Medusa – Frau mit Schlangenhaaren bekommt ihren eigenen Film!

Wer sich in einem unheimlichen Tempel verirrt, dort drin über die ein oder andere Statue (hust) stolpert, anschließend auf ein Ungeheuer mit Schlangenhaaren und Schuppenpanzer trifft, sich nach einem kurzen Blickkontakt zu Stein verwandelt, dürfte seine letzte Begegnung als lebender Mensch mit der griechischen Figur Medusa gehabt haben!

Harry Hamlin (Bless the Harts, Defrost: The Virtual Series) und Sam Worthington (Terminator: Die Erlösung, Avatar – Aufbruch nach Pandora) gehören zu den wenigen Personen, die der einstigen Schönheit die Stirn bieten, ja sogar ihren Kopf vom Körper trennen konnten – in die Augen sehen durfte man der besiegten Bestie aber auch dann noch nicht, denn wer es dennoch tat, wurde trotz der Enthauptung umgehend in einen unfreiwilligen Dekoartikel transformiert.

Wer erinnern uns: Hamlin schlüpfte im Kult-Klassiker Kampf der Titanen von 1981 in die Rolle von Perseus, Worthington im gleichnamigen Remake, das vor fast 12 Jahren in die Kinos kam – in einer Zeit, wo moderne 3D-Filme noch ein neues Erlebnis waren, deswegen auch oft die Kinosäle füllen konnten, wie auch dieser.

Der neue Film soll uns eine andere Medusa zeigen

Doch in beiden Produktionen trat Antagonistin Medusa nur kurz zum Vorschein, fungierte mehr als ein Mittel zum Zweck, um den Guten widerwillig dabei behilflich zu sein, gegen andere Bedrohungen anzukommen, sie ohne wirklichen Kampf außer Gefecht zu setzen.

Der Held der Geschichte nahm nämlich einen steinigen Weg auf sich, um das riesige Monster am Ende des jeweiligen Streifens aus dem Weg zu räumen. Und was wäre da sinnvoller, vor allem aber effektiver, als einem derart zerstörerischen Wesen den Kopf von Medusa vor das Gesicht zu halten?

Wirklich in die Tiefe, was Medusa betrifft, ging bislang kaum ein Film, in dem die Gorgone vorkam, überwiegend die Rolle einer Bösewichtin einnahm, die von Helden bezwungen werden musste, obwohl es sich bei ihr im Grunde um einen höchst tragischen sowie weitaus komplexeren Charakter handelt als in Hollywood oftmals dargestellt  – und genau diese Seite will Schauspielerin und Regisseurin Anna Chazelle (Narrow, Anemone) jetzt in einer würdigen Mythologie-Verfilmung zeigen, die den Fokus auf Medusa’s Geschichte, Vergangenheit und Verwandlung legt:

Vom mörderischen Ungeheuer zur verletzlichen Seele?

«Es ist einfach, Medusa zu dämonisieren. Jedoch empfindet sie berechtigterweise eine Menge weibliche Wut gegenüber jenen Göttern, die sie erschaffen haben, und den Menschen, die sie vernichten wollen», verriet die Filmemacherin, die außerdem das Drehbuch beisteuert und als ausführende Produzentin der Produktion fungiert, in einem Statement.

«Ich freue mich darauf, in die Geschichte ihrer Entstehung im griechischen Pantheon einzutauchen und hoffentlich die weithin akzeptierte Definition von Medusa als bloßes Monster herauszufordern.» Armen Aghaeian, der das Projekt gemeinsam mit Tara Ansley und Abhi Goel von Fangoria Studios produziert, teilt die Meinung der jungen Künstlerin, fügt hinzu, dass es sich bei Medusa um eine globale Ikone handle, deren wahre Geschichte schon viel zu lange ignoriert worden sei:

«Anna’s Interpretation garantiert einen Ausflug ins antike Griechenland, eine Reise, die man so schnell nicht wieder vergisst!» Wer in die Rolle der Titelfigur schlüpft, ob Chazelle diese Aufgabe möglicherweise sogar selbst übernimmt, steht noch nicht fest, da sich das Werk derzeit in einem noch frühen Produktionsstatus befindet. Ein Startdatum lässt demnach ebenfalls auf sich warten.

©Warner Bros.

Geschrieben am 03.12.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Medusa, News



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