Godzilla vs. Kong – Bringt die Kassen von Warner Bros. zum Klingeln

Dass Godzilla vs. Kong einmal der Film sein würde, der Hollywood aus dem Coronaschlaf und die gebeutelte US-Kinobranche aus der Krise holt, hätte sich Adam Wingard noch vor einem Jahr vermutlich nicht träumen lassen. Denn anfänglich stand sein Monster-Spektakel unter keinem guten Stern. Für viele war es ein schlechtes Omen, dass der ursprüngliche März 2020-Kinostart gestrichen und durch einen neuen Termin im November ersetzt wurde – angeblich, um dem Team mehr Zeit für die Nachbearbeitung einzuräumen, hieß es damals.

Rückblickend betrachtet kann Warner Bros. natürlich nur froh über diese Entscheidung sein, denn andernfalls wäre man, wie wir heute wissen, mit dem im März 2020 beginnenden Corona-Lockdown kollidiert und der Film somit vermutlich ein sicherer Fall für eine Streaming-Premiere gewesen. Damals aber beäugte man diesem Schritt eher kritisch. Dass kurz darauf während einer Toy-Convention auch noch der eigentliche Strippenzieher und Gegenspieler der beiden Monster-Giganten geleakt wurde, steigerte das Vertrauen in Wingards Monster-Showdown nicht gerade.

Schon ein Jahr vor Kinostart geleakt: Mecha-Godzilla. ©Warner Bros.

Mit Monster-Action aus der Krise

Und doch sprechen die Zahlen, die Godzilla vs. Kong seit Ende März 2021 an den Kinokassen einfährt, für sich! In den USA hat man nach einem beeindruckenden zweiten Wochenende mit 13,5 Millionen US-Dollar jetzt schon knapp siebzig Millionen US-Dollar eingespielt. Warner Bros. lässt die Konkurrenz und bisherigen Corona-Rekordhalter also buchstäblich alt aussehen.

Dass man jetzt schon vierzig Millionen US-Dollar über den Gesamteinnahmen des Zweitplatzierten, dem ebenfalls von Warner vertriebenen Tom and Jerry mit Chloe Grace Moretz (32 Mio. Dollar nach anderthalb Monaten) liegt, zeigt aber auch, wie wenig Vertrauen in das Medium und Blockbuster-Neustarts vorhanden war und dass Godzilla vs. Kong der nötige Funke sein könnte, der Zuschauer wieder ins Kino lockt. Ist der erste Schritt einmal gemacht, folgt der Rest bekanntlich von ganz allein.

Ob dieser Funke nun aber tatsächlich das erhoffte Lauffeuer nach sich zieht, dürfte sich in zwei Wochen zum US-Kinostart von Mortal Kombat zeigen, auf den Warner Bros. große Stücke setzt.

Godzilla und Kong sorgen für volle Kinosäle und klingelnde Kassen. ©Warner Bros.

Aber auch so ist Godzilla vs. Kong eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Adam Wingards Monster-Spektkakel steht kurz davor, Tenet als erfolgreichsten Kinostart während der Pandemie abzulösen, und das nicht nur in den USA. Befeuert durch starke Starts in China, Russland, Mexiko, Taiwan oder Australien sind weltweit jetzt schon knapp 360 Millionen US-Dollar zusammengekommen.

Und das Beste: Der Film wirft offenbar bereits Gewinn ab. Das Branchenmagazin Deadline hat die Zahlen einmal grob überschlagen und schätzt, dass der Film Warner Bros. durch Kinoeinnahmen, TV-Rechte, Leihgebühren und den HBO Max-Deal bereits um die 96 Millionen US-Dollar eingebracht haben dürfte. Nicht ohne Grund laufen bei Legendary Entertainment, der MonsterVerse-Mutterfirma, bereits Vorbereitungen für das nächste Monsterkapitel. Man habe eine Reihe von Ideen für neue Filme auf Lager, bestätigt Josh Grode, der Geschäftsführer.

Lage in Deutschland weiter ungewiss

Anders als Mortal Kombat, der nach aktuellem Stand am 06. Mai im Kino aufschlägt, ist Godzilla vs. Kong hierzulande wieder ohne bestätigten Starttermin. Der Erfolg gibt Warner Bros. Deutschland gewissermaßen recht. Denn natürlich dürfte man sich durch die erfreulichen Kinozahlen aus den USA und dem Rest der Welt in der Entscheidung bestätigt sehen, dass es richtig war, denn hiesigen Kinostart noch einmal zu verschieben, die Lage einfach auszusitzen und vorerst nicht auf eine Sky-Premiere zurückzugreifen.

Nächster Kino-Kandidat: Mortal Kombat.  ©Warner Bros.

Geschrieben am 12.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): Godzilla vs. Kong, News



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