Venom 2 – Nach dem Joker: Fortsetzung könnte mit R-Rating ins Kino kommen

Der gigantische Erfolg von Joker ist nicht nur deshalb so bemerkenswert, weil er weder von China noch von 3D- oder Überlängenzuschläge profitieren durfte. Das Batman Spin-off wurde zudem mit einem R-Rating in den US-Kinos gestartet und könnte in wenigen Wochen trotzdem Christopher Nolans The Dark Knight Rises als erfolgreichsten Franchise-Titel ablösen. Eine Freigabe, die auch Sony Pictures einst für ihr Spider-Man Spin-off Venom in Betracht zog – bis das Studio kalte Füße bekam und am Ende noch einen Rückzieher machte. Ein weltweites Einspielergebnis von über 850 Millionen Dollar gab ihnen 2018 zwar recht, doch nachdem Joker dieses Resultat noch einmal um rund 200 Millionen Dollar überbot, scheint das R-Rating (richtet sich an Zuschauer ab 17 Jahren) zumindest für Venom 2 wieder an Attraktivität gewonnen zu haben: „Man darf die Freigabe nie außer Acht lassen“, findet Produzent Matt Tolmach. „Vor allem jetzt, wo wir wissen, dass man mit einem R Rating die Säle füllen kann. Aber unser Film funktionierte, wie er war. Es ist nicht so, dass uns nun jeder vorschreiben will, an welcher Freigabe wir uns in Zukunft orientieren müssen. Was uns Joker aber deutlich gemacht hat, ist, dass man auch mit einem R Rating erfolgreich sein kann.“

Sein größter Kampf steht Venom erst noch bevor. ©Sony Pictures

Matt Tolmach weiter: „Für eine sehr lange Zeit glaubte man das Gegenteil. Deadpool und Logan haben schon davor mit diesem Irrtum aufgeräumt, aber vor besagten Filmen galt ein R Rating bei Comicverfilmungen als verbotenes Territorium.“ Es sei großartig zu wissen, dass man nun auch mit solchen Filmen ein breites Publikum ansprechen könne. Denn das bedeute letztlich nur, dass sich Filmemachern beim Geschichtenerzählen jetzt noch mehr Möglichkeiten bieten würden, so Tolmach abschließend. Wir werden sehen, was Regisseur Andy Serkis, der als Spezialist für digitale Charaktere und Motion Capturing gilt, aus der Thematik und dem Zweikampf von Venom und Carnage (Woody Harrelson) macht. Mit der Einführung des Oberbösewichts und dem gigantischen Erfolg von Joker wäre ein R Rating jedoch die logische Konsequenz.

Dadurch dürfte Venom 2 ein sehr anderes Kinoerlebnis werden. Nicht zuletzt dank Andy Serkis, der eine neue Perspektive ins Spiel bringt, als Regisseur aber noch relativ unerfahren ist, was groß angelegte Comic-Blockbuster angeht. Das muss Venom 2 aber nicht zum Nachteil gereichen. Seine Filmografie umfasst das Drama Solange ich atme mit Andrew Garfield und Claire Foy sowie das Dschungelbuch-Spin-off Mowgli, an dem sich Netflix die Rechte sichern konnte.

©Sony

Geschrieben am 07.12.2019 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News



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