The Blair Witch Project – Horror-Klassiker hätte beinahe ein ganz anderes Ende gehabt

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Die berühmte Endsequenz aus The Blair Witch Project gehört zu den unheimlichsten Momenten der Filmgeschichte. Wer würde daran also etwas ändern wollen? Wie sich herausstellt: Artisan Entertainment (heute Lionsgate Films). Nach den ersten (kritischen) Testscreenings zu dem Found Footage-Film war man sich beim Verleih nämlich zunehmend unsicher darüber, ob es eine gute Entscheidung sei, den Film wie geplant enden zu lassen. Prompt wurden die Filmemacher Daniel Myrick und Eduardo Sanchez wieder zurück in den Wald beordert, wo sie gleich mehrere alternative Enden auf Film bannen sollten. Eines davon sah vor, dass Heather den kürzlich verschwundenen Mike bei in einer Art Kreuzigung im Keller vorfindet. Myrick berichtet: „Sie wollten etwas von uns das eindeutiger ist. Wir gingen also mit einer sehr kleinen Crew in das Haus zurück und drehten im Grunde alle Szenen nach, die wir zuvor erträumt, dann aber verworfen hatten.“

Umstimmen konnte man Artisan letztlich mit einem kleinen Kniff. Durch Interviewaussagen zu Beginn des Films stellte man kryptische Verweise zu den Morden des Rustin Parr her, der sein Opfer stets mit dem Gesicht zur Wand stellte, während er ein anderes tötete. „Wir wussten, dass, wenn wir diesen Hinweis direkt zu Anfang unterbringen würden, die Zuschauer eine Verbindung herstellen könnten.“ Der Rest ist Geschichte. „Unser Ende ist deshalb so unheimlich, weil es mit den Konventionen der realen Welt bricht,“ so Myrick abschließend.

Geschrieben am 06.04.2017 von Torsten Schrader