Monster Universe – Shape of Water-Produzent über das große Monster-Franchise

Mit Oscar-Trophäen für die beste Regie und den besten Film in der Tasche stehen Guillermo del Toro in Hollywood alle Türen offen. Auf seinen preisgekrönten The Shape of Water wollte er eigentlich Fantastic Voyage, ein Remake zum Klassiker Die phantastische Reise, folgen lassen, entschied sich dann aber kurzfristig zu einer Pause, um sich besser auf die Promotion seines Fantasy-Thrillers konzentrieren zu können – eine Entscheidung, die bezahlt gemacht hat! Etwas bereut der Pan’s Labyrinth-Schöpfer aber bis heute. 2007 bekam er von Universal Pictures die Leitung beim begehrten Monster Universe angeboten und schlug sie aus. Aus heutiger Sicht ein Riesenfehler, findet er. Tatsächlich stand Universal Pictures zwischen 2005 und 2007 kurz vor der Umsetzung eines Schrecken vom Amazonas-Reboots, das damals allerdings noch von Breck Eisner (The Crazies) gedreht werden sollte. Mit Shape of Water lieferte er nun quasi seine eigene Version des Klassikers ab. Aber würde er, wenn er heute noch einmal die Gelegenheit dazu bekäme, etwas anders machen? Sein Produzentenkollege J. Miles Dale (The Shape of Water) ist überzeugt, dass er zumindest darüber nachdenken würde:

„Wir haben nicht wirklich darüber gesprochen. Ich habe schon viele Filme mit Universal gemacht und schätze sehr, dass sie ihr eigenes Ding durchziehen. Es ist interessant, denn Guillermo trat mit einer frühen Version von Shape an sie heran, quasi ein Remake von Creature from the Black Lagoon. Als sie hörten, dass sich die Protagonistin und das Monster näherkommen, reagierten sie aber eher so, ‚Okay, hier ist euer Parkschein. Ihr könnt jetzt gehen'“, erinnert sich Dale. Natürlich weiß er um die Bewunderung, die del Toro für viele der alten Monster-Klassiker hegt: „Das ist eine enorm große Marke. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass er sich Gedanken zu all diesen Filmen, darunter Frankenstein oder Bride, gemacht hat. Shape ist aber schon eine Art Remake von Creature from the Black Lagoon, also würde das wegfallen,“ erklärt der Erfolgsproduzent abschließend.

Bei Universal Pictures wäre man sicher offen für neue Ideen. Die Mumie mit Tom Cruise (Edge of Tomorrow) konnte zwar über 400 Millionen einspielen, gilt aber gemeinhin als mittelschwerer Flop. Die Produktion des Franchise-Reboots soll weit über 150 Millionen Dollar verschlungen haben, dazu kommen weitere Kosten für Marketing und PR.

„Die Mumie“ war der Startschuss des Dark Universe. Geht es weiter? ©Universal

Geschrieben am 12.03.2018 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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