Silent Night, Deadly Night

Das war 2012, so wird 2013 – Der beste Film, Vorschau auf 2013 und Festtagsgrüße

Wieder neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende entgegen, das von so manchen Überraschungen, guten Filmen und auch Enttäuschungen gesäumt war. Anhänger von Horror, Thriller und Science Fiction konnten sich auch 2012 nur schwerlich über fehlenden Nachschub beschweren. Angefangen beim kühlen Januar mit düsteren Kinostarts wie Intruders und The Devil Inside, hin zum Sommer mit dem radioaktiven The Chernobyl Diaries und Ridley Scotts ersehnter Sci/Fi-Rückkehr Prometheus, weiter zum aktuellen Monat und seinem am 27. Dezember startenden Schlusslicht Maniac. Auch das Fernsehen und Heimkino haben uns wieder mit zahlreichen Vertretern des Genrefachs erfreut, die mit dafür verantwortlich waren, dass uns garantiert nicht langweilig wurde. Doch welche waren die erfolgreichsten Genrefilme und welches Projekt darf sich in diesem Jahr gar die Krone aufsetzen? Wir küren den aus unserer Sicht besten Film des Jahres und geben einen umfangreichen Ausblick auf einige der Horrorfilm-Highlights 2013.

The Cabin in the WoodsEin Auszug aus unserer Besprechung:

„Ohne Zweifel ist das furiose Finale das absolute Herzstück des Films und schwer zu toppen. Ein Mash-Up aller Horrorgenres, verpackt in Bilder, die so schnell sicher nicht vergessen werden. Von Okkult über Geister und Dämonen bis hin zu menschlichen Übeltätern – eine Schlachtplatte, ein episches Blutbad, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Für diese Idee und die grandiose Umsetzung darf man den Verantwortlichen als Genrefan ewig dankbar sein. Dass sich ein als guter Teeniehorror getarnter Film am Schlusspunkt mit derart überraschenden Wendungen und Einfällen in einen ultimativen Kulthit verwandelt, kann man Whedon und Goddard nur hoch anrechnen.“

Geschlagene drei Jahre dauerte es, bis Drew Goddards Regiedebüt das Licht der Leinwände erblickte. Produktionsstudio MGM stand zwischenzeitlich vor der Insolvenz, weshalb eine Kinoauswertung auf Eis gelegt wurde. Hauptdarsteller Chris Hemsworth war bei Veröffentlichung bereits mit Thor zum Star geworden, Drehbuchautor Joss Whedon konnte mit seiner Comicverfilmung The Avengers große Erfolge feiern. Ein Happy End gab es dann auch: The Cabin in The Woods wurde mit weltweiten Einnahmen von fast 70 Millionen Dollar zu einem der erfolgreichsten Genrevertreter 2012 – auch in Deutschland.

Der Trailer:

Silent Hill: Revelation 3DEin Auszug aus unserer Besprechung:

„Die Fortsetzung bewegt sich weit entfernt vom düsteren Original. Ein wichtiger Bestandteil von Gans‘ Regiearbeit war der undurchdringliche Aschenebel, der im Nachfolger dermaßen oft verbildlicht wird, dass er kaum mehr zur Stimmung beiträgt. Darüber hinaus setzt Bassett alte Bekannte wie etwa Pyramid Head ein, der als Karussellbetreiber sein trauriges Dasein fristet. Von den schauerlichen Figuren gefallen ein spinnenähnliches Wesen, das seine Opfer zunächst zu Puppen erstarren lässt, um sich dann an deren Köpfen und Gliedmaßen zu bedienen. Auch eine Szene mit den gesichtslosen und besonders geräuschempfindlichen Krankenschwestern, die garantiert niemandem helfen wollen, lässt aufblitzen, was über weite Strecken der anderthalb Stunden Laufzeit schmerzlich vermisst wird: Spannung.“

Geschichtlich orientierten sich die Macher diesmal am dritten Silent Hill-Videospiel, fügten aber auch viele eigene Ideen hinzu. Als Hauptprotagonistin Heather wurde Adelaide Clemens verpflichtet, die Produzent Samuel Hadida durch Zufall auf dem Sundance Filmfestival sah. Dort sprach er Clemens an und konnte sie von dem Projekt überzeugen. Abstriche mussten vor allem bei Budget gemacht werden, was an vielen Stellen ersichtlich wird. Regisseur Michael J. Bassett verfehlte den atmoshphärischen Erstling von Christophe Gans deutlich und enttäuschte damit nicht nur uns, sondern auch Kinogänger und Fans der Videospielvorlage.

Der Trailer:


Auch im nächsten Jahr erwartet uns ein bunt gemischtes Genreprogramm. Gleich zwei Horrorparodien halten Einzug in die Lichtspielhäuser und auch einige neue deutsche Produktionen werden um die Gunst der Zuschauer buhlen. Darüber hinaus wird es auch 2013 einen wahren Remake- und Sequel-Regen mit Neuauflagen von Carrie und Evil Dead sowie Fortsetzungen zu Planet der Affen, Pacific Rim oder Insidious geben. Außerdem legen Zombies einmal mehr ganze Städte in Schutt und Asche. In dieser Palette dürfte wohl für jeden etwas dabei sein.

Unsere kommenden Highlights:

 

Kaum ein Genreprojekt wird aktuell derart sehnlichst erwartet und gleichzeitig so kritisch beäugt wie Evil Dead. Sam Raimi hat sich an das Remake seines Kultklassikers Tanz der Teufel gewagt, nahm hier aber nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz, sondern überließ dem jungen Newcomer Fede Alvarez das Feld. Was Fans aber wesentlich trauriger stimmte: auf Ex-Hauptdarsteller Bruce Campbell und seine tollpatschige Hauptfigur Ash muss vollständig verzichtet werden, stattdessen gibt es eine Riege frischer Gesichter und neuer Figuren. Die Premiere des offiziellen Filmtrailers überzeugte dann aber mit grimmigen Bildern, schonungsloser Härte und einem Look, der weit von aufpolierter Hochglanzoptik entfernt ist.


James Wan meldet sich im nächsten Jahr gleich doppelt auf der Leinwand zurück. Neben Insidious 2, dem Nachfolger eines seiner eigenen Filme, hat der SAW und Dead Silence Schöpfer den übernatürlichen Horrorfilm The Conjuring auf Film gebannt, der vom wahren Leben der beiden Geisterjäger Ed und Lorraine Warren berichtet. In die Rollen des legendären Duos, das in fünf Dekaden fast 3.000 paranormale Fälle untersuchte, schlüpften Patrick Wilson aus Insidious und Vera Farmiga (Joshua, Orphan). Zum deutschen Kinostart im August 2013 sollte man mit einem unheimlichen Abenteuer, reichlich Schocks und einer gut ausgearbeiteten Geschichte – das Drehbuch schrieb wieder Leigh Whannel (SAW, Insidious) – rechnen.


Sein Händchen für atmosphärisch dichte Gruselgeschichten hat Guillermo del Toro schon bei den von ihm produzierten Das Waisenhaus, Don’t Be Afraid of the Dark oder Splice unter Beweis gestellt. Im Fall von Mama half er jetzt wieder aufstrebenden Filmemachern (Andy und Barbara Muschietti) auf die Sprünge und produzierte die Langfilmfassung ihres gleichnamigen dreiminütigen Kurzfilms aus dem Jahr 2008. Für die beiden Debütfilmer fanden sich Jessica Chastain (The Help), Game of Thrones Star Nikolaj Coster-Waldau und Megan Charpentier vor der Kamera ein. Der Horrorfilm erzählt von zwei Mädchen, Victoria und Lily, die vor einem weiblichen Geist auf der Flucht sind, der sich als ihre Mutter ausgibt.


Fast vierzig Jahre haben das Filmoriginal von Brian de Palma und die Buchvorlage von Stephen King jetzt schon auf dem Buckel. Dass die Thematik um ein übernatürlich begabtes Mädchen, das von ihren Mitschülern drangsaliert wird, nichts an Aktualität eingebüßt hat, möchte Kimberly Peirce (Boys Don’t Cry) mit ihrer filmischen Neuauflage unter Beweis stellen. Für den Part der mit Blut überströmten Carrie wurde Chloë Grace Moretz unter Vertrag genommen, die ihre düstere Seite zuletzt schon im So finster die Nacht US-Remake Let Me In an die Oberfläche kehren durfte. Weitere Darsteller im feurigen Abenteuer: Julianne Moore, Judy Greer und Chronicle Star Alex Russell. Deutscher Kinostart ist im Juni 2013.


Mit Dark Skies verabschiedet sich Erfolgsproduzent Jason Blum (Paranormal Activity, Insidious) von den ausgetretenen Pfaden um Wackelkamera und übernatürliche Geistererscheinungen. Im Mittelpunkt der Regiearbeit von Scott Charles Stewart (Priest, Legion) steht eine junge Familie (Keri Russell und Trevor St. John), deren friedliche Idylle durch außerirdische Lebewesen bedroht wird. Die bewegten Bilder versprechen ein traditionell umgesetztes und thematisch ungewöhnliches Gruselprojekt, das vor allem von seinen Hauptdarstellern lebt. Einen ersten Vorgeschmack auf die Besucher der dritten Art bekommen interessierte Zuschauer dann aber auch noch.


Der gebürtige Australier James Wan scheint ein Garant für erfolgreiche Indieprojekte zu sein. Anders lässt sich wohl kaum erklären, dass der Filmemacher nach seinem sieben Teile umfassenden SAW-Franchise gleich noch einen Überraschungserfolg ablieferte, der erneut ein Vielfaches seiner Kosten einspielen konnte. Bei Insidious 2 bricht Wan dann auch erstmals mit dem Grundsatz, nicht bei der Fortsetzung seiner eigenen Filme Regie führen zu wollen. Die Fans des Originals werden ihm diese Entscheidung wohl kaum übelnehmen. Insidious Autor und Wans Kumpel und langjähriger Produktionspartner Leigh Whannell lieferte wieder die Drehbuchvorlage. Die Darsteller wurden nahezu 1 zu 1 aus dem Erstling übernommen.


Mit der Verfilmung des beliebten Max Brooks Zombie-Romans World War Z ist das Genrekino endgültig im Bereich Blockbuster angekommen. Die blanken Fakten: weit über 100 Millionen Dollar Budget, Weltstar Brad Pitt in der Hauptrolle und Marc Forster (James Bond 007 – Ein Quantum Trost) als Regisseur. Doch statt mit beeindruckenden Bildern machte die Paramount Pictures Produktion vornehmlich durch Unstimmigkeiten hinter den Kulissen von sich reden. Ob die umfangreichen Nachdrehs, Kommunikationsprobleme und fehlende Erfahrung aber tatsächlich geschadet haben, erfahren wir spätestens im Sommer 2013. Im offiziellen Trailer sorgen die Untoten schon jetzt für reichlich Chaos.


Es soll ein furioses Comeback für den Machete schwingenden Mexikaner werden. Robert Rodriguez hat wieder allerlei bekannte Namen (darunter Amber Heard, Lady Gaga, Mel Gibson, Jessica Alba, Michelle Rodriguez oder Antonio Banderas) vor die Kamera gelockt, und natürlich darf auch Danny Trejo nicht fehlen, der sich ein weiteres Mal in der titelgebenden Rolle blicken lässt. Vom zunächst für das Frühjahr vorgesehenen Kinostart musste man sich hierzulande erst vor wenigen Tagen verabschieden. Statt im April erfolgt der Startschuss in deutschen Kinos jetzt erst im November und schiebt die Premiere um ein halbes Jahr auf. Eines ist aber schon jetzt sicher: der kultige Mexikaner kommt auch hier blutig, gnadenlos und schwarzhumorig zur Sache.

Breaking Dawn – Teil 2
780 Millionen US-Dollar
Die Tribute von Panem
680 Millionen US-Dollar
Men in Black 3
620 Millionen US-Dollar
Prometheus
400 Millionen US-Dollar
Hotel Transsilvanien
300 Millionen US-Dollar
Zorn der Titanen
300 Millionen US-Dollar
Dark Shadows
240 Millionen US-Dollar
Resident Evil: Retribution
220 Millionen US-Dollar
Total Recall
200 Millionen US-Dollar
Underworld Awakening
160 Millionen US-Dollar
Paranormal Activity 4
140 Millionen US-Dollar
Ghost Rider 2
130 Millionen US-Dollar
Die Frau in Schwarz
130 Millionen US-Dollar
Chronicle
125 Millionen US-Dollar
Abraham Lincoln: Vampirjäger
120 Millionen US-Dollar
The Devil Inside
100 Millionen US-Dollar
Paranorman
100 Millionen US-Dollar
The Grey
80 Millionen US-Dollar$
The Possession
75 Millionen US-Dollar
The Cabin in the Woods
70 Millionen US-Dollar
Frankenweenie
65 Millionen US-Dollar
Sinister
50 Millionen US-Dollar
Silent Hill: Revelation 3D
50 Millionen US-Dollar
Chernobyl Diaries
40 Millionen US-Dollar
House at the End of the Street
35 Millionen US-Dollar
Breaking Dawn – Teil 2
3.400.00 Besucher
Men in Black 3
2.250.00 Besucher
Die Tribute von Panem
2.100.00 Besucher
Hotel Transsilvanien
1.100.00 Besucher
Prometheus
1.100.00 Besucher
Dark Shadows
1.000.00 Besucher
Paranormal Activity 4
800.000 Besucher
Resident Evil: Retribution
680.000 Besucher
Zorn der Titanen
650.000 Besucher
Totel Recall
620.000 Besucher
Underworld: Awakening
580.000 Besucher
Iron Sky
470.000 Besucher
The Devil Inside
340.000 Besucher
Ghost Rider 2
335.000 Besucher
Die Frau in Schwarz
290.000 Besucher
Chernobyl Diaries
275.000 Besucher
Abraham Lincoln: Vampirjäger
230.000 Besucher
The Cabin in the Woods
190.000 Besucher
Chronicle
180.000 Besucher
Silent Hill: Revelation 3D
160.000 Besucher
The Grey
150.000 Besucher
The Possession
110.000 Besucher
ParaNorman
75.000 Besucher
Dredd 3D
75.000 Besucher
Lockout
50.000 Besucher

Wir blicken wieder einmal auf eine schöne Zeit zurück, freuen uns auf ein im doppelten Sinne fantastisches Jahr 2013 und bedanken uns für Eure Unterstützung. In diesem Sinne verabschieden wir uns für eine kleine Pause von der täglichen Berichterstattung.

Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erholsames Restjahr 2012!

Eure Redaktion,

Torsten Schrader
Carmine Carpenito
Janosch Leuffen

Geschrieben am 23.12.2012 von Torsten Schrader
Kategorie(n): BlairWitch.de, News



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