Oxygen – Alexandre Aja-Film lässt Buried und 28 Days Later verschmelzen

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Dass uns bei Filmen von Alexandre Aja (Piranha 3D, The Hills Have Eyes) gerne mal die Luft wegbleibt, liegt an den oftmals nicht gerade leicht zu verdauenden Themen und Situationen, die uns der Vorreiter der französischen Terrorwelle immer wieder um die Ohren haut. In seinem neuen Horror-Thriller Oxygen, der im Laufe des Jahres exklusiv für Netflix-Abonnenten zur Verfügung steht, ist das nicht anders. Allerdings ist es diesmal vor allem seine Hauptdarsteller Mélanie Laurent (Inglourious Basterds), die verzweifelt nach Luft schnappt. Nach dem Aufwachen findet sie sich plötzlich in einer kryonischen Kammer wieder. Wie sie in das schalldichte Gefängnis gelangt ist, weiß sie nicht. Ebenso wenig erinnert sie sich daran, wer sie ist.

Viel Zeit, über ihre Situation nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht, denn allmählich gehen ihre Sauerstoffvorräte zur Neige. Was das alles mit Danny Boyles Zombiehit 28 Days Later zu tun hat? Genau den zieht Aja gegenüber Collider als Vergleich und Maßstab für den überraschenden Twist heran, der im Film auf uns warten soll. Christie LeBlancs Skipt, das einige Zeit auf der begehrten Blacklist, Hollywoods Liste mit den besten unverfilmten Drehbüchern, verbracht hat, hätte ihn unmittelbar gepackt und in den Bann gezogen.

Atemlose Anspannung im neuen Alexandre Aja-Film. ©Netflix

„Es fängt die intensive Erfahrung des Überlebenskampfes perfekt ein. Ich stellte mir vor, wie es wäre, selbst in einer Cryo-Kammer aufzuwachen und einen Weg hinausfinden zu müssen. Ich fühlte die Verzweiflung“, sagt Aja. „[Das Skript] vereint die besten Elemente aus Buried mit einem Twist, der 28 Days Later würdig ist. Die Story ist wie ein Labyrinth aufgebaut, aus dem man zu entkommen versucht.“

Wenn Euch diese Beschreibung noch nicht überzeugt, dann vielleicht die ersten Bilder mit Mélanie Laurent (Inglourious Basterds) in einer denkbar brenzligen Situation, gefangen in einem sargähnlichen Behältnis, das zu ihrer Todesfalle werden könnte. Um sich aus diesem Albtraum zu befreien, muss sie die Puzzlestücke ihrer Erinnerungen zusammensetzen. Aja beschreibt Oxygen als „nicht sonderlich blutig“, dafür aber „ähnlich ambitioniert wie zuletzt schon Crawl.“

Mélanie Laurent schwebt in Lebensgefahr. ©Netflix

Der Film ist das Ergebnis der Corona-Pandemie. Aja war eigentlich für einen ganz anderen Film vorgesehen, als die Krise zuschlug und internationales Reisen unmöglich machte.

Danach sei alles ganz schnell gegangen: Netflix gab grünes Licht und Aja drehte den Survival-Thriller zwischen den letzten beiden Wellen der Pandemie ab. Das macht Oxygen zu seinem ersten französischsprachigen Film seit High Tension aus dem Jahr 2003, besetzt mit heimischen Stars wie Mélanie Laurent (Die Unfassbaren – Now You See Me, Inglourious Basterds), Mathieu Amalric (Grand Budapest Hotel), Malik Zidi und Marc Saez.

In Oxygen trifft Buried auf 28 Days Later ©Netflix

Der Netflix-Start ist für 2021 geplant. ©Netflix

Geschrieben am 01.03.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Top News