Wrong Turn – Nichts für schwache Nerven: Reboot kommt ungekürzt ins Kino

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Die Wrong Turn-Reihe ist berüchtigt für ihre mörderischen Späße und fiesen Fallen. Dass von den insgesamt sechs Originalteilen vier auf dem Index stehen und nur in stark gekürzter Form erhältlich sind, spricht in dem Fall für sich. Schon Rob Schmidts Originalfilm aus dem Jahr 2003 wusste durch die eine oder andere blutige und gewaltsame Einlage zu überraschen, war aber noch ab 16 Jahren freigegeben und somit ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Denn in den folgenden Jahren wurde es mit jedem Wrong Turn-Ableger noch etwas blutiger und absurder – bis Constantin Film 2015 schließlich die Reißleine zog und die Reihe vorläufig für beendet erklärte.

Mit neuer Ausrichtung, aber nicht weniger blutig meldet sich das Franchise jetzt in deutschen Kinos zurück. Wann genau das sein wird (der ursprünglich angedachte Februar-Starttermin fiel wegen der Lockdown-Verlängerung ins Wasser), ist von der Wiedereröffnungen der Kinosäle abhängig.

Nelson tauscht Mutanten gegen Mitglieder einer politischen Gruppierung ©Constantin Film

Wer nach dem unheilvollen Kinotrailer aus den USA schon Bedenken hatte, was wohl die FSK von all dem halten könnte, darf an der Stelle aber beruhigt aufatmen: Mike P. Nelsons Wrong Turn wurde bereits geprüft und ungeschnitten mit einer FSK 18-Einstufung freigegeben, kommt also auch bei uns in ungeschönter Form auf die Leinwand.

Das gilt allerdings nur für den fest eingeplanten, derzeit aber wieder undatierten Kinostart. Zur obligatorischen Heimkino-Premiere muss die Prüfungskommission dann ein weiteres Mal ran, und hier gelten aufgrund der strengeren Regulierung ganz andere Maßstäbe. Schließlich kann man einem Kinobesucher oft schon an der Nasenspitze ablesen, ob er das achtzehnte Lebensjahr erreicht oder bereits überrschritten hat. Beim DVD- oder Blu-ray-Versand oder der heute so beliebten VOD- und Streamingnutzung ist das nicht möglich.

Auch der 2021er Wrong Turn erfordert einen starken Magen. ©Constantin Film

Trotz ungekürzter Leinwand-Premiere ist also noch nicht gesagt, dass Wrong Turn am Ende auch tatsächlich unangetastet den Weg ins Heimkino findet. Denn auch dieser Serienableger, dafür genügt ein Blick in den Trailer, ist wieder gespickt mit den für die Reihe so typischen Gore- und Gewalt-Einlagen. Das R-Rating für „blutig-rohe Gewalt und verstörende Bilder sowie Sprache“ spricht zumindest dafür. Im Geiste schon mal verabschieden muss man sich aber von der Vorstellung an ein Wiedersehen mit der Mutanten-Clique um Saw Tooth oder Three Fingers.

Nelsons Fallensteller und Unholde sind ganz normale Menschen mit eigenen Ideen und Ansichten, die sie – das erinnert vermutlich nicht rein zufällig an die aufgeheizte politische Lage in den USA – zur Not auch mit Gewalt zu verteidigen wissen.

Und darum geht es in Wrong Turn

„Es gibt eine Geschichte, die hier jeder kennt, über die aber keiner zu sprechen wagt: Niemand, der einen Fuß in dieses Gebiet hinein setzt, kommt je wieder heraus“, werden Jes (Charlotte Vega aus The Lodgers) und ihre Freunde Darius (Adain Bradley), Milla (Emma Dumont), Adam (Dylan McTee), Gary (Vardaan Arora) und Luis zu Beginn ihrer Reise von einer Einheimischen gewarnt.

In typischer Horror-Manier schlägt die Gruppe den gutgemeinten Rat natürlich prompt in den Wind und bricht am nächsten Morgen unbeirrt zur Wanderung auf – ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen soll! Prompt werden sie von dem unheimlichen Klan beschuldigt, einen der ihren auf dem Gewissen zu haben – und damit ist die Jagd auf sie eröffnet! Kann Jens Vater (Stranger Things’ Matthew Modine) rechtzeitig zur Hilfe eilen und sie aus der misslichen Lage befreien?

©Lionsgate

Geschrieben am 19.02.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Wrong Turn