Sammlung zu überlassen. Das Problem, mit dem niemand wirklich gerechnet hatte? Sie ist unwissentlich im Besitz eines verfluchten Videos, das über die schwer nachvollziehbare Kraft verfügt, die reale Welt mit vielen Dimensionen aus B-Filmen zu verschmelzen.

Der Bösewicht aus The Last Video Store. ©Deadline/Blue Finch Films

Dieses Video wurde mit einem Fluch belegt

Als die Protagonistin und der Fachhändler diesen Fluch unbewusst wiederbeleben, werden sie schon bald von einer Reihe Filmschurken überrascht, die fast so aussehen wie jene Slasher-Ikonen, die uns seit den Siebziger Jahren ans Herz gewachsen sind, etwa der Machete schwingende Jason Voorhees oder Killer Michael Myers, Haddonfields schlimmster Albtraum – aber eben nur fast, damit es rechtlich gesehen auch keine Probleme gibt.

Der potenzielle Zuschauer soll aber sofort erkennen können, welche Genre-Kult-Figur in der jeweiligen Szene nachgestellt wird, ohne dass die Macher dabei die Grenze zum Dreisten überschreiten. Ob das Vorhaben gelingt und sich The Last Video Store am Ende des Tages als einer der besseren Slasher herausstellt, der das Genre zelebriert und am Leben erhält?

The Last Video Store ehrt den Slasher-Film. ©Warner Bros.

Geschrieben am 22.09.2023 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, The Last Video Store