Last Night in Soho – Finaler Trailer: Horrorfilm vom Shaun of the Dead-Regisseur

So mancher hat sich bei der Verfolgung seines Traums schon gehörig die Finger verbrannt. Geht es nach Edgar Wright, dem preisgekrönten Regisseur hinter der ikonischen Cornetto-Trilogie aus Shaun of the Dead, Hot Fuzz und The World’s End oder Baby Driver, dann müssten sich Bewohner des Londoner Stadtteils Soho ganz besonders in Acht nehmen. Denn wer hier nicht aufpasst, läuft Gefahr, mit Haut und Haar verschlungen und in eine andere Welt geschleudert zu werden!

So geht es jedenfalls Eloise (Thomasin McKenzie), der jungen Hauptfigur aus seinem neuen Film Last Night in Soho, die vom großen Durchbruch in der Modeindustrie und dem Leben in der großen Stadt träumt. Zunächst scheint all das auch tatsächlich in Erfüllung zu gehen.

Eine Zeitreise ins London der Sechziger

Aber wie es nun mal oft der Fall ist, sind längst nicht alle Straßen mit Gold gepflastert und bald tun sich Risse auf – nicht nur in den höllenartigen Schlund Londons, sondern eine andere Zeitlinie.

Das Besondere: Wrights Film spielt sich nämlich parallel im Hier und Jetzt und den schillernden Swinging Sixties ab, wo die aufstrebende Sängerin Sandy, gespielt von Anya Taylor-Joy aus dem Netflix-Überraschungshit Das Damengambit, The Witch und The New Mutants, einen gefeierten Auftritt nach dem anderen hinlegt.

In der zweiten Zeitebene treffen wir auf Sandy (Anya Taylor-Joy) ©Film4/Focus Features

Bald schon scheinen diese beiden Welten zu verschmelzen, ineinander überzuschwappen, was im finalen Trailer teils groteske, albtraumhafte Konsequenzen nach sich zieht. Denn Eloise kann nicht mehr zwischen Realität und Wahnvorstellung unterscheiden, wird immerwährend von einer Zeit verfolgt, die Jahre zurückliegt, ihr aber so vertraut und real erscheint, als wäre sie tatsächlich dort.

Ein stargespickter Albtraum

Ein Trugschluss? Das lässt sich ab 11. November zum bereits mehrfach vorgeschobenen Kinostart (ursprünglich mal für April 2020 angekündigt) herausfinden! Schon jetzt lässt sich aber sagen, dass Edgar Wrights Last Night in Soho zu den spannendsten und nicht zuletzt bildgewaltigsten Horrorfilmen des Jahres gehört.

Panisch! Thomasin McKenzie hat sichtlich Angst. ©Film4/Focus Features

Als wäre sein durchgestylter Action-Thriller Baby Driver noch nicht Beweis genug gewesen, will Wright endgültig einen Schlussstrich unter sein altes Image als Spaßmacher ziehen, der zwar immer wieder zu unterhalten, aber eben nicht zu packen und überraschen versteht. Denn er kann eben nicht nur witzig und albern, sondern auch so richtig unheimlich sein – und nach diesem überzeugenden finalen Trailer glauben wir ihm das sogar.

Für Last Night in Soho hat Wright nicht nur die beiden gefragten Hollywood-Jungstars Anya Taylor-Joy (The Witch, Das Morgan Projekt, Glass) und Thomasin Harcourt McKenzie (Leave No Trace), sondern auch noch Doctor Who-Star Matt Smith (The Crown, Patient Zero, Doctor Who) eingesackt, der ebenso wie seine beiden weiblichen Co-Stars Teil dieses psychologischen, Grenzen und Zeitebenen überschreitenden Horrortrips ist, der sich irgendwo zwischen Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t Look Now) und Ekel (Repulsion) einordnet und ganz ohne typischen komödiantischen Unterton seiner Vorgängerfilme daherkommt.

©Film4/Focus Features

Geschrieben am 12.10.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Last Night in Soho, News



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