Resident Evil – Box Office: War’s das jetzt? Reboot floppt gewaltig!

Wenn wir ehrlich sind, hatten die Resident Evil-Filme von Paul W.S. Anderson nie besonders viel mit Capcom’s Videospielvorlage gemeinsam. Fakt ist jedoch, dass sich die sechsteilige Reihe zwischen den Jahren 2002 und 2016 trotzdem großer Beliebtheit erfreute, die Kinokassen immer wieder zum Klingeln brachte, was die weltweiten Einspielergebnisse auch wunderbar belegen.

Dass uns jetzt mit Welcome to Raccoon City das Reboot des Briten Johannes Roberts ins Haus steht (und derzeit auf der gesamten Welt um jeden einzelnen Kinobesucher kämpft), liegt also keineswegs daran, dass das Publikum bei den vorangegangenen Teilen mit Milla Jovovich (A Perfect Getaway, Hellboy: Call of Darkness) Ermüdungserscheinungen gezeigt hat, ganz im Gegenteil.

Als sich die heute 45-Jährige mit Resident Evil: The Final Chapter von jenem Franchise, das sie zum global gefeierten Action-Star machte, von ihrer Paraderolle verabschiedete, avancierte der Streifen zum erfolgreichsten der gesamten Reihe. Ihr wollt Zahlen, die das beweisen? Bitteschön:

1. 312.2 Mio. USD Resident Evil: The Final Chapter (2016)
2. 300.2 Mio. USD Resident Evil: Afterlife (2010)
3. 240.2 Mio. USD Resident Evil: Retribution (2012)
4. 147.7 Mio. USD Resident Evil: Extinction (2007)
5. 129.3 Mio. USD Resident Evil: Apocalypse (2004)
6. 103.0 Mio. USD Resident Evil (2002)

Chris Redfield kämpft um jeden einzelnen Zuschauer. ©Sony/Constantin Film

Das Reboot wird im Kino links liegen gelassen

Die Tendenz spricht eine klare Sprache. Für Anderson und Jovovich war es nach zwei Trilogien dennoch an der Zeit, die Marke in andere Hände zu übergeben und sich neuen Herausforderungen zu widmen – beispielsweise der Videospielverfilmung Monster Hunter (ebenfalls eine Zusammenarbeit zwischen dem Filmemacher und der Schauspielerin, die im wahren Leben miteinander verheiratet sind), die vor einem Jahr in die Kinos kam, Corona-bedingt aber ziemlich auf der Strecke blieb und daran scheiterte, das Resident Evil-Phänomen zu wiederholen.

Constantin Film und Sony Pictures waren indes dazu gezwungen, sich neu zu orientieren, ein Reboot auf die Beine zu stellen, welches sich visuell und inhaltlich deutlich näher mit den Elementen aus den Videospielen auseinandersetzt – zumindest war das die ursprüngliche Absicht. Doch ob Welcome to Raccoon City dieser Film wirklich geworden ist? Nach dem vergangenen Wochenende wissen wir, dass nur wenige Kinogänger daran interessiert waren, es herauszufinden.

Der Neustart, der es sich in den USA zur Aufgabe gemacht hat, von den alljährlichen Thanksgiving-Feierlichkeiten zu profitieren, läuft so schlecht, dass sich jetzt schon die Frage stellt, ob das Revival nach nur einem Film schon wieder eingestampft werden muss. Das Werk unterbot sogar noch die pessimistischsten Prognosen, konnte am reinen Wochenende nur 5.3 Millionen US Dollar einspielen, was gerade einmal für den fünften Platz der Kinocharts genügte.

Die anderen beiden Neustarts, Disney Pixar’s Encanto und Ridley Scott’s House of Gucci, kamen immerhin auf 27.0 respektive 14.2 Millionen US Dollar. Somit startete das Remake fast 85% schwächer als der Versuch von 2002, der es inflationsbereinigt auf ein Startwochenende von rund 27.9 Millionen US Dollar brachte.

Dieses S.T.A.R.S.-Team hofft auf einen zweiten Einsatz. ©Sony/Constantin Film

WELCOME TO RACCOON CITY enttäuscht am US-Box Office

Aber woran liegt es denn nun, dass die Vorstellungen kaum besucht waren? An der Pandemie, am Marketing oder an ganz anderen Gründen? Tatsächlich lässt sich Covid-19 als Ursache nahezu ausschließen, da sich die Lage in US-Kinos langsam, aber sicher beruhigt und Genrekollegen wie A Quiet Place 2 oder Conjuring 3: Im Bann des Teufels schon vor wenigen Monaten dazu imstande waren, Millionen von Tickets zu verkaufen.

Fest steht, dass es Welcome to Raccoon City verdammt schwer haben wird, in den Vereinigten Staaten schon nur auf ein Endresultat jenseits der 15 Millionen US Dollar-Grenze zu kommen. Auf dem ganzen Globus steuert man auf ein derzeit noch geschätztes Maximum zwischen 35 und 50 Millionen US Dollar zu.

Das dürfte die verantwortlichen Produzenten natürlich weder freuen noch dazu motivieren, in Zukunft zusätzliche Gelder in die Wiederbelebung von Roberts, der für das eigentlich schon geplante Sequel die Geschehnisse aus dem Game-Kult-Klassiker Code Veronica als Inspiration nutzen wollte, zu investieren.

Hierzulande konnten im Übrigen rund 30.000 Kinogänger zum Kauf einer Eintrittskarte animiert werden – ein Ergebnis, das ebenfalls niemanden zufriedengestellt haben wird. Allerdings haben wir hier auch eine völlig andere Situation als in Übersee, da Kinos aufgrund der wieder steigenden Fallzahlen einmal mehr in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden mussten (auch die anderen Kinofilme leiden darunter), weswegen Box Office-Vergleiche in diesem Fall nur wenig bis gar keinen Sinn ergeben, da das Land wieder einmal die Ankündigung eines Lockdowns befürchtet.

©Sony/Constantin Film

Geschrieben am 28.11.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Resident Evil, Top News



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