Freitag, der 13. – Schöpfer legt schon wieder Klage ein, kein neuer Jason in Sicht

Wer ist der rechtmäßige Eigentümer von Freitag, der 13.? Um diese Frage ein für alle Mal zu klären, zogen Sean S. Cunningham und Victor Miller bis vor Gericht. Miller, Drehbuchautor des Originalfilms, beruft sich hierbei auf ein neues US-Urheberrechtsgesetz, das Drehbuchautoren die Möglichkeit einräumt, ihr geistiges Eigentum nach 35 Jahren zurückzuverlangen. In erster Instanz bekam Miller zwar tatsächlich Recht und damit einen Teil der Marke (sein Skript) zugesprochen, aber das wollte Cunningham, der bisherige Franchise-Inhaber und Regisseur des Films, nicht auf sich sitzen lassen und legte Revision ein. Und während wir noch auf eine Entscheidung in diesem Fall warten, klagt Cunningham laut dem Hollywood Reporter munter weiter.

Keine Einigung in Sicht: Jason bleibt verschollen. ©Paramount Pictures

Diesmal behauptet er, Warner Bros. und Paramount Pictures hätten ihm bewusst Gewinne aus den Franchise-Einnahmen des 2009er Kinoreboots vorenthalten und die Zahlen durch Paketdeals so verschleiert, dass es unmöglich sei, den genauen Verlauf des Geldes nachzuverfolgen. In der Klageschrift führt er unter Wert verkaufte Lizenzen, Merchandise-Artikel oder Pay TV-Gebühren an und pocht auf Freigabe der notwendigen Dokumente, die seine Vorwürfe bestätigen würden. Beiden Firmen wirft er „systematische Fehlbuchhaltung“ vor.

Das Tauziehen um Jason Voorhees geht also weiter! Selbst wenn Victor Miller auch im zweiten Anlauf Recht zugesprochen bekommen würde, könnte die zweite Klage Cunninghams Einfluss auf die Machbarkeit eines neuen Films nehmen. Für Studios bleiben Marken, deren Rechtesituation nicht endgültig geklärt ist, ein rotes Tuch. Zu groß ist die Gefahr, dass ein fertiger Film kurz vor der Veröffentlichung gestoppt und auf unbestimmte Zeit eingefroren werden könnte. Für die Rückkehr der Kultmarke muss also ein endgültiges Urteil her, und das lässt nach wie vor auf sich warten. Die Auswirkungen sind nicht nur im Kino spürbar. Auch Gun Media zog kürzlich Konsequenzen aus der ungewissen Gesamtlage und stellte die Entwicklung von Friday the 13th: The Game kurzerhand ein.

Warner und Paramount sollen Gewinne unterschlagen haben. ©Paramount Pictures

So sollte Freitag, der 13. (2017) werden

Aktuell befinden wir uns in der längsten Zeitspanne ohne Freitag, der 13.-Film seit Einführung der Reihe im Jahr 1980. Paramounts letzter Anlauf blieb 2017 ohne Ergebnis, wohl auch aus Angst vor dem sich damals schon anbahnenden Rechtsstreit und möglichen Konsequenzen, die dieser auf den Kinostart und Gewinn gehabt hätte.

Das einst geplante Reboot von Breck Eisner (The Crazies) und Prisoners-Autor Aaron Guzikowksi (Raised by Wolves) wäre Halloween (2018) nicht unähnlich gewesen und sollte nicht nur Jasons Mutter Pamela zurückholen, sondern uns erstmals auch einen Blick auf seinen Vater Elias ermöglichen. Dabei war es Guzikowksi ein besonderes Anliegen, Charaktere zu erschaffen, die einem wirklich ans Herz wachsen, deren Ableben also tatsächlich eine Bedeutung gehabt hätte. Optisch sollte Jason an Richard Brooker aus Friday the 13th: Part 3 erinnern. Für die Regie waren Filmemacher wie Alexandre Aja (The Hills Have Eyes, Piranha 3D und Mirrors) vorgesehen.

Sehen wir Jason noch einmal wieder? ©Paramount Pictures

Geschrieben am 30.01.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): Freitag der 13., News



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