The Last of Us – Serien-Schauspieler ersetzt: Wer trifft auf die Clicker?

Pedro Pascal (The Mandalorian, Game of Thrones) spielt Joel, Bella Ramsey (Judy, Game of Thrones) schlüpft in die Rolle von Ellie. So viel stand schon fest und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Ein anderer Schauspieler, der bereits offiziell unter Vertrag genommen, längst auf dem Set von The Last of Us vermutet wurde, musste von der Produktion allerdings frühzeitig Abschied nehmen:

Con O’Neill (The Batman, Vengeance Is Mine), der Bill, ein Überlebender der Seuche sowie Bekannter und Geschäftspartner von Joel verkörpern sollte, wurde kurzfristig durch Comedian Nick Offerman (Comrade Detective, The Founder) ersetzt. Die plötzliche Umbesetzung, die aus bislang noch unbekannten Gründen erfolgte, dürfte kaum zur Beschleunigung der Drehphase geführt haben – dabei werden viele jüngere Generationen ohnehin schon immer ungeduldiger, was neue Inhalte betrifft.

Im Streaming-Zeitalter sind Serien schließlich immer und überall verfügbar und im Handumdrehen konsumiert. Das macht es schwer, der gigantischen Nachfrage der Zuschauer gerecht zu werden. Schnell heißt es da schon mal: «Und jetzt?» Denn auch wenn die Maschinerie der Sender und Streamingdienste für gewöhnlich läuft wie ein gut geöltes Schweizer Uhrwerk, vergehen trotzdem oft Monate bis zum ersehnten Nachschub. Den Vogel schießt in dieser Hinsicht eindeutig HBO ab.

Nick Offerman wird zu Bill. ©Warner Bros.

THE LAST OF US – ein echtes Mammutprojekt

Ein ganzes Jahr hat man allein für die Produktion der mit Spannung erwarteten Endzeit-Serie The Last of Us veranschlagt, deren Dreharbeiten am 05. Jull 2021 ihren Anfang nahmen und noch bis mindestens 08. Juni 2022 andauern sollen.

Gemeint ist damit nicht die angepeilte TV-Premiere, sondern tatsächlich das voraussichtliche Ende der Dreharbeiten. Normalerweise setzt eine Serienstaffel um die sechs Monate voraus – je nachdem, wie die jeweilige Show beschaffen ist. Fast ein Jahr reine Produktionszeit sind für eine episodische Serien-Produktion wie The Last of Us also recht üppig bemessen, wenn man bedenkt, dass diese direkt im Anschluss daran auch noch bearbeitet, geschnitten und digitalisiert werden muss.

Jason Kenney, der Premierminister von Alberta, dem kanadischen Bundesstaat, in dem die HBO-Serie derzeit gedreht wird, spricht in dem Zusammenhang sogar von einem neuen Rekord. Noch nie sei in Kanada eine derart große Film- oder Serien-Produktion gedreht worden, sagt er. Alberta dient dabei als Kulisse für die zerstörten Vereinigten Staaten, die im populären Spiele-Franchise von Sony langsam, aber sicher von der Natur zurückerobert werden.

Und wenn es in Kanada eines mehr als reichlich gibt, dann unberührte Wildnis. Alberta ist also der ideale Ausgangspunkt und Schauplatz für das post-apoaklyptische Abenteuer.

The Last of Us streift durch die zerstörten USA. ©Sony

Das nächste Serien-Highlight?

Die von Craig Mazin und The Last of Us-Schöpfer Neil Druckmann überwachte Show soll die Handlung des kompletten ersten Spiels wiedergeben, sich dabei aber auch die eine oder andere kreative Freiheit erlauben. Gewisse Änderungen und Abweichungen seien sogar zwingend notwendig, um einen besseren Effekt zu erzielen. Schließlich habe man es hier mit einem anderen Medium zu tun, brachte Druckmann unlängst auf den Punkt.

Dass man es mit The Last of Us nicht übereilt und dem Team Luft zu Atmen lässt, verdeutlicht aber noch etwas anderes: HBO macht keine halben Sachen, setzt alles auf eine Karte und die Gewissheit, dass man mit der Verfilmung von Naughty Dogs Spiele-Bestseller den nächsten potenziellen Serien-Meilenstein in der Mache haben könnte, an dem sich die Konkurrenz zukünftig messen muss. Die bislang enthüllten Zutaten lassen jedenfalls auf eine stimmige Gesamtmischung hoffen.

Autor und Showrunner von The Last of Us ist Craig Mazin, Schöpfer hinter dem umjubelten und mehrfach ausgezeichneten Serienevent Chernobyl. Er überredete Neil Druckmann dazu, den ursprünglich mal angedachten Kinofilm ruhen zu lassen und es stattdessen mit einer HBO-Adaption zu versuchen. «Ich war der Meinung, dass diese Art Geschichte einfach Zeit zur Entfaltung braucht, aus dem Film also eine Show werden sollte. Zum Glück sah Neil das ähnlich und so konnten wir HBO von dem Vorhaben überzeugen», sagt Mazin.

©Sony

Geschrieben am 08.12.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, The Last of Us



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