Jason X – Jetzt mit Freigabe: Komplette Freitag, der 13.-Reihe rehabilitiert

Mit fortlaufender Dauer und ansteigender Zahl im Titel nehmen Filmreihen immer merk- und fragwürdigere Auswüchse an. Horrorikone Jason Voorhees etwa stattete in seinem 2001er Kinoauftritt gar dem Weltraum einen Besuch ab und gab die Slasher-Saga in den Augen vieler Fans damit endgültig der Lächerlichkeit preis. Nicht nur gilt Jason X seitdem als höchst umstritten, es war bis vor kurzem auch das letzte verbliebene Freitag, der 13.-Kapitel, das noch mit einer bestehenden Indizierung zu kämpfen hatte. Seit November ist der Film aber offiziell runter von der Liste der jugendgefährdenden Medien. Damit kann Warner Bros. nun eine große und längst überfällige Wiederveröffentlichung in Deutschland in Angriff nehmen. Vorher galt es aber noch eine letzte Hürde zu meistern – die der FSK-Freigabe. Zwei Monate nach der De-Indizierung jetzt die Entwarnung: Jason X war im ersten Anlauf erfolgreich, ist aber weiterhin nicht für ein jugendliches Publikum geeignet. In den Augen der Prüfkommission bleibt das Sequel zwanzig Jahre nach dem Kinostart ein sicherer Keine Jugendfreigabe-Kandidat (FSK 18), womit sich Jason X direkt neben seinen 2019 vom Index geholten Franchise-Vorgänger Jason goes to Hell – Die Endabrechnung einreiht.

Jason mal ganz anders! ©Warner/New Line Cinema

Auch wenn Jason X als Franchise-Ausreißer kontrovers bleibt: Mit dem heutigen Freigabe-Urteil ist die Freitag, der 13.-Reihe endlich wieder vollständig rehabilitiert. Das wäre noch vor zehn Jahren undenkbar gewesen. Die deutsche Freigabestelle ist aber wie die Filme selbst gereift und drückt in Zeiten, in denen Jugendliche auf YouTube oder TikTok weit Schlimmeres zu sehen bekommen, gerne mal ein Auge zu, wenn es um gestandene Horror-Klassiker und Slasher-Ikonen geht. Das beweisen milde Urteile zu einstigen Problemtiteln wie Tanz der Teufel, Hellraiser oder Starship Troopers, die inzwischen schon ab 16 und damit für minderjährige Zuschauer zugänglich sind.

Jason X dagegen bleibt volljährigen Zuschauern vorbehalten – und das ist vermutlich auch besser so. Jason X war 2001 gewissermaßen der Sargnagel für die ursprüngliche Freitag, der 13.-Reihe. Nachdem er zuvor schon New York City einen Besuch abgestattet hatte, gab es im Film von James Isaac nur noch einen Ort, an den Jason Vorhees gehen konnte – das Weltall! Fans konnten mit dem Sci/Fi-Horror-Slasher-Mix und Cyborg-Krieger-Jason wenig anfangen und straften Jason X mit überschaubaren Box Office-Zahlen und vernichtenden Wertungen ab.

Umstritten: Die Reaktionen auf Jason X waren gespalten ©Warner/New Line Cinema

Geschrieben am 15.01.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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