Call of Cthulhu – Fünf unheimliche Minuten aus dem H.P. Lovecraft-Psycho-Horror

Wenn es nach Guillermo del Toro gegangen wäre, hätten wir uns im Kino längst zu den Bergen des Wahnsinns begeben dürfen. Weil seine Pläne zur H.P. Lovecraft-Verfilmung At the Mountains of Madness aber lange Zeit als zu riskant und speziell erachtet wurden, müssen wir uns vorerst mit einer Videospielvariente zum Schaffen des wegweisenden Horror-Autors begnügen. Call of Cthulhu von Entwickler Cyanide greift die bekannteste Vorlage aus seinem Horror-Fundus auf und lädt uns geradewegs auf einer nur scheinbar verlassenen Insel ab. Dort wird aber umgehend klar: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu! Wie stimmungsvoll Lovecrafts Horror-Universum eingefangen wurde, zeigen gleich fünf Minuten an neuen Gameplay-Szenen, mit denen das Unternehmen aus Frankreich auf die bevorstehende Veröffentlichung im Laufe des Jahres einstimmen will.

Das Video taucht tief in die gemarterte Gedankenwelt des Protagonisten Edward Pierce ein und zeigt seine verzerrte Wahrnehmung, während er sich der Sphäre des Träumers nähert und immer stärker unter ihren Einfluss gerät. Aufbauend auf das Lovecraft-Universum entführt Call of Cthulhu die Spieler in eine von Kultisten und Horror aus einer anderen Dimension beherrschte Welt. Es heißt, dass Wahnsinn der einzige Weg sei, die Wahrheit zu ergründen.

Der Privatdetektiv Edward Pierce soll die Wahrheit hinter dem Tod einer Künstlerin und ihrer Familie auf der Insel Blackwater Island aufdecken. Als Pierce es auf der Insel mit Walmutationen und verschwindenden Leichen zu tun bekommt, bemerkt er, dass dies erst der Anfang einer sich verzerrenden Realität ist. Als die Ermittlungen immer tiefer in die Gefilde des „Großen Träumers“ führen, wird der Spieler anfangen an allem zu zweifeln, was er sieht. Man ist gezwungen die richtige Balance zwischen seiner Gesundheit und dem, was in den Schatten lauert, zu finden.

Geschrieben am 20.02.2018 von Torsten Schrader
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